IHK-Magazin Ausgabe 04/2022

04 | 2022 IHK Magazin

IHK-Magazin digital lesen: ihk.de/ rhein-neckar/ magazin

Wettbewerbs- recht: Was Sie jetzt wissen müssen SEITE 46

LOGISTIK

Wie Lena Grimm-Esposto den Treibstoff-Schock verkraftet SEITE 10

AUS DEN UNTERNEHMEN Philipp Maier über sein Start-up Riso SEITE 37

ENERGIEEFFIZIENZ Mit dem KEFF- Check Geld sparen SEITE 38

Zukunftsimpulse für Ihr Unternehmen.

STANDPUNKT

Inflationstreiber gezielt bekämpfen

H eidelberg und Mannheim werden von der EU als „Green Cities“ gefördert. Es ist be- achtlich, dass zwei von neun ausgewählten deutschen Städten für das EU-Programm in unserer Region liegen. Die sehr große Herausfor- derung besteht darin, gemäß den Vorgaben des Programms bis 2030 klimaneutral zu werden. Im Fall von Mannheim handelt es sich immer- hin um eine Stadt mit viel Industrie und mit gro- ßen Energieerzeugern. So haben die beratenden Institute selbst erhebliche Zweifel, ob eine weit- gehende Klimaneutralität unter realistischen Annahmen bis 2030 überhaupt zu erreichen ist. Beide Städte müssen nun unbedingt die Wirtschaft in der Umsetzung beteiligen und Unternehmen bei ihren Aktivitäten falls not- wendig unterstützen: Als Wirtschaft bringen wir uns in diesen Prozess gerne ein, damit aus der notwendigen ökologischen Transformation auch ein ökonomischer Erfolg wird. Für die Betriebe gehören Maßnahmen zur Energie- und Rohstoffeffizienz längst zum Handwerkszeug. Viele Unternehmen haben sich darüber hinaus sehr ambitionierte Klimaschutz- ziele gegeben, für sie stellt der Weg zur Klima- neutralität eine große Chance dar. Für andere Unternehmen hingegen bedeutet dieser Trans- formationsprozess riesige Herausforderungen, während weitere vor unlösbaren Problemen ste- hen, falls sie der Staat nicht massiv unterstützt. Insgesamt stehen die meisten Unternehmen vor diesen Herausforderungen: 1. Erneute Krisenbewältigung: Die

noch spürbar, mit dem Russland-Ukraine-Krieg kommt es zu weiteren erheblichen Belastungen. 2. Der Strukturwandel beschleunigt sich: digital, ökologisch und demografisch. 3. Die Inflation: Die mangelnde Haushalts- disziplin vieler EU-Länder und die damit einher- gehende lockere Geldpolitik der EZB sind der Nährboden, auf dem sich aus Angebotsstörun- gen in Folge von Corona und Krieg die Inflation verfestigen konnte. Das Anheizen der Nachfrage in der Pandemie durch eine nachfrageorientier- te Konjunkturpolitik wirkte kontraproduktiv, da die Angebotsseite gestört war und weniger die Nachfrage. Die Politik hat nun die schwierige Aufgabe, die Krisen zu bewältigen, den Strukturwandel zu unterstützen und gleichzeitig der Geldentwer- tung energisch entgegenzuwirken, bevor es zu einer galoppierenden Inflation kommt. Hierzu meine konkreten Forderungen: 1. Die Angebotsseite muss dringend dadurch gestärkt werden, dass die Innovations- und Investitionskraft der Unternehmen entfesselt werden. 2. Inflationstreibern wie Energiekosten, Roh- stoffen und Baukosten muss gezielt begegnet werden, bevor es in allen Bereichen zu einer Preisexplosion kommt. 3. Die übertrieben lockere Geldpolitik der EZB muss beendet werden, ohne Zinssteigerungen auszulösen, die geeignet sind, die dringend not- wendige Investitionsbereitschaft der Unterneh- men zu bremsen.

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Inflationsrate in Deutschland für 2022 (Prognose vom 20. April 2022) QUELLE: SACHVERSTÄNDIGENRAT

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Die Inflation muss energisch bekämpft werden, ohne die Investitions- bereitschaft der Unternehmen zu bremsen!“

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4. Es gilt, eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern, die die Inflation verfestigen würde.

