IHK-Global Business Ausgabe 5/2026

ASIEN-PAZIFIK

THAILAND Chemie treibt Industriewachstum

Euro) und ist damit die viertgrößte der ASEAN, hinter der in Indonesien, Singapur und Malay- sia. Nach Angaben des Department of Industrial Works, das zum Industrieministerium gehört, gibt es in Thailand 3.000 Chemieanlagen mit 125.000 Beschäftigten. Hinzu kommen 1.200 Anlagen der vorgelagerten Öl- und Gasindus- trie mit weiteren 18.000 Mitarbeitern. Die Chemie ist nach der Nahrungsmittel- und der Elektronikbranche der drittgrößte Industrie- zweig des Landes, noch vor der Automobil- industrie. Deutsche Firmen der chemischen Industrie stellen in Thailand ein breites Spektrum an Produkten her. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank und des VCI waren 2024 insgesamt 20 deutsche Chemieunternehmen mit Tochter- firmen in Thailand aktiv. Sie beschäftigten dort etwa 3.000 Mitarbeiter und erzielten einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Das entspricht 1,5 Prozent der Auslandsumsätze der Branche. Diesen Informationen zufolge investierten deut- sche Chemieunternehmen in den Jahren 2022 und 2023 jeweils etwa eine Milliarde Euro im Königreich. Laut einer VCI-Mitgliederumfrage vom November 2024 nennen deutsche Chemie- unternehmen Thailand als einen möglichen Standort für eine Diversifizierung außerhalb der USA. GTAI/IHK

Herzstück der thailändischen Chemiebranche ist die Petrochemie - sie verarbeitet Öl und Gas zu zahlrei- chen Zwischenpro- dukten, aus denen später Kunststoffe, Farben, Düngemit- tel, Kosmetika oder Medikamente her- gestellt werden.

Thailand hat eine große und gut ausgebau- te Chemiebranche. Sie bietet von der Verarbeitung von Öl und Gas über die Herstel- lung von Zwischenprodukten bis hin zu Endpro- dukten einen gut integrierten Industriesektor. Laut eines Rankings des deutschen Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) erzielte die thailändische Chemiebranche 2024 einen Umsatz von 30,1 Milliarden Euro (inklusive der pharmazeutischen Industrie: 32,5 Milliarden

CHINA Umweltgesetzbuch verabschiedet

Am 12. März 2026 hat China sein neues „Umweltge- setzbuch“ (Ecological and Environmental Code) verabschiedet, das am 15. August 2026 in Kraft tritt. Mit diesem Gesetzbuch wird ein Großteil der bislang geltenden umweltrechtlichen Einzelgesetze konsolidiert und ersetzt. Das neue Umweltgesetzbuch umfasst mehr als 1.200 Artikel und gliedert sich in fünf Teile: allgemeine Bestim- mungen, Vorschriften zur Prävention und Kontrolle von verschiedenen Arten der Umweltverschmutzung, Bestim- mungen zum Schutz der Ökologie (darunter Ökosysteme wie Wälder und Ozeane und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen), Vorgaben zur grünen und kohlen- stoffarmen Entwicklung sowie umfassende Haftungsbe- stimmungen. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzbuches werden insge- samt zehn bestehende einzelne umweltrechtliche Gesetze

aufgehoben. Hierzu zählen unter anderem das Umwelt- schutzgesetz (Environmental Protection Law), das Gesetz über Umweltverträglichkeitsprüfungen (Environmental Impact Assessment Law), das Gesetz zur Förderung einer saubereren Produktion, ferner die Spezialgesetze zur Prä- vention und Kontrolle der Wasser-, Luft- und Bodenver- schmutzung sowie der Lärmbelastung. Der letzte Teil des Gesetzbuches bündelt die bisherigen Haftungsregelungen, beispielsweise zur Verantwortlichkeit bei Verstößen gegen Vorgaben zur Vermeidung von Luft- verschmutzung. GTAI/IHK Das Umweltgesetzbuch finden Sie auf der Website des Umweltministeriums (nur in Chinesisch):

mee.gov.cn/ywgz/fgbz/fl/202603/t20260313_1146496.shtml

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IHK Global Business 05/2026

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