IHK-Magazin Ausgabe 6/2026

AUS DER IHK

AKTIONSPLAN STEUER- UND FINANZKRIMINALITÄT Droht ein neues Bürokratiemonster?

weiteren Entwicklungen dennoch aufmerksam verfolgen: Vor allem die geplanten Umsatzsteuer-Meldesysteme und neue Vorgaben für Kassensysteme könnten künftig zusätzlichen organisatorischen Anpassungsbedarf auslösen. INFO: Neue Gesetze, neue EU-Vorgaben, viele Fragen? Beim virtuellen IHK-Format „Recht leicht“ erhalten Sie jeden letzten Freitag im Monat (außer im Dezember) von 8:30 bis 9:30 Uhr Antworten aus erster Hand.

BUNDESFINANZMINISTERIUM UND BUNDESJUSTIZMINISTERI - UM haben einen gemeinsamen Aktionsplan zur Bekämpfung von Steuer- und Finanzkriminalität vorgestellt. Der Maßnah- menkatalog umfasst 26 Vorschläge, darunter die Einführung einer Registrierkassenpflicht, ein elektronisches Meldesystem für die Umsatzsteuer sowie längere Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege. Ziel ist es, Steuerbetrug, Schwarzarbeit und Finanzkriminalität wirksamer zu bekämpfen. Konkrete Gesetzentwürfe liegen bislang nur für einzelne Vorhaben vor. Viele Maßnahmen müssen zunächst politisch beraten und rechtlich ausgestaltet werden. Unternehmen sollten die

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DEUTSCHLANDFONDS Förderprogramme für den Mittelstand

Zudem sollen Kredit- und Bürgschaftsangebote ausgeweitet werden. Nach wie vor gilt jedoch aus DIHK-Sicht der Hin- weis von Präsident Peter Adrian, der bereits im Dezember 2025 die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen betont hatte: „Der Deutschlandfonds kann sicher einen Impuls geben. Aber wirken kann das doch nur, wenn es ein anderes Grundvertrauen in den gesamten Standort gibt.“ INFO: Finden Sie das passende Förderprogramm für Ihr Unternehmen.

EIN HALBES JAHR NACH DEM START DES DEUTSCH - LANDFONDS haben Bundesregierung und KfW weitere Förderangebote angekündigt. Ziel des Fonds ist es, mit öffentlichen Mitteln und Garantien private Investitionen in Zukunftstechnologien, Infrastruktur, Mittelstand und Unternehmensnachfolgen anzustoßen. Insgesamt sollen private Investitionen in einer Größenordnung von rund 130 Milliarden Euro mobilisiert werden. Für mittelständi- sche Unternehmen besonders interessant werden dürften neue Finanzierungs- und Beteiligungsinstrumente sowie das Nachfolgeprogramm „MittelstandsKapital“, das das im August 2027 auslaufende „RegioInnoGrowth“ ablösen wird.

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NIEDRIGWASSERPHASEN

Binnenwasserstraßen resilienter aufstellen

Chemiewerke, Stahlproduzenten, Baustoffhersteller, Energieversorger: Die deutsche Industrie ist auf die Binnenschifffahrt und damit auf befahrbare Wasserwege angewiesen. Das extreme Niedrigwasser diesen Sommer macht das schmerzhaft deutlich. Die Transportkapazität auf deutschen Flüssen sank bereits Mitte August um 50 bis 75 Prozent. Das bedeutet allein für den Rhein einen Ausfall von monatlich rund sechs Millionen Tonnen an Gütern – die Ladung von etwa 250.000 LKW. Für viele Betriebe mit gravierenden Folgen: Lieferverzögerungen, steigende Kosten und im schlimmsten Fall Produktionsdrosselun- gen. Die DIHK fordert jetzt strukturelle Konsequenzen: „Wir können nicht nur auf Regen hoffen – und Regentanz ist keine Strategie“, kommentiert Dirk Binding, DIHK-Be-

reichsleiter Infrastruktur. Eine Verlagerung der Transporte auf Schiene oder Straße scheide mangels Kapazitäten und wegen höherer Kosten weitgehend aus, stellt der Experte klar. Der Bund müsse seine Wasserstraßen durch Fahrrin- nenoptimierungen und modernes Sohlenmanagement konsequent an Niedrigwasserphasen anpassen. Gefragt sei eine resiliente Infrastruktur, „die die Schifffahrt nicht be - hindert, sondern fordert und fördert“. INFO: Niedrigwasser, Brückensperrung der Kurt-Schu- macher-Brücke zwischen Ludwigshafen und Mannheim oder EU-Verpackungsverordnung: Erfahren Sie im IHK- Newsletter, was für Ihr Unternehmen aktuell wichtig ist. ihk.de/rhein-neckar/newsletter

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IHK Magazin Rhein-Neckar 06 | 2026

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