Herbst
Herbst
Do it yourself Tipp: Fermentieren Gut für Bauchgefühl, Geschmack und Vorrat
Wichtig bleibt: Sauber arbeiten, hochwertiges Salz ohne Rieselhilfe verwenden und das Fermentiergut stets vollständig unter der Flüssigkeit halten. Dann entstehen kleine Gläser voller Charakter – saisonal, regional und mit echtem Mehrwert für Geschmack und Wohlbefinden.
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE Fermentieren macht Gemüse und Früchte haltbar, aromatisch und vielseitig. Gleichzeitig entstehen wertvolle Stoffwechselprodukte, die das Mikrobiom unterstützen und zu einer gesunden Darmfunktion beitragen können.
SCHON GEWUSST? Neben fermentiertem Gemüse gibt es auch fermentierte Gewürze. Während der Fermentation entstehen durch die Aktivität von Mikroorganismen natürliche Stoffwechselprodukte wie Milchsäure sowie eine besonders intensive Aromenvielfalt. Fermentierte Gewürze bringen nicht nur neue Geschmacksnuancen in die Küche, sondern berei- chern Gerichte auch um sekundäre Pflanzenstoffe, Nährstoffe und Fermentationsprodukte. Zusammen mit einer pflanzenbetonten und ballaststoffreichen Ernährung können sie dazu beitragen, die Darmge- sundheit zu unterstützen.
Fermentieren gehört zu den ältesten Küchen- techniken – und heute wissen wir wieder, warum sie so wertvoll ist. Wenn Gemüse und Früchte mit Salz, Zeit und guten Bedingungen fermentieren, entstehen neue Aromen und Milchsäurebakterien vermehren sich. Sie machen das Ferment ange- nehm säuerlich, helfen beim Haltbarmachen und es entstehen wertvolle Stoffwechselprodukte wie kurzkettige Fettsäuren, kleine Eiweißmoleküle und spezielle Zuckerbausteine. Diese Stoffwech- selprodukte können die Darmzellen unterstützen, entzündungsregulierende Prozesse begleiten und dazu beitragen, ein ausgewogenes mikrobielles Milieu zu fördern. Gerade im Herbst und Winter passt Fermentiertes wunderbar in die regionale Küche. Rotkohl, Weißkohl, Rote Bete, Karotten, Quitten, Äpfel oder Schlehen bringen Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und kräftige Farben mit. Durch die Fermentation gewinnen sie zusätzlich an geschmacklicher Tiefe und werden von vielen Menschen als bekömm- licher wahrgenommen. Für uns sind fermentierte Gläser kleine Gesundheitsbegleiter im Alltag. Schon eine kleine Menge kann ein Gericht berei- chern: Rotkohlferment zu Ofenkürbis, Rote Bete mit Meerrettich zu Kartoffeln, Quitten-Zwiebel- Chutney zu Käse oder Schlehen als herber Akzent zu Pilzen. So kommen Säure, Frische und Vielfalt auf den Teller – und genau diese Vielfalt liebt auch unser Darm.
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