IHK-Global Business Ausgabe 6/2026

ASIEN-PAZIFIK

MALAYSIA Datenzentren treiben Wasserverbrauch nach oben

Die Wasserver- und Abwasserentsorgung in

Malaysia ist im regionalen Vergleich gut entwickelt: Rund 97 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dennoch bleibt der Investitionsbedarf hoch. Nach Angaben der Malaysian Water Association (MWA) stoßen viele Klär- und Wasser- aufbereitungsanlagen an ihre Kapazitätsgrenzen, zudem besteht erheblicher Moderni- sierungsbedarf im Leitungs- netz. Bis 2030 dürfte der tägliche Wasserbedarf um etwa 20 Prozent auf 25 Millionen Kubikmeter steigen. Ein wesentlicher Wachs- tumstreiber ist die boomende Datenzentrumsbranche, die große Mengen Wasser für die Kühlung benötigt. Um den Druck auf die Wasserversor- gung zu verringern, werden künftig nur noch Projekte zum Bau von Tier-3- und Tier-4-Re- chenzentren mit effizienten Kühlsystemen genehmigt. Zudem müssen die Betreiber künftig mit rund 1,30 US-

Wartungsarbeiten am Wassernetz: Der steigender Bedarf durch was- serintensive Daten- zentren erhöht den Modernisierungs- druck.

165.000 KILOMETER umfasst das Wasserleitungs- netz in Malaysia. Die Röhren sind teilweise 30 bis 50 Jahre alt und anfällig für Lecks.

Dollar ein Drittel mehr pro Kubikmeter Wasser zahlen als andere Gewerbe. Die Nachfra- ge nach effizienter Kühltech- nik für dieses Segment dürfte daher in den nächsten Jahren weiter wachsen. Für deutsche Unternehmen ergeben sich daraus Geschäfts- chancen, insbesondere im Bereich effizienter Wasser- und Kühltechnologien. Vorausset-

zung für eine Marktteilnahme ist jedoch die Registrierung bei der nationalen Regulierungs- behörde SPAN gemäß den „Wa- ter Services Industry (Registra- tion of Supplier) Rules 2023“. Zudem müssen Unternehmen im Firmenregister der „Compa- nies Commission of Malaysia“ nach dem Companies Act 2016 als malaysische Gesellschaft eingetragen sein. GTAI/IHK

QUELLE: SPAN / GTAI

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