KAMERUN
Durch Ausbildung wer den junge Menschen befähigt, Verantwortung zu übernehmen und als Friedensstifter in ihren Gemeinschaften zu wirken.
deutlich, wie entscheidend Ausbildung ist. Frieden entsteht nicht zufällig. Er wächst dort, wo Menschen geprägt werden, wo sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte einzuordnen. Deshalb investiert die Kirche gezielt in Ausbildungszentren, in die Förderung junger Führungspersönlich keiten und in theologische Bildung. Frieden entsteht nicht zufällig. Er wächst dort, wo Menschen geprägt werden, wo sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte einzuordnen. Und die UEEC legt grossen Wert auf die Aus bildung und Vorbereitungen ihrer Mitarbei tenden, bevor diese ausgesandt werden, um an anderen Orten zu dienen. Sie lernen, im eigenen Leben verwurzelt zu sein, bevor sie Verantwortung für andere übernehmen. Denn Friedensstifter entstehen nicht durch Programme, sondern durch persönliche Rei fung, durch Beziehung und durch ein Leben, das im Frieden gegründet ist. Frieden verbindet Geschichten Wenn wir diese Entwicklungen betrachten, wird deutlich, dass sie nicht isoliert stehen. Auch in anderen Kontexten zeigt sich ein ähnliches Bild. Im Artikel aus Albanien wird beschrieben, wie eine Frau nach einem schweren Verlust den Weg der Vergebung wählt und damit einen Kreislauf von Gewalt durchbricht. In der Ukraine erleben Men schen mitten im Krieg kleine, kostbare
Momente des Friedens im Zusammensein mit Familie und Freunden.
Diese Geschichten sind unterschiedlich, und doch tragen sie eine gemeinsame Botschaft: Frieden beginnt im Inneren eines Menschen – und wird dort sichtbar, wo er gelebt wird. Eine Einladung an uns Vielleicht ist genau das die Einladung, die sich auch an uns richtet. Denn Frieden ist kein Thema, das nur andere Länder betrifft. Er beginnt auch hier, in unserem eigenen Umfeld. In unseren Beziehungen, in unse rem Umgang miteinander und in der Art, wie wir auf Menschen zugehen. Auch in der Schweiz treffen wir täglich auf Menschen mit ganz unterschiedlichen Le bensgeschichten. Hinter vielen Begegnun gen stehen Erfahrungen, die wir nicht sehen. Gerade deshalb können kleine Gesten eine grosse Wirkung haben: ein offenes Ohr, ech tes Interesse oder die Bereitschaft, jeman dem Raum zu geben. Frieden ist nichts, das wir einfach erwarten können. Er ist etwas, das wir mitgestalten. Er wächst dort, wo wir uns berühren lassen, wo wir innerlich mitgehen und bereit sind, Ver antwortung zu übernehmen. Vielleicht be ginnt er genau dort, wo wir aufhören weg zuschauen – und anfangen, uns berühren zu lassen.
Basistext von Ptr. Salomon Hamadina, Präsident UEEC, zusammengefasst von Sarah Link
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