Handbuch Bauen und Wohnen 2026

... und Stahl Stahl ist eine Legierung verschie­ dener Metalle mit dem Hauptbe­ standteil Eisen und einem Kohlen­ stoffgehalt von unter 2,06 %. Im Gegensatz zum Gusseisen lässt sich Stahl bearbeiten und verfor­ men, sein geschichtlicher Vorläu­ fer ist das Schmiedeeisen seit der Geschichtsepoche der Eisenzeit. Mit der Dampfmaschine und der Hochofentechnologie des 19. Jhdts. konnte man massenhaft Stahl pro­ duzieren, als Erstes wurde er im Eisenbahn-Streckenbau eingesetzt. Zur Pariser Weltausstellung 1889 gipfelte der Stahl mit dem Eiffel­ turm in seinem ersten hochbau­ technischen Meisterstück. Etwa zur gleichen Zeit wurde mit ­ tels der neuen Stahl-Skelettbau­ weise die US-amerikanische Hoch­ haus- und Wolkenkratzerarchitek­ tur kreiert, deren Geburtsort nicht etwa New York, sondern Chicago war. Wo praktischerweise auch der elektrische Aufzug und die Klima­ anlage miterfunden wurden. Bau­ stahl ist also relativ jung, auf ihn entfällt heute ca. die Hälfte des weltweiten Stahlverbrauchs. Stahlbeton Seine Bedeutung im Bauwesen hätte der Stahl nicht bekommen, wenn er nicht eine zum Beton pas­ sende Eigenschaft hätte, nämlich die idente Ausdehnung bei Erwär­ mung. Beton hat eine hohe Druck­ festigkeit, aber nur eine geringe Zug- bzw. Biegefestigkeit. Erst das Einbetonieren von Stahlstäben („Be- wehrung”) ermöglicht den Bau von Betondecken, Brücken usw. Kunststoffe Ausgangsmaterial ist ein organi­ scher Stoff, nämlich Erdöl. Es ist aus pflanzlichen Stoffen über lan ­ ge Zeiträume unter Luftabschluss, Druck und erhöhten Temperaturen entstanden. Eigentlich gibt es auch eine Reihe anderer, ebenfalls durch chemische Prozesse hergestell­ te „Kunststoffe” wie Glas, Kalk- mörtel oder Zement, aber nur die auf Erdölbasis erzeugten Stoffe werden Kunststoffe genannt. Sie haben eine relativ kurze Geschich­ te und sind dennoch aus dem heu- tigen Bauwesen nicht mehr wegzu­ denken: Wärmedämm-Schaumstof­ fe, Abdichtbahnen, Rohre, Dich- tungsmassen, Kleber, Farben, Form- teile im Bad usw.

BAUEN MIT HERZ UND GRÜNEN IDEEN.

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Die Salzburger Baumeister bauen MASSIV. NACHHALTIG. ÖKOLOGISCH.

Die Massivbauweise mit Ziegeln oder Beton ist schon sehr lange auch eine ökologische Bauweise. Mit regionalen Baustoffen, neuen, coolen und oft auch ungewöhnlichen Ideen bauen wir Ihre Wohn- träume. Und noch etwas: Wärmedämmung und Kältespeicher sind für unsere Bauweise selbstverständlich. EINFACHES PRINZIP – GROSSE WIRKUNG TBA – diese drei Buchstaben stehen für den Begriff der thermi- schen Bauteilaktivierung – und somit für ein echtes Zukunftspro- jekt. Die thermische Bauteilaktivierung ist eine verblüffend einfa- che Methode, ein Gebäude auf ganz natürliche und kostengünstige Weise im Winter zu heizen und im Sommer zu kühlen. Rohrleitungen aus Kunststoff werden in die Betonböden und -decken des Gebäudes verlegt, durch die Rohre fließt Wasser, das als Heiz- bzw. Kühlmedium dient. Die aktivierten Bauteile geben über ihre gesamte Fläche Wärme ab oder nehmen sie wieder auf – je nach Heiz- oder Kühlsituation. Die Möglichkeit, das Wärmeabgabe- system als natürliche Klimaanlage zu nutzen, ist in Verbindung mit Erdwärmetauschern oder Kaltwassersätzen eine interessante und günstige Kühlvariante.

„Wer massiv baut, spart dank thermischer Aktivierung nicht nur viel Geld fürs Heizen und Kühlen, sondern leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz.“

Landesinnungsmeister Bmst. Ing. Peter Dertnig

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