ITnI ThEaLlTtH E M A | INFRASTRUKTUR
HAFEN MANNHEIM Dialog gestartet Die Interessen der Hafenbetriebe sollen zukünftig stärker berücksichtigt werden.
S tadt, Land und Hafenakteu- re sind der Meinung: Die Entwicklung des Hafens soll verlässlich, nachhaltig und ge- meinsam gestaltet werden. Dazu wurde ein festes Gesprächsfor- mat verabredet, um die lang- fristige, nachhaltige Weiterent- wicklung des Hafens gemeinsam und unter Berücksichtigung aller Interessen zu gestalten. Diese sind angesichts knapper Flächen teilweise unterschied- lich: Der Hafen sieht seine Funktion als Logistik- standort und Heimat für über 400 Unternehmen. Die Stadt sucht Mög- spielt der Hafen eine wesent- liche Rolle bei der Verlagerung von Gütern auf klimafreund- liche Verkehrsmittel und der Versorgung mit neuen Energieträgern. lichkeiten zur Entwick- lung und Verkehrsent- lastung. Für das Land
Bei den regelmäßigen Gesprächen sollen Themen wie Bebauungsplä- ne, Flächenbedarfe, Wirtschaft und Transformation sowie Verkehr und Infrastruktur auf der Agenda stehen. An den Gesprächen sind auch Institutionen wie die IHK Rhein- Neckar sowie Hafenanlieger beteiligt. Hafendirektor Uwe Köhn begrüßt die Anerkennung der Bedeutung des Hafens für die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung in der Region und betont das Anliegen, den Unternehmen insbesondere auch im Handelshafen langfristig zuverlässige und planbare Investitionszeiträume anbieten zu können: Das
– in Zusammenarbeit zwischen der Staatlichen Rhein-Neckar-Hafen- gesellschaft Mannheim, der Stadt Mannheim und MVV „Der Hafen bietet mit seiner zentralen Lage und seiner Anbindung ideale Vorausset- zungen, um die Elektrifizierung des Güterverkehrs voranzutreiben“, sagte MVV-Vorstand Ralf Klöpfer Ende 2025 bei der Vertragsunterzeichnung.
Rund 400 UNTERNEHMEN sind im Mannheimer Hafen ansässig
ständige, regelmäßige Austauschformat soll für die gegenseitige, frühzeitige Informa- tion über Pläne und Maßnahmen sorgen. Eine Neuerung speziell im Handelshafen verläuft der- zeit parallel: Ein Ladepark für E-LkW entsteht hier
Mit einer Ladeleistung von 1.000 Kilo- watt können laut MVV Elektro- Lkw in nur etwa 45 Minuten
Strom für eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern nachladen. Das Investi- tionsvolumen beträgt 3,2 Millionen Euro,
Fördermittel kommen vom baden-württem- bergischen Verkehrs- ministerium. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2026 geplant, die Inbetrieb- nahme soll bis Anfang 2027 erfolgen. Dem ersten Bauabschnitt könnte bei entspre- chender Nachfrageent- wicklung ein weiterer folgen, so der Energie- versorger
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IHK Magazin Rhein-Neckar 03 | 2026
ihk.de/rhein-neckar
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