Photovoltaik In zwei Kristallschichten - meist aus Silizium - mit unterschiedlichen elek- trischen Eigenschaften entsteht bei Lichteinfall eine elektrische Span nung. Für die praktische Anwen- dung werden viele solcher Halblei terzelle in PV-Modulen oder -Pa neelen zusammengeschaltet. Es gibt zwei Betriebsarten: Inselbetrieb ohne Verbindung zum öffentlichen Netz, der Strom wird in Akkumulatoren - heute allgemein als Batterien bezeichnet - gespei- chert. Solche Anlagen können die Stromversorgung an abgelegenen Orten übernehmen und z. B. auf Almhütten die zuvor verwendeten Dieselgeneratoren ersetzen oder ergänzen (Hybridanlage). Noch kleinere Anwendungsgrößen im Leistungsbereich von 25 bis 50 Watt werden im Handel als mobile Geräte angeboten für Licht, Fern seher oder Laptop, und für kleine Haushaltsgeräte im Gartenhäus chen oder in Campingbussen. „Solarleuchten” für die Straßen- oder Gartenbeleuchtung nehmen zu. Von den Kosten her fällt dabei das Speichermedium (Akku) stär-
ker ins Gewicht als das Photovol- taikpaneel. Massenhaft verbreitet sind Solarzellen in der Kleinstan- wendung bei Armbanduhren, Ta schenrechnern etc. Netzparallelbetrieb: Strom wird in in das öffentliche Netz einge- speist, wenn er im Haushalt gerade nicht gebraucht wird. Umgekehrt kommt Strom bei Bedarf vom öf- fentlichen Netz. Da die Solarzellen Gleichstrom produzieren, benötigt man einen Wechselrichter, der die Gleichspannung in 230-Volt-Wech- selstrom umwandelt. Mit 20 – 25 m 2 Modulfläche lassen sich rund 4.000 – 5.000 Kilowatt- stunden im Jahr erzeugen, abhän- gig vom Standort. Bezeichnet wird die Leistung einer PV-Anlage mit der erzielbaren Spitzenleistung in Kilowatt peak (kWp). Durch den Aufbau riesiger Produk tionskapazitäten sind die Kosten der PV-Paneele radikal gesunken. Kostete Ende der 90er-Jahre für den Endverbraucher ein Watt peak (Wp) noch rund € 4, – , so sind es heu- te weniger als 1,0 € inkl. MWSt. Die Kosten für eine schlüsselferti- ge Gesamtanlage liegen bei etwas
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über 2,0 €/Watt Bruttoendpreis. (Preise ändern sich rasch). Das einzelne Solarmodul mit einer Standardgröße von 1,65 m 2 hat eine Leistung von 300 bis 340 Wp. „Bei tief stehender Wintersonne sind die Erträge aus vertikalen Pho- tovoltaik-Paneelen eine oft erfor- derliche Ergänzung zur Dach-PV. Damit können im Winter höhere Erträge erzielt werden, wenn die Wärmepumpe die Energie benö- tigt. Planerinnen und Planer soll- ten sich daher künftig mehr Ge- danken über nutzbare Fassadenflä - chen machen. Und: Wärmepumpe und PV müssen systemisch gut zu- sammenpassen (Hardware, Leis- tungen und Kommunikation).” Ing. Thomas Becker, ATB Becker, Vorstandsmitglied Photovoltaic Austria
Alle Modulhersteller geben eine Ga- rantie für mind. 80% der Nennleis- tung für 25 Jahre. Gemessen wur de jedoch laut deutschem Fraun- hoferinstitut nach 25 Jahren noch eine durchschnittliche Modulleis- tung von 90 % der Nennleistung. Am anfälligsten ist der Wechselrich- ter (hält zehn bis zwanzig Jahre). Saisonaler Stromverbrauch für Wärmepumpe und PV-Erträge mit 30°Dachneigung versus Fassade Abb. rechts: Keine Bruchgefahr bei heftigen Ball- kontakten.
GRAFIK: ATB BECKER, FOTO OBEN: BARBARA_WIRL_WIRLPHOTO, FOTO MITTE: FLORIAN LECHNER
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