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TITELTHEMA | LÜBECK 35

Unser kleines »Weberhäuschen«

Das Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert wurde durch - greifend saniert. Nach dem Kauf ließen die Bauherren die Konstruktion verändern und gleichzeitig den historischen Charakter des Gebäudes wiederherstellen. Quartiersgeschichte weitergeschrieben

Im südöstlichen Teil der Lübecker Altstadtinsel, dem sogenannten Johannes Quartier, liegt die etwa 170 m lange Weberstraße. Sie beginnt am Fuß der Sankt-Aegidi- en-Kirche und endet am Ufer des Krähenteichs. Sie gehört mit zu den wenigen Straßen in diesem Areal, die beim Luftangriff auf die Hanse­ stadt am 29. März 1942 nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden, und weist daher noch heute eine geschlossene historische Bebauung bescheidener Handwerkerhäuser aus mehreren Jahrhunderten auf.

Inmitten des Straßenzuges befindet sich ein Stadthaus von 1780. Es gehört dem Ehepaar Sandra und Hendrik Theis, das uns in seinem schmucken Eigenheim in rückwärtiger Lage der Carlebach-Synagoge empfängt. Als wir eintreten, sind wir erstaunt. Hier ist fast gar nichts alt. Viel moderner könnte das Ambiente nicht sein. Dabei erstreckt sich der gesamte Wohnraum auf gerade einmal 67 qm. Doch gute Architektur und Raum­ planung zeichnen sich eben dadurch aus, alles größer erscheinen zu lassen, als es in Wahrheit ist. >>

Die Neuordnung des verschachtelten Grundrisses ließ die ehemals kleinen Wohnräume ganz groß rauskommen.

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