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Manfred Schnabel Präsident der IHK Rhein-Neckar

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IHK Magazin Rhein-Neckar 04 | 2022

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INHALT

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IHK Magazin 04 | 2022

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KOMPAKT 06 Wirtschaft und Region im Überblick

TITELTHEMA 10 Energiemärkte

33 Eirich: Spatenstich für neues Werk in Indien 34 Heidelberg iT Management Geschäftsführer Matthias Blatz über Hacker und Datensicherheit

Am Limit: Was der Russland-Ukraine- Krieg für den Treibstoffpreis bedeutet. 12 Mobilität Weg vom Öl: Wie Unternehmen auf die Preisentwicklung reagieren.

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35 Riso-Gründer Philipp Maier: Mitarbeiter-Benefits in der App

13 Graeff Spedition Dieselpreis-Floater zur Kostendämpfung

36 Lancy-Elektromedizin: V erständnisvoll mit Tabuthemen umgehen

14 Grimm-Reisen Busreisen mit Perspektiven

TIPPS 38 Umwelt und Energie 40 Auslandsgeschäft 42 Innovation 44 Ausbildung 46 Recht und Steuern 48 Unternehmensführung 50 Weiterbildung

15 Taxi Herrmann Wenige Spielräume bei den Taxen 15 Pflegedienst Friedrich Verbrenner ohne Zukunft 16 Gebrüder Mnich Solidarität in Krisenzeiten AUS DER IHK 20 Neckar-Odenwald-Kreis IHK fordert mehr Flächen für Gewerbe und Familien STANDORT 22 Infrastruktur Wichtige Bauprojekte vor der Vollendung

38 Stromfressern auf der Spur

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IHK-SERVICE 50 Impressum 52 IHK-Börsen 54 Jubiläen 56  Öffentliche

Bekanntmachungen

NAMEN SIND NACHRICHTEN 64 Meldungen in Kürze

35 GRÜNDER DES MONATS Früher Papierbeleg, heute in die App Philipp Maier und sein Team unter - stützen Unternehmen bei der Ab - rechnung von steuerbegünstigten Zuschüssen, den sogenannten Mitarbeiter-Benefits.

40 Tipps Auslandsgeschäft

SO LADE ICH MEINEN AKKU AUF 66 Wolfdieter Hieke, Geschäftsführer von Hieke Sonderwerkzeuge, ist Musiker aus Leidenschaft und tankt neue Energie bei Konzerten.

AUS DEN UNTERNEHMEN 30 Assion Lichtwerbeanlagen: Strahlend hell

31 IO-Consultants: Ganzheitliche Beratung aus einer Hand

Viele Unternehmen schauen derzeit nach Vietnam als möglichem Beschaffungsmarkt. AHK-Geschäftsführer Marko Walde verrät, welche Schwierigkeiten drohen.

VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNGEN 18 Anzeigenspecial „Logistik“ 24 Anzeigenspecial „Bau“

32 Stromdao: Wie aus einer Idee für die Altervorsorge grüner Strom wird

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IHK Magazin Rhein-Neckar 04 | 2022

IHK Magazin Rhein-Neckar 04 | 2022

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KOMPAKT

ZITAT DES MONATS

TIPPS & TERMINE

„An der Spitze eines Unter- nehmens zählt Kompetenz, nicht das Geschlecht.“ Nicole Walz, geschäftsführende Gesellschaf- terin der CFG Circle Fulfilment GmbH Nicole Walz wird als IHK-Gründungsbotschaf - terin den Gründerinnentag am 30. Juni 2022

Wettbewerb für junge Unternehmen: Die Be - werbungsphase für den mit insgesamt 45.000 Euro dotierten KfW-Award Gründen läuft noch bis zum 1. Juli 2022. Teilnah - meberechtigt sind junge Unternehmen sowie Start- ups aller Branchen ab dem Gründungsjahr 2017: kfw-awards.de Einladung zum L-Bank- Wirtschaftsforum: Am 29. Juni 2022 können sich Unternehmer in Stuttgart über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten der L-Bank informieren. Mitver - anstalter des Wirtschaftsfo - rums sind die Bürgschafts - bank Baden-Württemberg, die Baden-Württember - gischen Industrie- und

