PEG Geschäftsbericht 2024

Bericht des

Aufsichtsrats

Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, dass auf die Erhebung der Servicegebühr verzichtet wird. Aufsichtsratsvorsitzender Ellio Schneider über die aktuellen Entwicklungen auf der Generalversammlung 2024.

Oberste Priorität hatte für den Aufsichtsrat die Überwachung der Einhaltung der Ziele aus dem Strategischen Plan 2025. Die Schwerpunkte für das Jahr 2024 lagen dabei auf dem Ausbau des Kern- und Servicegeschäftes, der Weiter- entwicklung von PEGreen, der Kooperation mit Einkaufsverbünden und Lieferanten, der Ausweitung der Marketingaktivitäten und der Warengruppenfokussierung. Auch die Weiter- entwicklung des Bildungsangebotes und die Fokussierung der Beratungsleistungen hatten entsprechende Priorität. Hingegen konnten eine höhere Umsatzpotenzialausschöpfung je Mitgliedseinrichtung und eine höhere Mitglie- der-/Kundenbindung nicht realisiert werden. Fokussierte Einkaufsprojekte, individuelle und angemessene Preisfindung für die Mitglieder, die Präferenzen, Verbindlichkeit, Mengen, Ver- tragslaufzeiten und Vertragsmodelle beinhalten, konnten auch im Jahr 2024 nicht wie gewohnt das Geschäftsmodell der PEG unterstützen. Unabhängig davon, wird das Geschäftsmodell PEGplus weiter ausgebaut, um das vermittelte Einkaufsvolumen der PEG zu stabilisieren und perspektivisch wieder zu steigern. Auf der Ausgabenseite leitete der Vorstand entsprechende gegensteuernde Maßnahmen ein, ohne das Serviceniveau für die Mitglieder zu schmälern. Gerade in schwierigen Zeiten versteht sich die P.E.G. eG als kompetenter Partner, bei dem sich die Mitglieder auf gesi- cherte Lieferungen zu akzeptablen Preisen ver- lassen können. Um das Leistungsportfolio der

Genossenschaft den Mitgliedererwartungen anzupassen, wurden gezielt weitere Angebo- te entwickelt. Berichterstattung und Beratungen im Auf- sichtsrat und Vorstand konzentrierten sich ebenfalls auf die oben genannten Themen. Der Aufsichtsrat der P.E.G. eG hat im Ge- schäftsjahr 2024 die ihm nach Satzung und Ge- schäftsordnung zustehenden Aufgaben wahr- genommen und den Vorstand bei der Führung der Genossenschaft beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle grundlegenden Fragen der Entwicklung der P.E.G. eG rechtzei- tig und umfassend einbezogen. Der Vermittlungsumsatz beträgt im Geschäfts- jahr 2024 360,5 Millionen EUR gegenüber 368,0 Millionen EUR im Vorjahr. Die Gesamt- situation hat zu Umsatzverlusten in einigen Warengruppen geführt, da alle Mitglieder be- troffen waren und so im Jahr 2024 nicht den Umsatz aus den Vorjahren realisieren konn- ten. Die Anzahl der Anteilseigner sowie der angeschlossenen Mitgliedseinrichtungen ist gegenüber dem Vorjahr 2023 relativ konstant geblieben. Die Bonuserlöse belaufen sich auf 4.834 TEUR. Der Vorstand hat unter Mitwirkung des Aufsichtsrates entschieden, auch für das Ge-

schäftsjahr 2024 keine genossenschaftliche Rückvergütung auszuschütten. Ursächlich für diese Entscheidung ist der weiterhin auch durch die Gesamtsituation erwirtschaftete Jahresfehlbetrag, der auch durch Restruktu- rierungskosten der P.E.G. eG belastet ist. Vor diesem Hintergrund wurde beschlossen, dass auf die Erhebung der Servicegebühr verzichtet wird, um die Mitglieder finanziell nicht weiter zu belasten. In der Wahlperiode 2024/2025 fanden sieben Sitzungen des Aufsichtsrates für die Genos- senschaft und zwei weitere Sitzungen für die P.E.G. Servicegesellschaft mbH statt, in denen Themen zur Geschäfts- und Personalpolitik erörtert und die entsprechenden Beschlüsse gefasst wurden. In sieben weiteren gemeinsa- men Sitzungen mit dem Vorstand wurde über die Entwicklung der Genossenschaft und alle wesentlichen Geschäftsvorfälle mündlich und schriftlich berichtet. Darüber hinaus führte der Aufsichtsratsvorsitzende mehrfach Einzelge- spräche mit den Mitgliedern des Vorstands zu ausgewählten Sachthemen. Der Aufsichtsrat konnte seiner Aufgabe, die Geschäftsführung des Vorstandes aufgrund der Berichte und Auskünfte zu kontrollieren, nachkommen. Das Berichtswesen war dazu geeignet, die Überwachungsfunktion des Auf- sichtsrates umfassend wahrzunehmen.

Der Ukrainekrieg, die Inflation und erhebliche Veränderungen im Gesundheitsmarkt haben die Entwicklung der P.E.G. eG auch im Jahr 2024 stark beeinflusst. Durch Veräußerungen und Schließungen verlor die Genossenschaft weitere Anteilseigner. Darüber hinaus stehen erheblichen Einnahmeausfällen steigende Aus- gaben für Sach- und Personalkosten durch wei- ter hohe Energiekosten, Lebensmittelkosten, Rückforderungen staatlicher Unterstützungs- leistungen und die Erhöhung des Mindestlohns gegenüber. Auch diese Parameter beeinflussen weiterhin das Geschäftsmodell der P.E.G. eG in erheblichem Umfang. Der vermittelte Umsatz ist um 7,5 Millionen EUR gesunken (360,5 Millionen EUR / - 2,0 Prozent zum Vorjahr). Außerdem führten die schlechten Umfeldbedingungen bei den Mit- gliedern auch im Jahr 2024 zu Umsatzrück- gängen, die auch den Umsatz der Genossen- schaft entsprechend reduziert haben. Teilweise konnten hierdurch Umsatzschwellen bei den Lieferanten nicht erreicht werden. Satzungsge- mäß ist jedoch nicht die Umsatzhöhe der Ge- nossenschaft der Erfolgsparameter, sondern die Besserstellung der genossenschaftlichen Miteigentümer und die damit einhergehende Mitgliederzufriedenheit.

Gerade in schwierigen Zeiten versteht sich die P.E.G. eG als kompetenter Partner.

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