IHK-Magazin Ausgabe 6/2026

Inhalt AUS DER IHK

BINNENHÄFEN Das fordert die IHK

Ohne ihre Häfen wäre die Metropolregion Rhein-Neckar kein führender Logistik- und Industriestandort. Die IHK-Vollversammlung hat dazu Positionen verabschiedet.

gen. Vor allem die Rheinque- rungen als kritische Infra- struktur betrachten und der Bund bei der Finanzierung in die Pflicht nehmen 5. Transformation, Energie und neue Anforderungen integrieren • Alle verfügbaren Flächen hin- sichtlich ihrer rechtlichen und regulatorischen Entwicklungs- fähigkeit systemisch erfassen, bewerten und planungsrecht- lich sichern • Wasser- sowie landseitige Infrastruktur für künftige Nutzungen in strategischen Zukunftsfeldern gezielt auf- bauen 6. Akzeptanz stärken, Kommunikation forcieren • Wirtschaftliche Bedeutung der Häfen transparent, positiv und öffentlichkeitswirksam kommunizieren. Beispiel: Allein von den Häfen Mann- heim und Ludwigshafen sind 33.000 Beschäftigte abhängig. • Wenn nötig: Dialogforma- te etablieren, um frühzeitig Einigungen bei Themen rund um die Hafenstandorte zu erarbeiten; siehe „Zukunftsdia- log Hafen Mannheim 2050“ zwischen Stadt Mannheim, Hafen Mannheim, Verkehrs- ministerium und Finanzminis- terium Baden-Württemberg.

Häfen als strategische Infrastruktur sichern

Wasserstraßen zu- kunftsfähig machen

Blick auf den Mannheimer Bin- nenhafen bei Nacht.

1.

3.

• Befahrbarkeit der internatio- nalen Wasserstraße Rhein ver- bessern, insbesondere durch Erhöhung der Abladetiefen am Mittelrhein • Einigen von Land und Bund beim Thema der Sanierung und Verlängerung der Neckar- schleusen, um den Neckar zukunftsfähig aufzustellen. • Binnenwasserstraßen mit anderen Verkehrsträgern bei Finanzierung und politischer Prioritätensetzung gleichsetzen 4. Leistungsfähige Zu- und Ablaufstrecken als regionale Gemeinschaftsauf- gabe • Verkehrsträgerübergreifen- des Baustellen‑ und Engpass- management für Schiene und Straße abstimmen, vor allem bei Sanierungen und Bauarbei- ten an Hochstraßen, Rheinbrü- cken und Tunnelbauwerken in der Region • Strukturelle Engpässe in Schienenknoten und auf Güterverkehrskorridoren wie dem Schienenknoten Rhein- Neckar, der Studernheimer Kurve sowie den Neubaustre- cken Frankfurt – Mannheim und Mannheim – Karlsruhe beseitigen • Leistungsfähige Fluss-Que- rungen als Teil eines robusten Gesamtsystems berücksichti-

und weiterentwickeln • Hafenflächen in zentraler Lage langfristig für hafenwirt- schaftliche und industrieaffine Nutzungen vorhalten. Konkur- rierende Stadt‑ und Wohnnut- zungen, wie zum Beispiel im Mannheimer Handelshafen, räumlich zugunsten hafenaffi- ner Nutzungen steuern. • Strategische Rolle der Häfen in der kommunalen, regio- nalen sowie überregionalen Raumplanung berücksichtigen

Trimodale Verknüpfung konsequent stärken

2.

• Leistungsfähige Anbindun- gen der Häfen konsequent durch den bedarfsgerechten Erhalt und Ausbau aller drei Verkehrsträger sichern • Ausbau- und Erweiterungs- maßnahmen der trimodalen Terminals (insbesondere im Wachstumssegment der Containertransporte) auf den Hafenflächen, auch im Hin- blick auf die Lagerung und den Umschlag von Gefahrgut, vorausschauend prüfen und bei entsprechendem Nachfra- gebedarf umsetzen. Planungs- rechtliche und betriebliche Spielräume dafür beachten. • Trimodale Terminals konse- quent ausbauen und moderni- sieren, auch mit Unterstützung des Bundes

Fragen? IHK- Ansprechpartner: Luc Tholé 0621 1709-239

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IHK Magazin Rhein-Neckar 06 | 2026

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