Handelskammer und der Baden-Württembergische Handwerkstag: wirtschaftsforum-bw.de Senioren der Wirtschaft suchen Verstärkung: Gefragt sind ehemalige Unternehmer und leitende Führungskräfte im (Vor-) Ruhestand, die Interesse haben, sich in der Metro - polregion Rhein-Neckar ehrenamtlich in den Be - reichen Existenzgründung, Unternehmensentwicklung und Nachfolge zu enga - gieren. Kontakt: senioren-der-wirtschaft. de/ueber-uns/berater- werden reinhard.rohr@senioren- der-wirtschaft.de Reinhard Rohr

eröffnen. Auf die Teilnehmerinnen warten unter anderem Vorträge zu Themen wie „Digitale Sichtbarkeit“ sowie „Finanzie - rung und Förderung“. Mehr unter ihk.de/rhein-neckar/ gruenderinnentag

VISION DOMES Unterm Strebwerk inspirieren lassen

Die drei Köpfe von Vision Domes (von links): Leo Schleith, Jonas Krüger und Philipp Jungk

MEIN TOPSELLER

„Unser Wild geht auf Reisen“ JENS JAEGLE: Wir hatten schon lange im Kopf, unser Essen auch im Glas to go anzubieten. Irgendwie fehlte immer die Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Dann begann die Corona-Pandemie, Restaurant und Ho- tel waren erstmal dicht. Was uns geholfen hat? Eine befreundete Jägerin ist vorbeigekommen, mit 100 Kilogramm Wild im Gepäck. Sie hat uns das Wild kostenfrei überlassen, unter der Bedingung „Ihr macht damit Essen im Glas.“ Und die GschmaXladen-Gerichte waren geboren. Heute haben wir beispielsweise Wild-Bolognese oder Königsberger Klopse im Angebot, alles in Weckgläsern gekocht und damit länger haltbar. Wir hatten schon Kunden, die zum Camping unser Essen mitnehmen. Vorher hatten sie Dosen aus dem Supermarkt, jetzt geht ein Stück Neckar-Odenwald mit auf ihre Reise. Die Ideen für den GschmaXladen gehen uns nicht aus –

Es begann mit einer Idee im Bett mit Fieber. Und führte zu einem Start-up, das geodätische Kuppeln baut. Geodätische Domes oder Kuppeln sind Gebäude, die aus Dreiecken zusammengesetzt sind. Gründer Philipp Jungk erklärt: „Unser eigener geo- dätischer Dome, der Vision Dome, ist sogar nur aus einem exakt gleich großen Dreieck aufgebaut.“. Solche Gebäude gelten als ex- trem effizient, die Einzelteile sind leicht zu transportieren und einfach aufzubauen. So können solche Domes überall auf der Welt genutzt werden: als Gewächshaus, Veran- staltungszelt oder Miniwohnhaus. Daneben treibt das Mannheimer Team von Vision Domes, das neben Jungk aus Leo Schleith und Jonas Krüger besteht, der Willen zur Veränderung an. „Wir wollen der Baubranche zeigen, dass es auch anders geht“, sagt Schleith. Der CO 2 -Ausstoß der

Bauindustrie sei immens. „Wenn wir von Nachhaltigkeit reden, müssen wir unsere Art zu bauen ändern.“ Auch in sozialen Fragen wollen die drei Start-up-Gründer für mehr Nachhaltigkeit sorgen. So bieten sie Workshops an, in denen Menschen die Möglichkeit haben, selbst einen Dome zu bauen. „Die Teilnehmer stehen dann gemeinsam unter dem Strebwerk und lassen sich inspirieren“, sagt Krüger. 2021 erhielt Vision Domes gleich zwei Preise: Die jungen Gründer zählten zu den Ideenstark-Gewinnern der MFG Baden-Würt- temberg und sie erhielten den MEXI-Existenz- gründungspreis der Stadt Mannheim.

