InShTAaNltDORT
SCHWETZINGEN Digitale Sichtbarkeit verstärken Die Spargelstadt rückt die Menschen und Angebote ihrer Innenstadt mehr ins Blickfeld. Dahinter stehen Maßnahmen, die aus der IHK-Innenstadtberatung hervorgegangen sind.
wald. „Jeder hat den Eindruck, dass er hier eine gute Zeit ver- bringen kann. Wir haben hier eine Perle, die es zu pflegen gilt“, sagt er über die Stadt. Genau diese Aufenthaltsquali- tät und die besondere Atmo- sphäre sind es, auf die Schwet- zingen bei der Entwicklung seiner Innenstadt setzt. Die Stadt profitiert dabei von ihrer Bekanntheit als Ausflugsziel und den Besucherströmen rund um Schloss, bei den Festspielen und während der Spargelsaison. Gleichzeitig steht auch Schwet- zingen vor den Herausforde- rungen, die viele Innenstädte beschäftigen: verändertes Kauf- verhalten, Online-Handel und steigende Anforderungen an Handel, Veranstaltungen und Stadtgestaltung. Einen wichtigen Impuls, die vielschichtigen Herausforde- rungen anzugehen, gab die IHK-Innenstadtberatung der IHK Rhein-Neckar, die 2022 startete. Ein Jahr später lag ein Maßnahmenkatalog vor. Zu den wichtigsten Empfehlungen gehörten eine stärkere digitale Vermarktung der Innenstadt, die Aufwertung und die größe- re Sauberkeit der Fußgänger- zone, die Weiterentwicklung des Stadtmarketings, Verbes- serungen beim Parken sowie ein aktiveres Management des Wochenmarkts. „Der Blick von außen war hilfreich, um Priori- täten zu setzen und konkrete Projekte anzustoßen,“ sagt Lea Michelberger, Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung. So hat die Stadt unter anderem neue Abfallbehälter installiert,
die Reinigung intensiviert, zusätzliche Fahrradabstell- möglichkeiten geschaffen und die Beschilderung vereinfacht. Statt vieler einzelner Hinweis- tafeln weist heute ein zentrales Informationsschild den Weg. Geplant sind zudem die Um- gestaltung des Alten Mess- platzes sowie eine Aufwertung des Rathausumfeldes. Mehr Grün und zusätzliche Aufent- haltsmöglichkeiten sollen dazu beitragen, die Innenstadt noch stärker als Ort zum Verweilen zu positionieren. Eine wichtige Rolle bei der Innenstadtentwicklung spielt gemeinsam mit der Ver- waltung das Stadtmarketing Schwetzingen (SMS). Der Ver- ein entstand aus dem Gewer- beverein und hat sich in den vergangenen Jahren professio- nalisiert. Mit Oliver Engert gibt es heute einen hauptamtlichen Geschäftsführer, der sich aus- schließlich um Innenstadtmar- keting, Veranstaltungen und Kommunikation kümmert. „Das ist im Ehrenamt kaum noch darstellbar“, sagt Engert. Die Anforderungen seien deut- lich komplexer geworden, ge- rade bei der digitalen Kommu- nikation „Social Media macht niemand mehr nebenbei. Man muss ständig schauen, was passiert, welche Themen die Mitglieder beschäftigen und wie man Reichweite erzeugt.“ Die Professionalisierung zeigt in Schwetzingen Wirkung, sie- he Abrufzahlen des Instagram- Kanals des Stadtmarketings. Neben Veranstaltungsan-
W erkbänke sind das erste, was Carsten Kissner sieht, wenn er morgens die Tür seines Schmuck-Ate- liers im historischen Marstall öffnet. Die Goldschmiede- Werkstatt ist bewusst Teil des Verkaufsraums. Kunden können beobachten, wie Schmuckstücke entstehen, Kissner Fragen stellen und mit den Mitarbeitern ins Gespräch kommen. „Das offene Atelier kommt sehr gut an“, so der Unternehmer. Die Kunden des Goldschmiedemeisters kommen längst nicht nur aus Schwetzingen. Viele nehmen Anfahrten von einer Stunde oder mehr in Kauf, kommen aus der Pfalz oder dem Oden-
Welches Metall ist das passende? Carsten Kissner hochkonzentriert bei der Arbeit in seinem Schmuck- Atelier
Die Stadt ist auf einem wirklich gu- ten Weg.
Carsten Kissner
38
IHK Magazin Rhein-Neckar 05 | 2026
ihk.de/rhein-neckar
Made with FlippingBook Learn more on our blog