IHK-Magazin Ausgabe 3/2026

Inhalt TIPPS

SCHIEDSGERICHTSHOF Streitigkeiten unkompliziert und schnell beilegen Mit dem neuen IHK-Angebot können Betriebe wirtschaftliche Konflikte rechtsverbindlich lösen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.

RECHT & STEUERN

und eine rechtlich durch- setzbare Entscheidung außerhalb der staatlichen Gerichte.  Bei Bedarf kann bereits vorab eine Mediation ein- gesetzt werden. Dies gilt insbesondere, wenn laufen- de Geschäftsbeziehungen erhalten bleiben sollen. Welchen Nutzen haben Betriebe, die den SGH anrufen?  Die Verfahren sollen nach den Schiedsregeln des SGH innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen werden, bei Bedarf sogar in einem beschleunigten „Fast-Track“-Verfahren innerhalb von nur sechs Monaten.

Was ist ein Schieds- gerichtsverfahren?  Es ähnelt einem Gerichts- prozess, findet jedoch außerhalb der staatlichen Gerichtsbarkeit statt.  Die Parteien einigen sich mit einer Schiedsverein- barung auf ein privates Schiedsgericht, dessen Entscheidung – der Schieds- spruch – rechtsverbindlich und vollstreckbar ist.  Schiedsverfahren sind auch im internationalen Wirt- schaftsrecht üblich.

Wozu dient der neue Schiedsgerichtshof

(SGH)?

Konflikte in der Unternehmenswelt können rasch eskalieren. Mit dem DIHK-Schiedsgerichtshof gibt es eine Möglichkeit, eine Einigung zu erzielen.

 Der SGH ermöglicht ein vertrauliches Verfahren

Außergerichtliche Streitbeilegung: Diese Verfahren gibt es zusätzlich

1. Mediation  Freiwilliges Verfahren, bei dem ein neutraler Dritter – ein ausgebildeter Mediator – die Parteien unterstützt, eigenverantwortlich eine Lösung zu finden.  Dieser Mediator trifft keine Ent - scheidungen, sondern fördert die Kommunikation und das gegensei- tige Verständnis.  Ziel: Eine einvernehmliche Ver - einbarung, die auf den Interessen beider Seiten basiert.

 Ziel: Die einvernehmliche Ver - ständigung der Konfliktpart - ner. Sie sollen sich auch nach Beendigung des Streits gut in die Augen schauen und mit - einander Geschäfte machen können.  Eine Verfahrensordnung zur Schlichtung bietet die IHK Rhein-Neckar gemeinsam mit der IHK Karlsruhe und der Rechtsanwaltskammer Karls - ruhe als anerkannte Gütestelle.

 Geeignet ist dieses Verfahren nicht nur für Streitigkeiten zwischen Unternehmen, sondern auch bei innerbetrieblichen Konflikten. 2. Schlichtung  Ein neutraler Schlichter schlägt eine Lösung vor, nachdem er sich mit den Argumenten beider Seiten auseinandergesetzt hat.  Die Parteien können diesen Vor - schlag annehmen oder ablehnen.

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IHK Magazin Rhein-Neckar 03 | 2026

ihk.de/rhein-neckar

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