eisenbahn magazin

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„Rail Business Days“ in Brno Rekord-TGVzuGast inTschechien

InKürze Maaslinie: Ausschreibungen für Ausbau annulliert Der Ausbau der niederländischen Maaslinie Nijmegen – Venlo – Roer- mond gerät ins Stocken. Die 107 Ki- lometer lange Strecke soll eigentlich bis Ende 2024 modernisiert und elektrifiziert werden. Preissteige- rungen und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges haben den Infra- strukturbetreiber Prorail aber nun dazu bewogen, die Ausschreibung zu annullieren. Das Budget würde sonst überschritten und Verzöge- rungen seien unvermeidbar. FFÖ Kopenhagen Hauptbahnhof wird modernisiert Noch 2022 soll eine Modernisie- rung des Kopenhagener Haupt- bahnhofes beginnen, teilt die DSB mit. Vorgesehen ist unter ande- rem, die Gleisanlagen zu vereinfa- chen sowie die Gebäude zu sanie- ren. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 2027. FFÖ VAE: Abkommen mit Bahnbetreibern in Europa Etihad Rail, ein Bahnbetreiber der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), hat mit europäischen Bahn- gesellschaften ein Abkommen un- terzeichnet, um Know-how auszu- tauschen. Damit soll der Ausbau des Netzes in den VAE vorangetrie- ben werden. Beteiligt sind die spani- sche Renfe sowie die britischen High Speed 1 und GB Railfreight. FFÖ Thalys: Aus für Izy Thalys stellt sein Low-Cost-Pro- dukt Izy kurzfristig zum 10. Juli 2022 ein. Izy wurde im April 2016 auf der Strecke Brüssel – Paris ein- geführt. Indem nicht die Hochge- schwindigkeitsstrecke genutzt wurde, sparte Thalys Trassenge- bühren bei stark verlängerter Fahr- zeit (2,5 statt 1,5 Stunden). AWA Güterzugshuttle in Schweden Zwischen den südschwedischen Häfen und den Industriestandor- ten Nordschwedens findet ein re- ger Güterzugverkehr statt. Neu hinzugekommen ist nun ein Con- tainer-Shuttle von CFL Cargo zwi- schen dem Hafen Göteburg und Umeå, der zunächst einmal pro Woche verkehrt. FFÖ

Auf seiner Tour durch Tschechien war der Rekord-TGV PSE 16 auch in Prag zu sehen

Niels Kunick

M it dem Weltrekord-TGV PSE 16 besuchte im Juni 2022 der letzte erhaltene Hochge- schwindigkeitszug vom Typ PSE Tsche- chien. Die tschechische Eisenbahnver- waltung Správa železnic präsentierte die zehnteilige Garnitur vom 6. bis 11. Juni in den Städten Prag, Brno, Jihlava und Ústí nad Labem. In Brno war der

Zug drei Tage lang Teil der „Rail Busi- ness Days“, einer internationalen Eisen- bahnkonferenz. Die Einheit PSE 16 war bis 2018 im regulären Dienst und hat insgesamt 13.383.189 Kilometer zurück- gelegt. Derzeit besitzt sie allerdings keine Zulassung mehr. Gebaut wurde die Garnitur 1980 von Alstom für das Projekt TGV Sud-Est (Süd-Ost), mit

dem eine Schnellverbindung zwischen Paris und Lyon geschaffen wurde. Mit ihrer unverwechselbaren orangefarbe- nen Lackierung prägten die 109 Fahr- zeuge dieser Serie viele Jahre das Bild des TGV. Im Jahr 1981 erzielte der PSE 16 einen Geschwindigkeitsrekord von 380 km/h; im Normalbetrieb war er mit 300 km/h unterwegs. AWA/MV

Siemens: Erweiterter Vertrag mit Ägypten 2.000 Kilometer Schnellfahrstrecken am Nil

Ägypten hat den Vertrag mit Siemens und dessen zwei Partnern über den Bau eines Hochgeschwindigkeitsnet- zes ausgeweitet. Geplant ist nun ein Netz aus drei Stre- cken, die für 230 km/h ausgelegt werden. Zur bereits 2021 fixierten Strecke Ain Sokhna – Marsa Matrouh/Alexan- dria (660 Kilometer) kommen Kairo – Abu Simbel (1100 Kilometer) und Luxor – Hurghada (225 Kilometer) hinzu. Damit würde Ägypten zum sechstgrößten Hochge- schwindigkeitssystems der Welt werden, teilte Siemens

den Medien mit. Die Mobility-Sparte des deutschen Kon- zerns liefert auch die Fahrzeuge (41 achtteilige Velaro, 94 vierteilige Desiro HC und 41 Vectron für den Güterver- kehr). Außerdem ist Siemens für das Stromversorgungs- system und das Signalsystem auf Basis von ETCS Level 2 zuständig. Konsortialpartnern von Siemens sind „Oras- com Construction“ und „The Arab Constructors“. Ein ers- ter Vertrag war im September 2021 unterzeichnet worden (siehe em 11/21). AWA

Dänemark: Coradia Stream werden erst 2025 geliefert Verspätung für neue Alstom-Triebzüge

Die Lieferung der neuen elektrischen Triebzüge von Alstom an die dänische Eisenbahn DSB verzögert sich um ein halbes Jahr. Der Grund dafür sind ver- schiedene Änderungswünsche der DSB an die Konstruktion des Zuges sowie die momentane Unsicherheit bei der Versorgung mit Bauteilen. Den- noch kämen die Arbeiten gut voran, versichert Emmanuel Henry, CEO von Alstom Dänemark, in einer Pressemit- teilung der DSB. Die 100 Einheiten vom Typ Coradia Stream werden vo- raussichtlich erst im Jahr 2025 ihren Betrieb aufnehmen statt wie geplant

im Dezember 2024. Die Neufahrzeuge sollen die IC3-, IR4- und IC4-Züge er-

setzen und das Rückgrat im dänischen Personenverkehr bilden. FFÖ

Änderungswünsche und die momentane Unsicherheit bei der Liefe- rung von Bauteilen verzögern die Fertigstellung der Züge für die DSB

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eisenbahn magazin 8/2022

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