ASIEN-PAZIFIK
INDIEN Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigt
Medizinischen Behandlungen und Klinikaufenthalten werden zukünftig in Indien immer stärker nachgefragt. Die Gründe dafür liegen in der bisherigen Unterversorgung und dem damit einherge- henden Wachstumspotenzial vor allem in Mittel- und Kleinstädten. Zudem wächst die indische Bevölkerung weiterhin, gleichzeitig nimmt die Lebenserwartung zu und die Zahl an Personen über 65 Jahren steigt. Daher wird in den kommenden Jahren auch die Nachfrage nach Behandlungen von chroni- schen Krankheiten steigen. Unterstützt wird die Nachfrage zudem von einem wachsenden Versicherungsschirm. Rund 40 Prozent der Bevölkerung haben mittlerweile eine Form der Krankenversi- cherung. Die indische Regierung treibt diese Entwicklung aktiv voran, etwa durch staat- liche Versicherungsprogramme, aber auch eine 2025 eingeführte Befreiung der Beiträge zu privaten Krankenversicherungen von der Umsatzsteuer. Hinzu kommt der Medizintourismus, des- sen Umsatz Schätzungen zufolge von jährlich 18,2 Milliarden US-Dollar 2025 auf 58,2 Mil- liarden US-Dollar im Jahr 2035 klettern wird. Um mehr Nachfrage bewältigen zu können, benötigen Kliniken entsprechende Geräte.
300 MILLIARDEN US$ Marktgröße soll der indische Gesund- heitssektor bis 2030 erreichen.
Bedarf an Medizintechnik wächst stetig: Indien investiert zwischen 2 und 4 Prozent des Bruttoinlands- produktes in die öffentliche Gesundheitsinfrastruktur.
QUELLE: GTAI
Die Nachfrage im Hochpreissegment geht größtenteils vom Privatsektor aus, während die öffentlichen Einrichtungen im niedrigen und mittleren Preissegment sowie bei ge- brauchter Medizintechnik stärker vertreten sind. GTAI/IHK
VIETNAM Bauprojekte eröffnen neue Entwicklungsmöglichkeiten
Hanoi hat Anfang 2026 einen neuen Masterplan für die Stadtentwicklung präsentiert, der sich an Shanghai als Vorbild orientiert. Der Plan sieht eine komplette Trans- formation vor. Gebiete am Roten Fluss sollen erschlossen werden und dieser „Red River Scenic Boulevard“ dürfte das Gesicht der Stadt völlig verändern. Auch Innovations- cluster sollen geschaffen werden. Und außerhalb ist eine imposante Olympische Stadt geplant. Das kleinere Danang baut Infrastruktur und Hotels aus, um noch mehr Touristen aufnehmen zu können. Die Stadt in Zentralvietnam will auch zu einem internationalen Finanzzentrum und High-Tech-Standort werden. Die Vorhaben eröffnen Chancen für deutsche Planungs- und Technikanbieter. Für Gebäude und Infrastruktur wird hochwertige Technik benötigt, die importiert werden muss. Dies gilt vor allem für prestigeträchtige Bauprojekte sowie für komplexe Bahn- und Hafeninfrastruktur. GTAI/IHK
Durch Vietnams Großstädte rollt eine Welle an Großprojekten. Ho-Chi-Minh-Stadt erhält einen neuen Flughafen und mehrere Projekte sollen die Ver- kehrsverbindungen der Metropole verbessern. Einige der Großvorhaben werden noch 2026 fertiggestellt, darunter die Ringstraße 3 sowie mehrere wichtige Autobahnkreuze. Dadurch sollen die chronisch überlasteten Zufahrtswege zum Hafen Cat Lai spürbar entlastet werden. Zudem steht eine neue Autobahn parallel zur stark frequentierten Küstenautobahn 51 kurz vor der Fertigstellung. Sie wird den Zugang zum aufstrebenden Tiefseehafen Cai Mep erleichtern und den neuen Großflughafen Long Thanh anbinden, der rund 40 Kilometer östlich des Stadtzent- rums liegt. Im Umfeld des Flughafens entstehende Industrieparks müssen ebenfalls an das Verkehrsnetz angeschlossen werden, da im Juni 2026 die ersten Flüge starten sollen.
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IHK Global Business 05/2026
ihk.de/rhein-neckar
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