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Raum auf Zeit

Wir müssen unsere Art zu bauen ändern“ Leo Schleith, Mitgründer von Vision Domes

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im Dezember gab es einen Spezial-Adventskalender

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ZAHL DES MONATS

Bevor Minderjährige eine Ausbildung beginnen, müssen sie ärztlich unter - sucht werden. Die Bescheinigung darüber muss der IHK gemeinsam mit dem Ausbildungsvertrag vorgelegt werden. Welche Regeln bei der für unter 18-jährigen ebenfalls verpflich - tenden Nachuntersuchung gelten, erfahren Sie unter ihk.de/rhein-neckar/erstuntersuchung

18,4 MILLIARDEN EURO

Jens Jaegle leitet seit 1996 zusammen mit seiner Frau Karin den Prinz Carl in Buchen.

Exportumsätze haben die Industrieunternehmen im Bezirk der IHK Rhein-Neckar 2021 erzielt. Lesen Sie mehr zur Ent - wicklung der Konjunktur in der Region auf Seite 21.

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IHK Magazin Rhein-Neckar 04 | 2022

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KOMPAKT

DIE ANALYSE

STECKBRIEF

KALENDERBLATT

IHK-REGION Lesetipps zu Kaffee und Kuchen

Ulrich Tödtmann: „Wir sprechen für die gesamte Unternehmerschaft“ Wieso engagieren Sie sich ehrenamtlich im DIHK- Rechtsausschuss? Dadurch, dass wir uns mit vor der Sommerpause der Fall sein wird. Gerade in der Ener -

25. November 1973 Am ersten von vier autofreien Sonntagen standen in Deutsch - land alle Autos still. Die Bundes - regierung hatte aufgrund der Ölkrise ein Fahrverbot ange - ordnet. Wie sich der Russland-Ukraine- Krieg auf die Energiepreise aus - wirkt, erfahren Sie ab Seite 10.

giewirtschaft stehen durch den Russland-Ukraine-Krieg viele Planungsverfahren an, die zügig und unbürokratisch abgewickelt werden müssen. Was steht für 2022 noch auf der Agenda? Die Liste unserer Themen ist sehr lang. Unter anderem stimmen wir uns ab zum Lieferkettensorgfaltspflich- tengesetz, das durch die geplante EU-Richtlinie neue Dimensionen erhalten wird. Dann das Dauerthema Com - pliance oder neue gesetzliche Vorgaben, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Ich bin mir sicher, dass uns auch 2022 nicht langweilig wird.

aktuellen Gesetzesentwürfen beschäftigen, sind wir stark am Puls der Zeit. Und ich finde die unternehmerische Mischung bei uns sehr spannend. Manchmal ist es dadurch schwierig, Kom - promisse zu finden, aber wir raufen uns immer zusammen. Schließlich sprechen wir mit einer Stimme für die gesamte Unternehmerschaft – ob Mit - telständler oder Dax-Konzern. Eines Ihrer Themen ist das von der Bundesregierung angestoßene Planungs- beschleunigungsverfahren. Wie ist hier der Stand? Noch liegt uns kein finaler Gesetzesentwurf zur Stellung - nahme vor. Ich gehe aber davon aus, dass dies noch

Artin Adjemian, IHK-Ge- schäftsführer Verkehr und Dienstleistungsgewerbe 650 marode Brücken Gewaltiger Sanierungs - stau: In Baden-Würt - temberg weisen laut Verkehrsministerium mindestens 650 von insgesamt 7.300 Brücken an Bundes- und Landes - straßen massive Defizite auf. Allein für die Landes - straßenbrücken heißt das Kosten von mindestens 480 Millionen Euro. Bund und Land müssen davon ausgehen, dass der Handlungsbedarf und die finanzielle Belastung der Haushalte weitaus höher ist als bisher angenom - men. Welche laufenden Stra- ßenbauprojekte im Süd- westen für Ihr Unterneh- men relevant sind, lesen Sie auf Seite 22.

METROPOLREGION RHEIN-NECKAR

HEIDELBERG Die Kaplinio GmbH mit In - haber Plinio Fernandes hat ihre rund 400 Quadratmeter große Kaffeerösterei eröffnet. Dort werden Kaffeebohnen der familieneigenen Plantage in Brasilien verarbeitet.

