IHK-Global Business Ausgabe 11/2026

ASIEN-PAZIFIK

THAILAND Moderne Agrartechnik liegt im Trend

Die Landwirtschaft spielt in Thailand eine wichtige wirt-

nehmen Landmaschinen nutzen. Die wichtigsten sind Traktoren, gefolgt von Mähdreschern. Unabhängige Bauern kaufen kleinere Geräte wie Sprüher, Jätmaschinen, Motorhacken oder Pumpen. Fachleute erwarten, dass Lohnunternehmen stärker ausgelastet sein werden und neue Maschinen mit Navigationstechnik, Telematik, Sensoren, Präzisions- sprühtechnik und Automatisierung anschaffen werden. In den letzten 30 Jahren hatte kaum eine Konsolidierung zu größeren Betrieben und Flächen stattgefun- den. Beobachter berichten nun von einer zunehmenden Bündelung von Ernteeinheiten. Vor allem die Demo-

grafie treibt den Wandel an. Thailands Landwirte sind im Durchschnitt über 60 Jahre alt. Wenn ältere Betriebs- inhaber in den Ruhestand gehen und keine Nachfolger finden, werden ihre Flächen teilweise von größeren Be- trieben übernommen. Höhere Qualitätsansprüche der Kunden erfordern auch einen stärke- ren Einsatz von Präzisionsmaschinen, denn die Absatzländer im Ausland regulieren und standardisieren zu- nehmend Agrarrohstoffe und Nah- rungsmittel. Auch das Smart Farming liegt im Trend, was den Einsatz von Sensoren, von satellitengestützten Messtechniken oder künstlicher Intelligenz erfordert. GTAI/IHK

schaftliche Rolle. Der Sektor beschäf- tigt rund 30 Prozent aller Arbeitskräf- te und erzielt circa 9 Prozent der Wirtschaftsleistung. Trotz dieser starken Rolle hat der Agrarsektor noch nicht das technische Niveau entwickelter Agrarindustrieländer erreicht. Vor allem der Einsatz von großen, teuren Landmaschinen ist gering. Denn jenseits von großen Zuckerrohr- oder Maisplantagen prägen sehr kleine bäuerliche Betriebe die Agrarbranche. Diese Kleinbauern sind häufig in Kooperati- ven organisiert und können so als Gemeinschaft oder über Lohnunter-

UZBEKISTAN Boomender Automarkt zieht internationale Hersteller an

Das zentralasiatische Land entwickelt sich zu einem der dynamischsten Automobilmärkte Zentralasiens. 2025 wurden mehr als 427.000 Neuwagen verkauft, was der doppelten Menge des benachbartem Kasachstans entspricht. Eine junge, wachsende Bevölkerung und steigende Einkommen treiben die Nachfrage. Gleichzeitig baut die Regierung die lokale Automobilindustrie aus und setzt verstärkt auf internationale Investitionen. Auch deutsche Unternehmen können von dieser Ent- wicklung profitieren. Volkswagen will sein Händlernetz in Usbekistan bis 2028 nahezu verdoppeln und plant gemein- sam mit dem Partner Alyans Auto noch 2026 die Montage von Fahrzeugen in Taschkent. Zunächst sollen vormontierte Bausätze zusammengesetzt werden. Perspektivisch ist eine Fertigung mit Schweiß- und Lackierarbeiten und damit höhe- rer lokaler Wertschöpfung vorgesehen. Dies würde auch neue Geschäftschancen für deutsche Automobilzulieferer eröffnen. Bereits heute investieren Unternehmen in neue Werke und Produktionskapazitäten. Der chinesische Hersteller BYD betreibt bereits seit 2024 ein Werk für Elektro- und Hybridfahrzeuge in Jizzax. Weitere Projekte zielen auf die Fertigung von Fahrzeugen, Komponenten und Nutzfahr- zeugen. Bei ADM Jizzakh soll der Anteil lokal gefertigter Bauteile bis 2027 von 348 auf 972 steigen. Besonders dynamisch entwickelt sich die Elektromobili- tät. 2025 wurden in Usbekistan rund 40.000 Elektrofahr- zeuge verkauft. Das ist nahezu die Hälfte der E-Auto-Ver-

käufe in der weiteren eurasischen Region. Die Regierung will den Anteil von E-Fahrzeugen am Fahrzeugbestand bis 2030 auf 10 Prozent erhöhen und fördert unter anderem Kredite, Ladeinfrastruktur und E-Taxis. Für deutsche Unternehmen ergeben sich dadurch Chan- cen nicht nur bei Fahrzeugen und Kfz-Teilen, sondern auch bei Maschinen, Produktionsanlagen, Automatisie- rung und Ladeinfrastruktur. GTAI/IHK

Kfz-Industrie floriert: So wie hier in der BYD-Fabrik in Jizzax könn- ten auch bald deutsche Automobile in Usbekistan vom Band rollen. Auch VW plant eine lokale Montage.

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