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HOCHWASSER UND STARKREGEN So können sich Unternehmen schützen Extremwetterereignisse bilden sich mitunter kurzfristig spontan. Tipps zur Vorsorge gibt es vom Bundesumweltministerium.
UMWELT & ENERGIE
bieten, Senken oder ähnlich exponierten Lagen befinden, sind gefährdet und durch weitergehende Schutzmaßnahmen zu sichern. Bei entsprechender Regeninten- sität kann es aber jedes Gebäude treffen, selbst auf einer Anhöhe. Denn Bäche können aufgrund von Sturz- fluten erheblich anschwellen, so dass auch Materialien, die abseits des normalen Bachbetts gelagert werden, bei Hochwasser mitgerissen werden können. Extreme Starkregen treten gehäuft wäh- rend der warmen Jahreszeit auf. Hilfreich kann deshalb sein, in den Sommermonaten aufmerksam die Großwetterlage zu verfol- gen und schon bei latenter Unwettergefahr Maßnahmen zu treffen. Die folgenden Punkte sollte jedes Unter- nehmen zusätzlich abklären, um einen individuellen Hochwasserschutzplan zu erstellen: Sind alle Reinigungsöffnungen und Schächte unterhalb der Rückstauebene nötig? Sind sie gegen drückendes Wasser gesichert? 2. 1. Gibt es Altanlagen (zum Beispiel meist unzulässige Drainagen), die volllaufen können und dann über die Grundstücksentwäs- serung bei Rückstau ins Gebäude fließen? 3. Ist das Grundstück durch Oberflächenab- fluss von der Straße, Nachbargrundstü- cken oder angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen besonders gefährdet? 4. Liegt das Grundstück in einem ausgewie- senen Überschwemmungsgebiet oder in einem Tiefbereich im Gelände? 5. Vorherige Schadensereignisse sind bekannt? Mit welchen Schadenshöhen ist daraus abgeleitet mindestens zu rechnen? 6. Sind technische Einrichtungen (zum Beispiel Öltanks) gegen Aufschwimmen gesichert? 7. Kann oberflächlich abfließendes Wasser einen Weg ins Haus finden?
Kritischer Blick beim Gang durch die Produktions- halle. Ist gewähr- leistet, dass das Gebäude bei Starkregen nicht überflutet wird?
Gut zu wissen: Jeder Niederschlag führt zu einem Anstieg des Wasserspiegels im Kanal. Dies ist ein normaler Betriebszustand und keine Störung. Mitunter erreicht der Abwas- serspiegel allerdings im Kanal die Anschlüsse der privaten Entwässerung und es kommt zum Rückstau im Gebäudeanschluss. Die Folge könnte der Austritt von Abwasser ins Gebäu- de sein, zum Beispiel über Bodenabläufe und Sanitäreinrichtungen, besonders – aber nicht nur – im Kellergeschoss. Mit Hilfe einer Rückstausicherung kann dies relativ einfach verhindert werden. Wichtig ist, dass alle Entwässerungen korrekt in das System eingebunden sind und die Rückstau- klappen regelmäßig gewartet werden. Der Einbau von Rückstausicherungen ist meistens in den kommunalen Abwassersatzungen vor- geschrieben. Außerdem zu beachten: Besonders Ge- bäude, die sich in Überschwemmungsge-
Mehr Tipps gibt es am 23. Juni beim Hochwas- serschutzforum: ihk.de/rhein- neckar/ hochwasser
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IHK Magazin Rhein-Neckar 03 | 2026
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