EBERBACH Das Café Viktoria hat zum 70. Thron - jubiläum von Queen Elizabeth II. eine neue Tortenkreation entworfen – pas - senderweise mit Earl-Grey-Tee. Bereits der Klassiker des Hauses, die 1962 kreierte Viktoria-Torte, wurde von einer englischen Königin inspiriert: Victoria, die Ur-Ur-Großmutter der heutigen Königin, hat familiäre Wurzeln mütter - licherseits im badischen Neckartal.

Der MRN-Freiwilligentag geht am 18. September in die achte Runde. Privatpersonen oder Unternehmensteams können sich frei nach dem Motto „Helfen macht glück - lich“ anmelden, um ehrenamt - liche Projekte zu unterstützen: wir-schaffen-was.de

 AUS DEN HOCHSCHULEN

Dr. Boas Bamberger ist einer von neun Nachwuchsforschern aus Baden-Württemberg, die den Förderpreis des Arbeitgeber - verbandes Südwestmetall 2022 erhalten haben. Der 30-jährige wurde für seine Dissertation an der Universität Mannheim zum Thema „Lohnungleichheit und Kunden - zufriedenheit – Eine empirische Untersuchung der Auswirkungen von Lohnungleichheit auf Kunden - beziehungen und Geschäftserfolg“ ausgezeichnet. Untersucht wurde, wie sich Lohnungleichheit auf Kun - denbeziehungen und Geschäfts - erfolg auswirkt – und ob Unter - nehmen einen wirtschaftlichen Anreiz haben, Lohnungleichheit zu steigern oder zu senken. uni-mannheim.de

Weinheim

AUSSTELLUNGEN 7. Juli - 7. August Mannheim „Ein Prozess – Vier Sprachen“: Die Ausstellung zu den Nürn - berger Kriegs - verbrecherpro - zessen von 1945 stellt die Rolle der beteiligten Simultandol - metscher in den Vordergrund. marchivum.de Mannheim 2022 feiert die Sparkasse Rhein Neckar Nord runden Geburtstag. Einblick in die wechsel - hafte Firmen - geschichte gibt es in der Sonderausstel - lung „Seit’s um Geld geht“ im Museum Welt - 17. Juli - 27. November

Buchen

ZUR PERSON Prof. Dr. Ulrich Tödtmann vertritt den IHK-Bezirk Rhein- Neckar im DIHK- Rechtsausschuss. Er ist Rechtsanwalt und Partner bei der Rittershaus Rechts - anwälte Partnerschafts - gesellschaft mbB in Mannheim.

Mannheim

Eberbach

Heidelberg

Schwetzingen

Mosbach

Helmstadt

Walldorf

Wiesloch

Hockenheim

Sinsheim

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WALLDORF Die SAP SE feiert Ende Juli in der SAP-Arena ihren 50. Geburtstag. Zum Gala- Event werden zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissen - schaft und Politik erwartet.

MOSBACH Strahlend schön: Unter diesem Motto steht das neue Buch von Health Life Coach Adaeze Wolf. Die darin enthal - tenen Rezepte und Übungen sollen unter anderem für mehr Energie und Leichtigkeit im Leben sorgen.

HELMSTADT-BARGEN Fatmanur Kilic war Teilneh- merin der vergangenen Staffel von „Das große Backen – Die Profis“ auf Sat1. Die gelernte Konditorin und Social Media Influencerin hat 2022 das Unternehmen „Kilic Story“ gegründet und entwickelt derzeit Koch- und Backpro - dukte, die über den eigenen Webshop sowie im Einzelhan - del verkauft werden sollen.

