maxon Produktprogramm 2020 / 21

Die Standardspezifikation Nr. 100 maxon DC motor 1. Grundlagen

Die Standardspezifikation Nr. 101 maxon EC motor 1. Grundlagen

Die Standardspezifikation beschreibt Prüfungen, die am fertigen Motor und im Herstellprozess durchgeführt werden. Um den von uns festgelegten hohen Qualitätsstandard zu sichern, prüfen wir Materialien, Einzelteile und Baugrup- pen und den fertigen Motor auf Einhaltung der spezifizierten Masse und Eigen- schaften. Die Ergebnisse werden statistisch erfasst und können auf Wunsch vom Kunden eingesehen werden. Zur Anwendung gelangen Stichprobenpläne nach ISO 2859 und DIN / ISO 3951 (Attributprüfung, Folgeprüfung und Variab- lenprüfung) sowie Selbstkontrollen der Fertigung. Diese Standardspezifikation gilt immer, wenn nicht eine andere Spezifikation zwischen dem Kunden und maxon vereinbart wurde. 2. Daten 2.1 Elektrische Daten gelten bei 22° bis 25°C. Datenkontrolle innerhalb einer

Die Standardspezifikation beschreibt Prüfungen, die am fertigen Motor und im Herstellprozess durchgeführt werden. Um den von uns festgelegten hohen Qualitätsstandard zu sichern, prüfen wir Materialien, Einzelteile und Baugrup- pen und den fertigen Motor auf Einhaltung der spezifizierten Masse und Eigen- schaften. Die Ergebnisse werden statistisch erfasst und können auf Wunsch vom Kunden eingesehen werden. Zur Anwendung gelangen Stichprobenpläne nach ISO 2859 und DIN / ISO 3951 (Attributprüfung, Folgeprüfung und Variab- lenprüfung) sowie Selbstkontrollen der Fertigung. Diese Standardspezifikation gilt immer, wenn nicht eine andere Spezifikation zwischen dem Kunden und maxon vereinbart wurde. 2. Daten 2.1 ElektrischeDaten gelten bei 22° bis 25°Cund Verwendung einer 1-Quadranten- Steuerung mit Blockkommutierung. Datenkontrolle innerhalb einer Minute Laufzeit. Messspannung

Minute Laufzeit. Messspannung Leerlaufdrehzahl Leerlaufstrom Drehrichtung Motorlage

