ASIEN-PAZIFIK
INDIEN Verbraucher kaufen mehr Nahrungsmittel
Nach China ist Indien der zweitgrößte Nahrungsmit- telmarkt der Welt, und für die kommenden Jahre prognostizieren Experten weiteres Wachstum. Bis 2030 sollen mehr als 1,1 Billionen US-Dollar an Umsatz erreicht werden. Das entspräche einer Zunahme um 37,7 Prozent gegenüber 2025. Während der Onlinehandel und der organisierte Einzel- handel an Bedeutung gewinnen, dominieren noch immer kleine inhabergeführte Geschäfte. Um diese flächende- ckend mit Waren zu versorgen, sind regional fein geglie- derte Vertriebsstrukturen notwendig. Wer seinen Fokus hingegen auf große Metropolen legt, findet in Online- händlern und Quick-Commerce-Unternehmen wie Blinkit oder Zepto attraktive Optionen für den Markteintritt. Interessant für die Branche ist auch das Anfang 2026 abgeschlossene Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU. Dadurch sollen etwa die indischen Zölle für alkoholische Getränke deutlich sinken. Auch verarbeitete Lebensmittel wie Brot, Kekse oder Nudeln werden von Zollsenkungen profitieren. In der Spitze wurden hier bisher bis zu 50 Prozent Einfuhrzoll fällig. Zukünftig soll dieser Wert auf 0 Prozent sinken. Das Abkommen muss noch unterzeichnet und anschließend ratifiziert werden. Anschließend werden die Zölle ab- gebaut. GTAI/IHK
Der Lebensmittelabsatz in Indien wächst stetig. Bisher gelten hohe Zölle. Das Freihandelsabkom- men mit der EU wird den Marktzugang zukünftig verbessern.
SINGAPUR / MALAYSIA Geplante Wirtschaftszone eröffnet neue Perspektiven
Die Johor-Singapore Special Economic Zone (JS-SEZ) soll die Wettbewerbsfähigkeit Singa-
dem könnte sich in Malaysia Expertise in bisher weniger ausgereiften Branchen entwickeln. Für die Sonderwirtschaftszone sind elf Schwer- punktsektoren ausgewiesen. Diese sind in großen Teilen kompatibel mit der Angebotspalette deutscher Produkte und Technologien. Dazu gehören verarbei- tendes Gewerbe, Logistik, Nahrungsmittelsicherheit, Energie, Finanzdienstleistungen und Gesundheit. Weitere Schwerpunkte sind Luftfahrt, elektrische Komponenten und Halbleiter, Chemie und Petro- chemie sowie Pharmazie. Diese Branchen bieten auch für deutsche Unternehmen ein großes Potenzial für Investitionen oder Produktionsverlagerungen aus anderen Ländern. GTAI /IHK
purs und Malaysias steigern und deren wirtschaftliche Integration verbessern. Sie soll zusätzliche Wertschöpfung in Höhe von 26 Milliarden US-Dollar (US$) pro Jahr schaffen. Darüber hinaus sollen rund 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Wirtschaftszone erstreckt sich über eine Fläche von 3.500 Quadratkilometern. Das ist mehr als viermal so groß wie der Stadtstaat Singapur selbst. Die JS-SEZ soll die Stärken beider Standorte bündeln und ihre Schwächen ausgleichen. Firmen, denen der chronische Mangel an Land und die hohen Lohnkosten in Singapur Probleme bereiten, erhalten günstigeren Zugang zu Fläche und Arbeitskräften. Dafür bringen sie technologisches Know-how ein, sodass Unterneh- men auf malaysischer Seite von einer Verbesserung im Bereich Forschung und Entwicklung und beim Ausbil- dungsniveau der Beschäftigten profitieren dürften. Zu-
Mehr Informationen gibt es auf der Website von „Invest Johor“:
investjohor.gov.my
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IHK Global Business 07/2026
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