IHK-Global Business Ausgabe 6/2026

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GROSSBRITANNIEN Unternehmen zeigen sich widerstandsfähig

Zukunft verhaltener und weitgehend unverändert im Vergleich zu vor sechs Monaten. Die allgemeine Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Vereinigten Königreich bleibt schwach. Nur 2 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, 35 Prozent erwarten eine weiterhin schleppende Entwicklung und 63 Prozent bewerten die Wachstumsaussichten negativ. Infolgedessen sind die Expansionspläne im Vereinigten Königreich deutlich zurückgegangen (14 Prozent gegenüber 23 Prozent im Herbst 2025). Dies deutet auf eine zuneh- mende Zurückhaltung der Firmen hin. Gleichzeitig planen jedoch 31 Prozent der Unternehmen, Personal aufzubauen, was trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten auf eine anhaltend robuste Arbeitskräftenachfrage hinweist. Die Bedeutung des britischen Marktes bleibt weiterhin der wichtigste Anreiz für Investitionen, während politi- sche Unsicherheit, schwache Nachfrage, brexitbedingte Handelshemmnisse sowie steigende Energiekosten zu den zentralen Herausforderungen zählen. Die Unternehmen fordern weiterhin eine deutliche Ver- besserung der Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union sowie den Abbau administrativer Hürden. Gleichzeitig passen sie sich den geopolitischen Risiken an, unter anderem durch Maßnah- men wie Nearshoring, die Erschließung neuer Märkte und den Aufbau höherer Lagerbestände. AHK Die vollständigen Umfrageergebnisse finden Sie auf der Seite der AHK Großbritannien:

Licht und Schatten: Trotz einer guten aktuellen Geschäftslage bleibt das Vertrauen in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Vereinig- ten Königreich bei den Unternehmen fragil.

Laut der aktuellen Frühjahrsumfrage der AHK Großbritannien in der deutsch-britischen Business Community bewerten 51 Prozent der Unternehmen ihre derzeitige Geschäftstätigkeit im Vereinigten Königreich positiv – eine deutliche Verbesserung seit dem Herbst – während 35 Prozent von einer stabilen und lediglich 6 Pro- zent von einer negativen Lage berichten. Trotz dieser aktuell guten Situation sind die Erwartungen für die nahe

 grossbritannien.ahk.de/de/marktinformation/deutsch- britischer-wirtschaftsausblick

EU Erleichterungen bei der Arbeitnehmerentsendung

standen häufig in keinem angemessenen Verhältnis zur Dauer und zum Zweck kurzfristiger Entsendun- gen. Dienstreisen, kurzfristige Projektabstimmungen oder technische Einsätze wurden dadurch unnötig verkompliziert und mit Rechtsunsicherheiten belastet. Die nun vorgesehenen Erleichterungen greifen zent- rale Forderungen der Wirtschaft auf: weniger Büro- kratie, mehr Rechtssicherheit und praxisnahe Regeln, die der Realität betrieblicher Abläufe entsprechen. Die formelle Verabschiedung durch das Europäi- sche Parlament und den Rat steht noch aus, doch die Einigung gilt als wichtiger Schritt für mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Binnen- markt. DIHK/IHK

Die europäischen Mitgliedsstaaten stehen kurz vor einer Reform zur Koordinierung der sozialen Sicher- heit, die grenzüberschreitende Arbeit deutlich vereinfa- chen soll. Kern der Reform ist die Abschaffung der A1-Bescheinigung bei Dienst und Geschäftsreisen. Darüber hinaus sind umfassende Ausnahmen für kurze Entsendungen vorgesehen: Bei Einsätzen von bis zu drei Tagen innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen entfällt die A1-Pflicht ebenfalls – branchenübergreifend, mit Ausnah- me des Bausektors. Für Unternehmen, insbesondere für KMU und international tätige Mittelständler, bedeutet dies eine spürbare Reduzierung administrativer Hürden. Die bislang geltenden Melde- und Nachweispflichten

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IHK Global Business 06/2026

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