In diesem Fall kommen auch oft Spritzbeton, Geotextilien oder mul- chierende Strohmatten zum Ein satz. Böschungen über 2 m Höhe müssen durch eine mindestens 2 m breite, waagrechte Berme unterbrochen werden. Bermen sind Böschungs absätze und vermindern den Erd druck auf den Böschungsfuß. Eine Böschung mit steilem Hang und Bermen ist standsicherer als eine (flachere) durchgehende Böschung ohne Bermen. Spundwände Spundwandbohlen – meist aus Stahl – werden nebeneinander in den Bo den gedrückt, gerammt oder ge rüttelt. Die ca. 50 cm breiten Boh len sind seitlich so geformt, dass sie mit einem Schlosssystem inei nander greifen (Abb. unten). Auch eine Bodenvernagelung kann eine (unregelmäßig verlaufende) Bö- schung sichern. Die Baugrube wird abschnittsweise ausgehoben und die Böschung mit bewehrtem Spritz- beton und durch lange Bodennägel gesichert. Die Spritzbetonhaut ist nur wenige Zentimeter dick und der (Stahlgitter-)Bewehrungsanteil ge ring. Pölzung Dieser Begriff bezeichnet in Öster reich eine bauliche Maßnahme zur Abstützung und Sicherung von Gru ben- und Grabenwänden bzw. von Schächten und Stollen. Anderswo gibt es andere Bezeichnungen da für, so z.B. in der Schweiz das Wort Spriessung. Nach dem Einbringen kann die Bau grube ausgehoben werden. Je nach Tiefe müssen die Wände im dahin terliegenden Boden mit Ankern fi xiert werden (vgl. letz ter Absatz). Spundwände können wasserdicht hergestellt werden und daher in der Doppelfunktion Erddrucksiche rung und Wasserabwehr fungieren. Neben weiteren Wandverbausyste men ist vor allem noch die Ausstei fung von Baugruben mittels Ver ankerungen zu erwähnen. Zunächst werden verrohrte Bohrlöcher mit Durchmessern zwischen 7 und 15 cm in die Baugrubenwand getrieben, dann wird ein Stahlanker eingeführt. Dieser wird beim Herausziehen des Bohrgestänges mit eingepresstem Zementleim im Umgebungsboden quasi festgeklebt. Eine waagrechte Pölzung über seitlich an den Wänden aufliegen den Schalungsplatten wird oft bei Gräben angewendet. Die Abstände zwischen den waagrechten Sprei zen sollten nicht größer als deren Länge sein um den Druckverhält nissen gerecht zu werden. Böschungen Bei ausreichenden Platzverhältnis sen stellt die geböschte Baugrube ein einfaches und günstiges Ver fahren dar. die Böschung mit bewehrtem Spritz beton und durch lange Bodennägel gesichert. Die Spritzbetonhaut ist nur wenige Zentimeter dick und der (Stahlgitter )Bewehrungsanteil ge ring. Pölzung Dieser Begriff bezeichnet in Öster reich eine bauliche Maßnahme zur Abstützung und Sicherung von Gru ben und Grabenwänden bzw. von Schächten und Stollen. Anderswo gibt es andere Bezeichnungen da für, so z.B. in der Schweiz das Wort Spriessung. Eine waagrechte Pöl zung über seitlich an den Wänden aufliegenden Schalungsplatten ist bei Gräben möglich. Die Abstände zwischen den waagrechten Sprei zen sollten nicht größer als deren Länge sein.
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hergestellt werden und daher in der Doppelfunktion Erddrucksiche rung und Wasserabwehr fungieren. Neben weiteren Wandverbausyste men ist vor allem noch die Ausstei fung von Baugruben mittels Ver- ankerungen zu erwähnen. Zunächst werden verrohrte Bohrlöcher mit Durchmessern zwischen 7 und 15 cm in die Baugrubenwand getrieben, dann wird ein Stahlanker eingeführt. Dieser wird beim Herausziehen des Bohrgestänges mit eingepresstem Zementleim im Umgebungsboden quasi festgeklebt. Bei ausreichenden Platzverhält nissen stellt die geböschte Bau grube ein einfaches und günstiges Verfahren dar. Für die Berechnung der Böschungsneigung gibt es ge naue Vorgaben. Auch eine Bodenvernagelung kann eine (unregelmäßig verlaufende) Böschung sichern. n Erschütterungen durch den Bau stellenverkehr usw. n einer länger offen dastehenden Baugrube mit entsprechenden Witterungseinflüssen. I n diesem Fall kommen auch oft Spritzbeton, Geotextilien oder mulchierende Strohmatten zum Einsatz. Böschungen über 2 m Höhe müssen durch eine mindestens 2 m breite, waagrechte Berme unterbrochen werden. Bermen sind Böschungs absätze und vermindern den Erd druck auf den Böschungsfuß. Eine Böschung mit steilem Hang und Bermen ist standsicherer als eine (flachere) durchgehende Böschung ohne Bermen.
Spundwände Spundwandbohlen – meist aus Stahl – werden nebeneinander in den Bo den gedrückt, gerammt oder ge rüttelt. Die ca. 50 cm breiten Boh len sind seitlich so geformt, dass sie mit einem Schlosssystem inei nander greifen (Abb. unten). Nach dem Einbringen kann die Bau- grube ausgehoben werden. Je nach Tiefe müssen die Wände im dahin terliegenden Boden mit Ankern fi xiert werden (vgl. letzter Absatz). Spundwände können wasserdicht Eine weitere Absenkung des Bö schungswinkels ist erforderlich bei Die Böschungsneigung wird nach ÖNORM B 4433 berechnet und rich tet sich nach n der Bodenart n und der Baugrubentiefe. Die Neigung beträgt beispielsweise bei lockerem Sand und 2 m Tiefe 45°, bei 5 m Tiefe 36°. Bei halbfes tem Lehm beträgt sie hingegen bei 2 m Baugrubentiefe 90° (also noch keine Abböschung nötig!) und bei 5 m Tiefe 60°.
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