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UNGARN Neue Zugflotte für den Fernverkehr
Investitionsvolumen von deutlich über 2 Milliarden Euro. Grundlage ist ein Regierungsbeschluss vom Februar 2026. Geplant sind bis zu 70 Dieseltriebzüge, davon 20 optional. Die Finanzierung erfolgt über einen staatlich abgesicherten Kredit. Mindestens 10 Prozent der Mittel stammen aus dem Staatshaushalt. Zusätzlich sollen elektrische Triebzüge aus EU-Mitteln des Integrierten Verkehrsentwicklungspro- gramms (IKOP) beschafft werden. Die entsprechenden Aus- schreibungen werden in den kommenden Monaten erwartet. Parallel plant die Regierung die Erneuerung der Intercity- Wagenflotte. Nach Branchenangaben könnten bis zu 286 sogenannte IC+-Wagen gebaut werden. Sie sollen über- wiegend in eigenen Werken der Staatsbahn entstehen. Der Wert dieses Programms wird auf 400 Millionen bis 600 Millionen Euro geschätzt. Aktuell setzt MÁV auf eine gemischte Flotte aus klassi- schen Intercity-Wagen und moderneren Triebzügen. Viele Wagen stammen noch aus den 1970er und 1980er Jahren. Im Regionalverkehr prägen seit Jahren elektrische Trieb- züge von Stadler das Bild, während bei Dieseltriebwagen hoher Modernisierungsbedarf besteht. Mit dem neuen Beschluss soll die überalterte Flotte schrittweise ersetzt werden. GTAI/IHK
Modernisierung steht an: Ungarns Bahn ist vielerorts noch von älterem Rollmaterial geprägt. Neue Beschaffungen sollen die alten Fernverkehrszüge schrittweise ersetzen.
Ungarn plant eine umfassende Erneuerung seiner Bahnflotte. Dafür bereitet das staatliche Eisenbahn- unternehmen MÁV ein Beschaffungsprogramm für Fernverkehrszüge vor. Branchenkenner rechnen mit einem
TÜRKEI Verbot von Einwegplastik geplant
Die Türkei bereitet einen umfassenden Schritt zur Reduzierung von Kunststoffabfällen vor: Im Rahmen ihres Nationalen Plans zur Kreislaufwirtschaft 2025–2028 soll der Einsatz von bestimmten Einwegplastikprodukten stark eingeschränkt werden. Ziel ist es, die Umweltauswir- kungen von Kunststoffmüll zu verringern und zugleich die Grundlage für eine nachhaltige, ressourcenschonende Wirtschaft zu schaffen. Betroffen von den geplanten Maßnahmen sind Produkte wie Plastikbesteck, Teller, Strohhalme und Wattestäbchen. Die Initiative orientiert sich an der EU-Richtlinie über Ein- wegplastik von 2019 und markiert einen wichtigen Schritt, um die Türkei in Einklang mit internationalen Umwelt- standards zu bringen. Zudem ist sie Teil einer umfassen- den Roadmap, die auch die Reduzierung von Meeresmüll und Mikroplastik adressiert. Sie folgt dem Verbot von Plastiktüten aus dem Jahr 2019, welches bisher über 3 Mil- lionen Tonnen Plastikmüll eingespart hat. Derzeit befindet sich die Verordnung noch im Entwurfs- stadium. Nach Abschluss der Konsultationen mit Indust- rieverbänden, NGOs und anderen Interessengruppen soll die Regelung voraussichtlich bis Ende 2026 in Kraft treten. Für Unternehmen mit Handelsbeziehungen zur Türkei be-
deutet dies, dass sie ihre Lieferketten, Verpackungen und Produkte frühzeitig auf die neuen Anforderungen vorbe- reiten sollten. Die türkische Regierung nutzt diese Initiative auch, um die nationale Wirtschaft stärker auf Kreislaufwirtschafts- prinzipien auszurichten. Für international tätige Unterneh- men eröffnet sich damit die Chance, nachhaltige Innova- tionen zu fördern und gleichzeitig regulatorische Risiken zu minimieren. Die Einhaltung künftiger Vorschriften wird künftig zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor im türkischen Markt. Offizielle Informationen zu den Plänen finden sich in der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie des türkischen Umweltministeriums. Unternehmen sollten diese Doku- mente als Leitfaden nutzen, um ihre Strategien rechtzeitig anzupassen und regulatorische Compliance sicherzustel- len. IHK Diese ist auf der Seite des türkischen Umweltministeriums abrufbar (auf Türkisch und Englisch):
cygm.csb.gov.tr/haberler/2025-2028-ulusal-dongusel-ekonomi- stratejisi-ve-eylem-plani-yururluge-girdi-296346
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IHK Global Business 05/2026
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