IHK-Global Business Ausgabe 7/2026

ASIEN-PAZIFIK

VIETNAM Modernisierung von Minen bietet Chancen

mender Tiefe steigen der Wasser- druck und das Risiko von Einbrü- chen. Das erhöht die Nachfrage nach leistungsstarken und korrosi- onsbeständigen Pumpensystemen. Auch die Gefahr für die Beleg- schaft durch Gebirgsschläge und Methangasaustritte nimmt in der Tiefe zu. Seit einigen Jahren wächst nach Darstellung von Un- ternehmern der politische Druck auf die Minenbetreiber, mehr für Arbeitsschutz und Sicherheit zu tun. Die hohen Standards machen Qualitätsausrüstungen deutscher Anbieter gegenüber preisgünstige- rer Konkurrenz wettbewerbsfähig. Sollten künftig im vietname- sischen Bergbau mehr Verarbei- tungsschritte lokalisiert werden, könnte dies neue Chancen für deutsche Unternehmen eröff- nen. Bei der Herstellung von High-Tech-Vorprodukten etwa für Batterien oder Magnete sind ver- stärkt deutsche Qualitätslösungen gefragt. Rohstoffe für die Batterie- produktion erfordern spezielle Partikelformen und hohe Fein- heitsgrade. Damit könnten nach Einschätzung von Branchenvertre- tern vor allem bei neuen Projek- ten präzise deutsche Maschinen Vorteile haben. GTAI/IHK

In Vietnams Boden steckt ein breites Spektrum an Ressourcen. Der Abbau von Steinkohle ist die wichtigste Säule des vietnamesischen Bergbaus.

Tagebaue in der traditionellen Bergbauregion Quang Ninh weit- gehend erschöpft sind, ist der Staatskonzern Vinacomin gezwun- gen, die Förderung in den weitaus anspruchsvolleren Untertagebau zu verlagern. Die Schächte liegen teilweise bereits mehr als 300 Meter unter dem Meeresspiegel. Mit zuneh-

Die technologischen Anforde- rungen im Bergbau in Vietnam steigen. Vor allem der Übergang zum Untertagebau erhöht die Nachfrage nach spezialisiertem Know-how und moderner Technik. Im vietnamesischen Bergbau befindet sich vor allem der Kohle- sektor in einer technologischen Zäsur. Da die leicht zugänglichen

SÜDKOREA / EU Digitales Handelsabkommen unterzeichnet

vereinfacht und Transaktionskosten reduziert werden. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren von effizienteren Abläufen und einem er- leichterten Marktzugang. Das Abkommen stärkt zudem den Verbraucherschutz im digitalen Raum und unter- sagt die obligatorische Offenlegung und Übertragung von Quellcodes. IHK Den Abkommenstext und die Pressemitteilung finden Sie auf der Website der EU-Kommission:

Die EU und Korea haben am 10. Juni 2026 ein wegweisendes Abkommen über den digitalen

Handel (Digital Trade Agreement, DTA) unterzeichnet. Es ergänzt das bereits seit 2011 geltende Freihandelsabkom- men zwischen der EU und Korea um verbindliche Regelun- gen für den digitalen Handel. Ziel ist es, den grenzüber- schreitenden Geschäftsverkehr zu erleichtern und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen weiter zu modernisieren. Zu den zentralen Bestimmungen gehört die gegen- seitige Anerkennung elektronischer Verträge und Signaturen. Dadurch sollen digitale Geschäftsprozesse

ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_26_1317

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IHK Global Business 07/2026

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