STANDORT
INNENSTADTBERATUNG Für eine blühende Zweiburgenstadt In Weinheim arbeiten Handel, Gastronomie und Stadtmarketing eng zusammen. Impulse dafür gibt es von den IHK-Innenstadtberatern.
Die Bindungsquote liegt aktuell bei 97 Prozent und damit leicht über dem Wert von 2025. Rechnerisch fließt die in Weinheim vorhande- ne Kaufkraft damit nahezu vollständig in den örtlichen Einzelhandel zurück. Gleich- zeitig zieht Weinheim mit einer Zentralitätskennziffer von 111 auch Kaufkraft aus dem Umland an: Trotz starker Konkurrenz durch benachbar- te Einkaufsstandorte wie das Rhein-Neckar-Zentrum sowie die Oberzentren Mannheim und Heidelberg kann sich Weinheim damit als Handels- standort behaupten. Bei allen positiven Zahlen: Auch Weinheim steht vor Herausforderungen in der Innenstadtentwicklung – verändertes Kaufverhalten, Online-Handel und der Wett- bewerb um Besucher und Kaufkraft. Cyriax und seine IHK-Kollegen geben seit 2022 Empfehlungen, wie die Stadt darauf reagieren kann. Im Fokus dabei: die Stärkung des Stadtmarketings, die bessere Vernetzung der Innenstadtak- teure und die Weiterentwick- lung eines lokalen Gutschein- systems. Die Stadt griff eine Idee 2024 auf: Mit Eva Wohlgemuth wurde eine Innenstadt- managerin eingestellt. Die Marketingexpertin versteht sich als Schnittstelle zwischen Handel, Gastronomie und Verwaltung. „Die IHK-Innen- stadtberatung hat wichtige Prozesse angestoßen“, sagt
W enn Andrés Salazar morgens über den Weinheimer Markt- platz in sein Café Florian läuft, gibt es kaum jemanden, den der Gastronom nicht kennt und grüßt. Er wechselt ein paar Worte mit benachbarten Händlern, Inhabern ande- rer Lokale oder langjährigen Stammgästen. Seit 40 Jahren betreibt Salazar gemeinsam mit seinem Bruder Juan das traditionsreiche Café Florian. „Das eine funktioniert nicht ohne das andere“, sagt Salazar und meint damit Handel und Gastronomie.
Für den Gastronom ist genau diese Zusammenarbeit einer der wichtigsten Gründe, wa- rum die Weinheimer Innen- stadt derzeit so gut aufgestellt ist. Das bestätigt IHK-Innen- stadtberater Timo Cyriax: „Das Mittelzentrum profitiert von seiner historischen Alt- stadt und zahlreichen touristi- schen Angeboten sowie einer ungewöhnlich hohen Zahl inhabergeführter Geschäfte.“ Und das zeigt auch die dies- jährige IHK-Kaufkraftanaly- se: 37.016 Euro je Einwohner stehen den Weinheimern bei der Kaufkraft zur Verfügung.
Christian Mayer führt seit 1991 sei- nen Blumenladen in der Weinheimer Innenstadt.
Wir verfolgen alle dieselben Ziele.
Andrés Salazar
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IHK Magazin Rhein-Neckar 06 | 2026
ihk.de/rhein-neckar
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