beyond 1|2026
Teilnehmende eines "train-the-trainer"-Seminars der ERYICAdemy, in Alicante (Spanien)
lichen Unterstützungsangebote und stellen Informatio- nen über Integrationsprozesse zur Verfügung, z. B. zu Youth Work for All 5 . Gleichzeitig stärken sie die Medi- enkompetenz, um Fehlinformationen und Fake News entgegenzuwirken. Für alle, die sich mit dem Thema Medien- und Informationskompetenz befassen möch- ten, hat ERYICA die Qualifizierungsmaßnahme MedYIa 6 entwickelt. Auch die Künstliche Intelligenz verändert die Art und Weise, wie junge Menschen auf Informationen zugreifen und mit ihnen interagieren. Angesichts der anhalten- den Debatten über europäische Regulierung und Kin- derschutz sowie die Überarbeitung der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste, müssen wir auf die Gefah- ren von Addictive Design * und die damit einhergehenden ethischen Herausforderungen aufmerksam machen. Jugendinformationsdienste können jungen Menschen helfen zu verstehen, wie Algorithmen funktionieren, welche Daten sie verwenden und wie man sich sicher und kritisch in der digitalen Welt bewegt. Als Reaktion auf dieses drängende Thema beteiligt sich ERYICA an der Entwicklung des AI Youth Navigator 7 . Dieser enthält Video-Tutorials zu KI-Tools für Mitarbeiter*innen der Jugendinformation. In einem weiteren Projekt geht es
um den ethischen Einsatz von KI in der Jugendinforma tionsarbeit ( youthinfo.ai ) 8 .
Für ERYICA liegt die Relevanz der Jugendinformation genau hier: an der Schnittstelle zwischen globalen Her- ausforderungen und realem Bedarf. Gut strukturierte Jugendinformationsdienste können das European Youth Information Quality Label erhalten, das von ERYICA und dem Europarat entwickelt wurde. Informationsdienste mit diesem Qualitätssiegel sind in der Lage: › Einen gerechten Zugang zu verlässlichen Informatio - nen zu gewährleisten, um Ungleichheiten abzubauen. › Angesichts der Tatsache, dass 72,9 % ( YouthInfo- Quest 9 ) der jungen Europäer*innen ihre Informatio- nen hauptsächlich über soziale Medien beziehen, die demokratische Teilhabe zu stärken. › Einen ausgewogenen Umgang mit digitalen Techno- logien und kritisches Denken zu vermitteln, um die Resilienz zu fördern. › Als Unterstützung in Krisenzeiten neutrale, aktuelle und verständliche Inhalte bereitzustellen.
* Anm. d. Ü.: Addictive Design bezeichnet die gezielte Gestaltung von Apps und digitalen Plattformen, um Nutzer*innen möglichst lange zu halten und an die Plattform zu binden.
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