EUROPA
EU Vorschlag für EU-weite Gesellschaftsform
Die EU-Kommission hat am 18. März 2026 einen Verordnungsentwurf für eine neue europaweite Gesell- schaftsform, die „EU Inc.“, vorgelegt. Ziel ist es, insbesondere Start-ups, aber auch anderen Unternehmen, das grenzüber- schreitende Wachstum im EU-Binnenmarkt zu erleichtern. Die EU Inc. soll eine Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung und eigener Rechtspersönlichkeit sein. Sie kann online gegründet werden, ohne Mindestkapital, mithilfe eines einheitlichen EU-Formulars und innerhalb von 48 Stunden. Sitz und Hauptverwaltung müssen in der EU liegen. Verwaltungsprozesse werden durch das „Once-on- ly“-Prinzip vereinfacht, bei dem Daten automatisch an Steuer-, Register- und Sozialbehörden weitergeleitet werden. Ein zentraler Vorteil ist die einheitliche und schnelle An-
meldung von Zweigniederlassungen in allen Mitgliedstaa- ten, ebenfalls vollständig digital, kostengünstig und ohne zusätzliche nationale Anforderungen wie Übersetzungen oder notarielle Beurkundungen. Das materielle Gesellschaftsrecht (zum Beispiel Grün- dung, Organe, Kapitalstruktur) wird europaweit vereinheit- licht. Für andere Bereiche wie Arbeits-, Steuer- und Sozial- recht gilt weiterhin nationales Recht. Im Insolvenzrecht sieht der Entwurf neben dem nationalen Recht ein eigenes EU-Abwicklungsverfahren für innovative Start-ups vor. Der Gesetzgebungsprozess soll 2026 abgeschlossen werden, erste EU Inc.-Gründungen sind ab 2027 geplant. Obwohl der Fokus klar auf Start-ups liegt, steht die neue Rechtsform grundsätzlich allen Unternehmen offen. GTAI/IHK
ÖSTERREICH Fahrzeugmarkt im Aufwind: Hybride und E-Autos dominieren
Der österreichische Automobilmarkt ist mit Schwung in das Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal wurden 77.235 Pkw neu zugelassen, was einem Plus von 17,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders der März entwickelte sich dynamisch und erreichte den höchsten Wert für diesen Monat seit 2018. Den wesentlichen Beitrag zum Wachstum leisten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Ihre Neuzulassungen stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp 30 Prozent, sodass bereits 63,5 Prozent aller neu zugelassenen Pkw über einen Hybrid- oder Elektroantrieb verfügen. Besonders stark wuchsen Benzin-Hybridfahr- zeuge mit einem Plus von 42 Prozent. Auch Elektro-Pkw verzeichneten einen deutlichen Zuwachs von über 22 Prozent. Rückläufig ent- wickelten sich hingegen Diesel-Hybridmodelle. Der Markt für klassische Verbrenner blieb nahezu unverändert. Zwar stiegen die Neuzulas- sungen von Benzin-Pkw leicht, gleichzeitig gin- gen jene von Diesel-Pkw jedoch deutlich zurück. Insgesamt erreichten konventionelle Antriebe nur noch einen Marktanteil von 36,5 Prozent und trugen kaum zum Gesamtwachstum bei. Auch außerhalb des Pkw-Segments zeigt sich eine positive Entwicklung. Bei den Nutzfahrzeu- gen legten insbesondere leichte Lkw, Sattelzug-
100.509 NEUZULASSUNGEN von Kraftfahr- zeugen insgesamt in Österreich im ersten Quartal 2026, ein Plus von 17,6 Prozent gegen- über dem Vorjahr.
Stromtanken wird beliebter: Die Zahl der in diesem Jahr in Österreich neu zugelassenen Pkw mit einem rein elektrischen oder hybriden Antrieb ist stark gestiegen.
QUELLE: AHK
fahrzeuge sowie land und forstwirtschaftliche Zugmaschinen zu, während mittlere und schwe- re Lkw rückläufig waren. Der Zweiradmarkt ent- wickelte sich ebenfalls dynamisch: Motorräder verzeichneten ein Plus von knapp 19 Prozent, Motorfahrräder sogar einen Zuwachs von über 50 Prozent. AHK/IHK
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IHK Global Business 05/2026
ihk.de/rhein-neckar
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