kulturen D5. rem-mann- heim.de

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TITELTHEMA | LOGISTIK

M it dem Einmarsch der Eine der bitter gelernten Erkenntnisse: Es war ein Fehler, in strategisch wichtigen Segmen- ten wie der Energiewirtschaft auf nur wenige Handelspartner zu setzen. Das sehen viele Vertreter der Logistikbranche ebenso. Wie kaum eine andere Branche ist die Logistik – vom klassischen Spediteur über den Binnen- schiffer und den Busunternehmer bis hin zum Taxifahrer – von den manchmal willkürlichen Schwankungen der Spritpreise abhängig. Auch wenn noch kein Liter Öl, kein Kilogramm Kohle oder kein Kubikmeter Erdgas weniger nach Deutschland gelangt sind, so kannten die Ener- giepreise in unmittelbarer Folge des Ukraine- Kriegs nur eine Richtung: nach oben. Dass die Spritpreise zu Redaktionsschluss russischen Truppen in die Ukraine am 24. Februar 2022 gerieten auch in Deutschland viele politische Grundüberzeugungen in Bewegung. wieder auf dem Sinkflug sind – vermutlich nur vorübergehend – verstärkt die Erkenntnis, dass die Energiepreise nur sehr eingeschränkt etwas mit dem echten Warenangebot zu tun haben. Sie sind meist das Ergebnis von Börsenspekulatio- nen. In jedem Fall sind sie ein sicherer Indikator für Stimmungen in der Wirtschaft. Dass strategisch unschätzbar wichtige Erdgas- speicher vor wenigen Jahren verkauft wurden, gehört dabei zur Fahrlässigkeit von Politik und Unternehmen. Der außerdem sehr niedrige Füll- stand dieser Gasspeicher lässt die Nervosität an den Energiebörsen steigen – und damit auch die Energiepreise. Doch, wenn es überhaupt positive Aspekte in Ta- gen des Krieges und der Energiekrise gibt, dann die, dass es auf der einen Seite möglicherweise einen Technologie-Schub gibt, der uns den Weg aus der Abhängigkeit von russischer Energie erleichtert und gleichzeitig der Energiewende näherbringt. Auf der anderen Seite sind Unternehmen ge- zwungen, vieles auf den ökonomischen und ökologischen Prüfstand zu stellen. Wer flexibel agiert und solide wirtschaftet, muss die Zukunft auch mit ihren höheren Preisen nicht unbedingt fürchten, zeigt eine Umfrage unter Logistikern der Region. Die Stimmung dabei reicht von Frus- tration bis hin zu Optimismus, wie die Berichte auf den folgenden Seiten zeigen.

6,0 WIE ENTSTEHT DER SPRITPREIS Der Tankstellenpreis von Diesel und Superbenzin be- steht zu mehr als der Hälfte aus Steuern. Der eigentliche Kraftstoff macht demnach nur knapp 33 bis 37 Prozent des Preises aus. Hinzu kommt die CO 2 -Bepreisung, die im Februar mit etwa vier bis fünf Prozent im Verbraucher- preis mit inbegriffen ist, wobei ein Zertifikat über eine Tonne seit 2022 etwa 30 Euro kostet. Die Mehrwertsteuer beträgt zwar

ENERGIEMÄRKTE Am Limit

Mit dem Ukraine-Krieg erschüttert der russische Staatschef Wladimir Putin die Grundfeste des Zusammenlebens in Europa. Zum unermessli- chen menschlichen Leid kommen riesige Schä- den an Umwelt und Wirtschaft. Die Spritpreise sind einmal mehr Seismograph der Entwicklung. Jeder, der täglich hinter dem Lenker sitzt, spürt das. Wie reagieren die Unternehmen?

19 Prozent auf Mineralölgüter, wirkt sich aber, da sie auf den Nettopreis aufgeschlagen wird, mit etwa 16 Prozent auf den Verbraucherpreis aus. Der Deckungsbeitrag beinhaltet Transport, Lagerhaltung, gesetzliche Bevorratung, Verwaltung, Vertrieb sowie seit 2007 Kosten für Biokompo -

14,1

34,6

%

DIESEL

15 PROZENT des 2019 in

16,0

29,4

nenten und die Beimischung und seit 2021 die Kosten für den CO 2 -Aufschlag gemäß Brennstoffemissionshan - delsgesetz (BEHG). QUELLEN: STATISTISCHES BUNDESAMT

Deutschland verbrauchten Diesels stammte aus Russland. QUELLE: IW KÖLN

4,0

10,2

33,2

%

SUPER

16,0

36,6

Das lesen Sie im Titelthema

HOHE PREISE, HOHE AUSSCHLÄGE Ölpreis der Sorte Brent in US-Dollar je Barrel (159 l)

