IJAB Jahresbericht 2025

SPOTLIGHTS

Methodiken abdeckten, darunter Erinnerungskultur, Inklusion, Jugendbeteiligung und Peace-Storytel - ling. Die Teilnehmenden wurden entsprechend ihrer Interessen zugeordnet, sodass ihre Erfahrungen an bestehende Engagements und persönliche Über - zeugungen anknüpfen konnten. Ein Teil der Gruppe arbeitete zudem an der sogenannten „Peace- Agenda“, die später Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Bundesjugendministerin Karin Prien vorgestellt wurde. Elemente dieser Agenda wurden durch Bei- träge von Teilnehmenden auch mittels digitaler und kreativer Formate sichtbar gemacht. Die intensive, einwöchige Auseinandersetzung inner - halb der Workshopgruppen führte zu vielfältigen krea - tiven Ergebnissen und eröffnete den Teilnehmenden zugleich Raum für Reflexion und persönliche Weiter - entwicklung. Wenn es persönlich wird – Begegnung in der Gedenkstätte Sachsenhausen Ein besonders bewegender Moment für viele Teil- nehmende war der Besuch der Gedenkstätte Sachsen- hausen. Dort hörten sie die persönliche Geschichte des polnischen Überlebenden Bogdan Bartnikowski und erlebten die Verbindung von individueller Erinnerung und historischer Dimension unmittelbar. Auch die Führung über das Gelände vermittelte das Ausmaß der Verbrechen auf eindrückliche Weise. Diese Erfahrungen flossen sichtbar in die weitere Arbeit der jungen Menschen ein.

Bundesjugendministerin Karin Prien (Mitte) mit den deutschen Teilnehmenden an Youth4Peace

Vielfalt in Inhalt, Ausdruck und Darstellung – die Workshops

Der 8. Mai – Tag des Gedenkens

80 junge Menschen aus 26 Ländern bedeuteten eine vielfältige Gruppe mit unterschiedlichen Biografien, Perspektiven und Ausdrucksformen. Ein zentrales Anliegen von „Youth4Peace“ war es daher, allen Teil- nehmenden die Möglichkeit zu geben, die für sie passende Form der Beteiligung zu wählen. Während sich einige eher in inhaltsorientierten Diskussionen wiederfinden, bevorzugen andere kreative Zugänge, um ihre Ideen, Forderungen und Emotionen auszu- drücken.

Der 8. Mai 2025 stellte in vielerlei Hinsicht einen Höhe - punkt der Jugendbegegnung dar: Mit der Teilnahme an der offiziellen Gedenkstunde im Deutschen Bundes - tag zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Welt - kriegs erhielten die Teilnehmenden Einblick in staat- liche Formen des Erinnerns. Im Anschluss trafen sie im Bundeskanzleramt Bundeskanzler Friedrich Merz, stellten ihm die erarbeitete Friedensagenda vor und traten mit ihm in den Austausch. In diesem Gespräch formulierten Teilnehmende aus verschiedenen Län- dern ihre Erwartungen an politische Verantwortung

Daraus entstanden acht verschiedene Workshops, die ein breites Themenspektrum mit verschiedenen

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