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Veränderung wagen Drei Kurzberichte aus Guinea und Kambodscha über Heraus- forderungen, neue Perspektiven und die Entdeckung dessen, was im Leben wirklich trägt.
Mehr als ein Abenteuer
Josh F. Natürlich ist es aufregend, für einen Kurzeinsatz ins Ausland zu gehen. Man hofft auf ein Abenteu er, darauf, viele Erfahrungen zu sammeln und un vergessliche Erinnerungen mitzunehmen. Und ja, das gehört auch dazu.
Doch ich durfte lernen, dass ich nicht im Mittelpunkt stehe. Es geht darum, dass Gott Menschen erreichen möchte. Dazu musste ich lernen, mich auf eine andere Kultur einzulassen und Gewohntes loszulassen. Anfangs fiel mir das leichter, als ich erwartet hatte, später wurde es herausfordernder. Besonders in den schwierigeren Momenten habe ich gelernt, auf Jesus zu vertrauen. Er war und ist mein Zufluchtsort. Rückblickend bin ich dankbar für alles, was ich erleben durfte. Die Veränderungen haben mich geprägt und mir gezeigt, dass Gott auch dann treu bleibt, wenn vieles ungewohnt ist.
Mehr gelernt als gelehrt
Noëmi B. Einmal weit weg von zu Hause zu sein und ein völ lig anderes Leben kennen zulernen, hat mich vor allem eines gelehrt: Bei
uns ist nicht immer alles besser, und oft braucht es weniger, um glücklich zu sein, als wir denken. Der Alltag in Guinea hat meinen Blick auf vieles verändert. Auch die Bibel habe ich neu entdeckt. Als ich selbst täglich mit stau bigen Füssen unterwegs war, wurde mir be wusst, was für eine besondere Geste es ge wesen sein muss, dass Jesus seinen Jüngern die Füsse wusch. Plötzlich wurden Geschich ten, die ich schon oft gelesen hatte, viel greifbarer. Eigentlich ging ich nach Guinea, um ande ren zu dienen und in der Schule mitzuhelfen. Doch am Ende wurde ich selbst reich be schenkt. In kurzer Zeit durfte ich unglaub lich viel lernen – über andere Menschen, über mich selbst und über Gott. Diese Erfahrungen haben mich ermutigt, in meinem Leben Veränderungen anzupacken: gastfreundlicher zu werden, bewusster Zeit mit Menschen zu verbringen und das We sentliche nicht aus den Augen zu verlieren.
Was Kambodscha mich gelehrt hat
Nicolas L. Seit Ende Januar bin ich im Lighthouse Pursat in Kambodscha im Einsatz. Das Lighthouse bietet Jugendlichen aus ländlichen Regionen ein Zu hause, damit sie in Pursat die Oberstufe besuchen und ihren Schulabschluss machen können.
Der Umzug von der Schweiz nach Kambodscha brachte viele Ver änderungen mit sich. Vertraute Freundschaften, Gespräche in der Muttersprache, die Gemeinschaft in meiner Heimatkirche und viele Gewohnheiten des Alltags fielen plötzlich weg. Besonders die Distanz zu Familie und Freunden forderte mich her aus. Gleichzeitig merkte ich, wie unterschiedlich Menschen Bezie hungen leben. In Kambodscha steht oft das gemeinsame Unterwegs sein im Vordergrund, während wir in Europa viel Wert auf intensive Gespräche legen. Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass viele meiner gewohnten Stüt zen weggefallen waren. Dadurch richtete sich mein Blick stärker auf Gott. Ich begann, mehr Zeit mit ihm zu verbringen und seine Nähe bewusster zu suchen. Meine Abhängigkeit von ihm ist gewachsen – und das empfinde ich als Geschenk.
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