ITnI ThEaLlTtH E M A | INFRASTRUKTUR
DP WORLD Verkehrsträger eng verzahnen Flexibilität und Resilienz fragen die Kunden von großen Logistikern wie DP World nach, gerade in Zeiten unsicherer Lieferketten.
heimer Hafen als „leistungs- fähigen und verlässlichen Inland-Hub“ weiterentwickeln – für die regionale Wirtschaft ebenso wie für internationale Warenströme. Dabei spielen aus Sicht von Langer multimodale Verkehre eine zentrale Rolle: „Sie helfen Unternehmen aus der Region, ihre Lieferketten resilienter aufzustellen, Abhängigkeiten zu reduzieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Senkung von Emissionen zu leisten.“ Eine der größten Heraus- forderungen zur Erreichung dieser Ziele liegt aus Sicht des Logistikexperten aktuell weniger im operativen Betrieb als vielmehr in den strukturel- len Rahmenbedingungen. Seit Langem geplante und fachlich breit abgestimmte Maßnah- men würden auf Bundesebene nur verzögert oder gar nicht umgesetzt: „Dazu zählen unter anderem die Ablade- optimierung am Mittelrhein (Vertiefung der Fahrrinne, Anm. d. Red.), eine klare Ent- scheidung zur Verlängerung der Neckarschleusen sowie die seit Jahren aufgescho- benen Instandhaltungs- und Ausbaumaßnahmen im Schienen- und Straßennetz“, moniert Langer. Fehlende Planungssicherheit und ver- zögerte Infrastrukturprojekte erschwerten es, die Potenziale der Wasserstraße und der Schiene konsequent zu nut- zen. Gerade für einen multi- modalen Standort wie Mann- heim seien diese Themen von zentraler Bedeutung.
I m Mannheimer Handels- hafen – direkt am Neckar un- weit von Schokinag und MVV – bündelt DP World Container- verkehre über Bahn, Binnen- schiff sowie Lkw. Und verbin- det damit die Wirtschaftsregion Rhein-Neckar direkt mit den großen Seehäfen in Nord- und Westeuropa. Bei den transpor- tierten Gütern ist die Band- breite groß: Einen wesentlichen Anteil machen Produkte aus der Automobilindustrie sowie der Lebensmittelbranche aus. „Die Kombination aus leis- tungsfähiger Infrastruktur, industriellem Umfeld und trimodaler Anbindung macht Mannheim zu einem Stand- ort mit außergewöhnlichem Potenzial“, sagt Jens Langer,
Geschäftsführer DP World Intermodal. Mannheim sei für den Logistiker weit mehr als ein operativer Umschlagpunkt, sondern ein „strategischer Anker im südwestdeutschen Hinterland“. Gerade für eine exportstarke Region wie Rhein- Neckar sei eine starke Hin- terlandlogistik ein entschei- dender Wettbewerbsfaktor: „Mannheim verbindet Industrie, Handel und internationale Märkte auf kurzen Wegen und bietet damit klare Vorteile für Unternehmen vor Ort. Entspre- chend sehen wir hier langfris- tig sehr gute Perspektiven und weiteres Entwicklungspoten- zial“, sagt Langer. Auf lange Sicht will DP World seinen Standort im Mann-
Das Container- terminal von DP World am Neckarufer im Mannheimer Handelshafen
Gefragt sind moderne, multimodale
Transport- lösungen.
Jens Langer
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IHK Magazin Rhein-Neckar 03 | 2026
ihk.de/rhein-neckar
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