±0.5 % für Spannungen ≥ 3 V und ±0.015 V für Spannungen ≤ 3 V

±0.5 % für Spannungen > 3 V und ±0.015 V für Spannungen ≤ 3 V

±10 %

Leerlaufdrehzahl Leerlaufstrom Drehrichtung Motorlage

±10 %

≤ Maximalwert cw = Rechtslauf

≤ Maximalwert cw = Rechtslauf

waagrecht oder senkrecht Hinweise: Die Messspannung kann von der aufgeführten Nennspannung im Katalog abweichen. Der im Katalog spezifizierte Leerlaufstrom ist ein typischer Wert und nicht der Maximalwert. Bei Anschluss der roten Litze oder mit + be- zeichnetem Terminal am Pluspol dreht die Welle (auf die Stirnseite gesehen) im Uhrzeigersinn. Für Linkslauf (ccw) können die spezifizierten Toleranzgrenzwer- te geringfügig überschritten werden. Anschlusswiderstand: In der Fertigung wird stellvertretend der Wicklungs- widerstand in Stichproben überprüft. Der Anschlusswiderstand wird bei der Produktqualifikation ermittelt. Dabei ist zu beachten, dass Anschlusswider- stand von der Rotorstellung abhängt. Aufgrund des stromdichteabhängigen Übergangswiderstands bei Graphitbürsten liefert eine Widerstandsmessung mit einem Ohmmeter bei kleinem Strom keine sinnvollen Ergebnisse. Bei den Edelmetallbürsten zeigt die Widerstandsmessung einen zu kleinen Wert an, wenn die Bürste zwei Kollektorlamellen überbrückt und damit eine Teilspule kurzschliesst. Die Induktivität wird bei der Produktqualifikation ermittelt. Die Messfrequenz beträgt 1 kHz. Die Anschlussinduktivität des Motors ist frequenzabhängig. Kommutierung: Die Kontrolle der neutralen Einstellung und die Prüfung auf elektrische Fehler, wie z.B. Wicklungsunterbruch und Windungsschluss, erfolgt mittels Oszilloskop. Die Kommutierungsbilder von Edelmetall- und Graphit- bürsten sind nicht direkt vergleichbar. Edelmetallbürsten zeigen ein klarer ge- zeichnetes Kommutierungsbild, das bis etwa zur Grenzdrehzahl störungsfrei bleibt. Bei Graphitbürsten ist dies nur bis etwa 1/3 Grenzdrehzahl zu erwarten. Mit zunehmender Betriebsdauer verändern sich beim Graphitbürstenmotor der Bürstenübergangswiderstand und wegen der Lamellenüberdeckung auch die Drehmomentkonstante. Als Folge davon ändern sich Leerlaufstrom und Drehzahl geringfügig. Ein ähnlicher Effekt ist auch festzustellen, wenn der Mo- tor längere Zeit im Leerlauf betrieben wurde. 2.2 Mechanische Daten entsprechend Massbild: Montageabhängige Masse werden nach Stichprobenplan geprüft. Davon ausgenommen sind Form- und Lagetoleranzen. Dabei werden Standardmessmittel (elektrische Längenmes- sung, Messschrauben, Messuhren, Messschieber, Grenzlehrdorne und Ge- windelehrdorne, u.a.) eingesetzt. Die Kalibrierung der Messmittel lehnt sich an folgenden Normen an: − E N ISO 10012:2003 Messmanagement Systeme−Anforderungen an Mess- prozesse und Messmittel − E N ISO/IEC 17025 Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien − VDI/VDE/DGQ 2618 Prüfmittelüberwachung 2.3 Unwucht: Rotoren werden entsprechend unserer Standardvorgabe im Ferti- gungsprozess ausgewuchtet. 2.4 Geräusch: Es wird subjektiv auf Ausreisser innerhalb einer Charge geprüft. Die im Motor stattfindenden Bewegungsabläufe verursachen drehzahlabhängige Geräusche und Vibrationen. Diese können von unterschiedlicher Frequenz und mehr oder weniger starker Intensität sein. Der Geräuschpegel eines Einzel- musters erlaubt keinen eindeutigen Schluss auf das Geräusch oder Vibrations- niveau einer zukünftigen Lieferung. 2.5 Lebensdauer: Die Lebensdauertests werden im Rahmen der Produktqualifi- kation nach internen, einheitlichen Kriterien durchgeführt. Die Lebensdauer eines Motors hängt im Wesentlichen von den Betriebsdaten und den Umge- bungsbedingungen ab. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten erlaubt uns daher keine allgemeine Lebensdaueraussage. 2.6 Umgebungseinflüsse Korrosionsschutz: Unsere Produkte werden bei der Produktqualifikation in An- lehnung an die Norm DIN EN 60068-2-30 geprüft. Beschichtung der Komponenten: Zur Anwendung kommenden Oberflächen und Beschichtungsverfahren sind nach korrosionsschützenden Gesichts- punkten ausgewählt. Die Prüfung solcher Schichten wird nach der jeweils an- wendbaren Norm bei der Produktqualifikation durchgeführt. 3. Vom Datenblatt abweichende bzw. ergänzende Parameter können festge­ legt werden und sind dann als Kundenspezifikation Bestandteil der sys­ tematisch durchgeführten Prüfung. Prüfzertifikate werden nach voraus­ gehender Vereinbarung mitgeliefert.

