AUS DEN UNTERNEHMEN
FUNKFEUER FILMS Relevanz und Reichweite
Max Damm dreht Dokumentationen für ARD, ZDF und Streamingplattformen. Seine Produktionsfirma greift gesellschaftliche Themen auf, die nah am Alltag liegen.
Filmakademie Baden-Würt- temberg. Noch während dieser Zeit gründete Damm seine erste Produktionsfirma. Mit den Jahren wurden die Projekte größer, die Anfor- derungen komplexer. „Um dafür die passende Struktur zu schaffen, war eine Neuaus- richtung der nächste logische Schritt“, erklärt Damm. Im April 2025 gründete er schließlich Funkfeuer Films. Heute produzieren die Heidel- berger vor allem Filme für Fernsehen und Streaming- Dienste, unter anderem für ARD und ZDF. Das Spektrum reicht von Dokumentationen über Serien bis hin zu Beiträ- gen für etablierte Formate wie „37 Grad“. Viele der Projekte kreisen um gesellschaftlichen Wandel, um Konflikte, um Fra- gen, die nah am Alltag sind. So ist etwa aktuell ein Format zur Stadt-Land-Kluft in Entwick- lung. Dabei verfolgt funkfeuer films den Anspruch, viele Menschen zu erreichen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. „Das ist eine Gratwanderung“, gibt Damm zu. Besonders in Erinnerung blei- ben ihm Produktionen, die gesellschaftliche Fragen aus unterschiedlichen Perspek- tiven beleuchten. Für die Dokumentation „Mein Wille geschehe“ setzte Damm sich mit den Grenzen der Inten- sivmedizin auseinander. „Die moderne Medizin stellt uns vor die vielleicht schwierigste Frage unseres Lebens: Was und wie viel wollen wir
728.700 MINUTEN Film- und Fernseh- produktion wurden 2022 in Deutsch- land produziert. QUELLE: STATISTA
Funkfeuer films- Chef Max Damm hat für die Doku- mentation „Mein Wille Geschehe“ den Dr.-Georg- Schreiber-Me - dienpreis und den Bremer Fernseh - preis gewonnen.
In neuen Gefilden unterwegs: Musiker David Julian Kirchner, Prota - gonist der von Max Damm realisierten ARD-Serie „Deutschrand“, beim Schuhplatteln im Bayrischen Wald
E in typischer Arbeitstag beginnt für Max Damm selten im Büro, sondern meist auf der Autobahn. Die Kamera liegt im Kofferraum, sicher verstaut für den nächs- ten Dreh. Vorne sitzt Damm am Steuer, das Navi zeigt die Strecke – gestern noch Rich- tung Berlin, jetzt nach Frei- burg, bald München. Für ihn und sein Team von funkfeuer films gehört das zum Alltag. Zu dritt sind sie oft unterwegs, Max Damm und seine zwei festen Mitarbeiter, auf Drehs quer durch Deutschland und immer wieder auch im Aus- land. Hinzu kommen rund 20 freie Mitarbeiter, die bei den Produktionen je nach Bedarf mit an Bord sind. „Es ist ein bisschen wie Tourleben, nur dass statt Konzerten Filme entstehen“, erzählt Damm. Aktuell wird parallel an meh- reren Produktionen für große
Unternehmen gearbeitet. Oft dauert es über ein Jahr, bis ein Film vollständig fertigge- stellt ist. Ursprünglich hat
Damm bei einer Lokal- zeitung gearbeitet. Mit dem Ziel, Journalist zu werden, studier- te er Journalistik in Hannover. Dort bekam
der Student zum ersten Mal eine
Kamera in die Hand. „Es hat es mich wie ein Blitz getroffen“, sagt er. Sein Weg war damit vorgezeich- net: Auf das Studium folgte die
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IHK Magazin Rhein-Neckar 05 | 2026
ihk.de/rhein-neckar
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