waagrecht oder senkrecht Hinweise: Die Messspannung kann von der aufgeführten Nennspannung im Katalog abweichen. Der im Katalog spezifizierte Leerlaufstrom ist ein typischer Wert und nicht der Maximalwert. Bei Anschluss des Motors nach Katalog (oder Bedruckung) dreht die Welle (auf die Stirnseite gesehen) im Uhrzeigersinn. Der Anschlusswiderstand wird in Stichproben überprüft. Die Induktivität wird bei der Produktqualifikation ermittelt. Die Messfrequenz beträgt 1 kHz. Die Anschlussinduktivität ist frequenzabhängig. Mit diesen Mes- sungen sind die spezifizierten elektromechanischen Parameter ausreichend sichergestellt. 2.2 Mechanische Daten entsprechend Massbild: Montageabhängige Masse werden nach Stichprobenplan geprüft. Davon ausgenommen sind Form- und Lagetoleranzen. Dabei werden Standardmessmittel (elektrische Längenmes- sung, Messschrauben, Messuhren, Messschieber, Grenzlehrdorne und Ge- windelehrdorne, u.a.) eingesetzt. Die Kalibrierung der Messmittel lehnt sich an folgenden Normen an: − E N ISO 10012:2003 Messmanagement Systeme − Anforderungen an Mess- prozesse und Messmittel − E N ISO/IEC 17025 Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien − VDI/VDE/DGQ 2618 Prüfmittelüberwachung 2.3 Unwucht: Rotoren für EC-Motoren mit Luftspaltwicklung werden entsprechend unserer Standardvorgabe im Fertigungsprozess ausgewuchtet. Für EC-Moto- ren mit bewickelten Statorzähnen werden die Rotoren in Lehren montiert aber standardmässig nicht ausgewuchtet. An fertigen Motoren ist nur eine subjekti- ve Beurteilung möglich, die als Stichprobe erfolgt. 2.4 Die Spannungsfestigkeit wird in Anlehnung der Normen DIN EN 60204-1 und EN 60034-1 zu 100 % mittels Hochspannungstester durchgeführt. An- schluss zwischen Motoranschluss (elektrisch) und Motorgehäuse oder Motor- welle. Davon ausgenommen sind Artikel mit integrierter Elektronik. Testbedingungen EC-Motoren ≤ ∅ 13 mm − Prüfspannung 250 VDC für 2 s (Motor im Stillstand) − Rampenzeit (Auf und Ab): 1 s 2.5 Geräusch: Es wird subjektiv auf Ausreisser innerhalb einer Charge geprüft. Die im Motor stattfindenden Bewegungsabläufe verursachen drehzahlabhängige Geräusche und Vibrationen. Diese können von unterschiedlicher Frequenz und mehr oder weniger starker Intensität sein. Der Geräuschpegel eines Einzel- musters erlaubt keinen eindeutigen Schluss auf das Geräusch oder Vibrations- niveau einer zukünftigen Lieferung. 2.6 Lebensdauer: Die Lebensdauertests werden im Rahmen der Produktqualifi- kation nach internen, einheitlichen Kriterien durchgeführt. Die Lebensdauer eines EC-Motors hängt im Wesentlichen von der Lagerlebensdauer ab. Diese wird bestimmt durch die Betriebsart, die Lagerbelastung und die Umgebungs- bedingungen. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten erlaubt uns daher keine allgemeine Lebensdaueraussage. 2.7 Umgebungseinflüsse Korrosionsschutz: Unsere Produkte werden bei der Produktqualifikation in An- lehnung an die Norm DIN EN 60068-2-30 geprüft. Beschichtung der Komponenten: Zur Anwendung kommenden Oberflächen und Beschichtungsverfahren sind nach korrosionsschützenden Gesichts- punkten ausgewählt. Die Prüfung solcher Schichten wird nach der jeweils an- wendbaren Norm bei der Produktqualifikation durchgeführt. 3. Vom Datenblatt abweichende bzw. ergänzende Parameter können festge­ legt werden und sind dann als Kundenspezifikation Bestandteil der syste­ matisch durchgeführten Prüfung. Prüfzertifikate werden nach vorausge­ hender Vereinbarung mitgeliefert. − Gut / Schlecht Ausgang − Leck-Strom < 0.25 mA Testbedingungen EC-Motoren > ∅ 13mm − Prüfspannung 500 VDC für 2 s (Motor im Stillstand) − Rampenzeit (Auf und Ab): 1 s − Gut / Schlecht Ausgang − Leck-Strom: < 0.5 mA

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Ausgabe September 2020 / Änderungen vorbehalten

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