Produktpreis Mineralölsteuer Mehrwertsteuer Deckungsbeitrag CO 2 -Preis

+ 100%

12 Mobilität Weg vom Öl

125

+ 75%

+ 62,5%

13 Graeff Spedition Dieselpreis-Floater zur Kostendämpfung 14 Grimm-Reisen Busreisen mit Perspektiven

100

+ 50%

+ 25%

75

± 0%

RUSSLAND-UKRAINE-KRIEG: DAS ERWARTEN DEUTSCHE FIRMEN So viel Prozent der befragten Firmen erwarten eher große oder sehr große Belastungen durch ...

15 Taxi Herrmann Wenige Spielräume bei den Taxen

QUELLE: FINANZEN.NET

62

15 Pflegedienst Friedrich Verbrenner ohne Zukunft 16 Gebrüder Mnich Solidarität in Krisenzeiten

... erhöhte Energiepreise

32

... fehlende Gaslieferungen

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... ausfallende Lieferanten

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... wegfallende Absatzmärkte

QUELLE: IW KÖLN

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IHK Magazin Rhein-Neckar 04 | 2022

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TITELTHEMA | LOGISTIK

im Verkehrsausschuss der IHK sowie des DIHK in Berlin sowie stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Baden eG ist. Und welche Stellschrauben sieht der umtriebige Unter- nehmer für sein Unternehmen in der gegenwärtigen Situation? „Wenige.“, so seine knappe Antwort. Jedes pros- perierende Unternehmen müsse ständig seine Prozesse überprüfen und optimieren. Da blieben kaum Spielräume. Die Bahn als Speditionsalternative sei jedenfalls keine, meint Graeff. „Zu teuer, zu wenig Kapazitäten, zu unflexi- bel und immer zu langsam“, fällt sein Urteil wenig schmei- chelhaft aus. Außerdem gäbe es immer weniger Bahnstre- cken und Gleisanschlüsse für Speditionen sowie Kunden. Auch die Fahrzeugauslastung sei kaum noch zu optimie- ren – ganz anders als die Fahrzeugtechnik. Die Zukunft gehöre sicherlich dem Elektroantrieb – im nächsten Schritt über eine Batterie, die vielleicht auch in ein paar Jahren konkurrenzfähige Reichweiten und niedrigere Eigengewichte böte. Langfristig könnten es auch Wasser- stoff-Brennstoffzellen-Antriebe sein. „Doch da hätte die Politik viel früher viel aktiver sein müssen“, kritisiert Graeff, wie er überhaupt an der Politik kein gutes

Graeff den kompletten wirtschaftlichen Stillstand, ausge- löst durch einen Produktionsstillstand bei Primärproduk- ten durch fehlende Ausgangsprodukte wie Öl und Gas. Dieselpreis-Floater zur Kostendämpfung Für Spediteure spielen der Treibstoff und sein Preis eine elementare Rolle. Transportlogistiker wie Graeff kalkulieren den Spritpreis auf etwa ein Viertel der Gesamtkosten. „Wenn nun die Treibstoffkosten um 25 Prozent steigen, dann gilt es, rasch mit dem Kunden in Kontakt zu kommen“, so der Geschäftsführer, dessen Unternehmen 40 Prozent aller Transporte mit dem eigenen Fuhrpark abwickelt. Zu 60 Prozent bedient er sich Subunter- nehmen, mit denen meist eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht. Dieser Kontakt zum Kunden sei das Entscheidende, um zum Beispiel eine Lösung des Ener- gieproblems zu finden. Transportaufträge würden derzeit oft mit einem sogenannten Dieselpreis-Floater gekoppelt. Damit erhalten Spediteure eine Art Preis-Nachschlag, wenn sich der Dieselpreis nach oben verändert. „Da aber das Vertrags- verhältnis mit Subunternehmen über Pauschalen abgedeckt wird und diese Subunternehmen gar keinen direkten Kun- denkontakt haben, kommen diese unter Umständen rasch in eine wirtschaftliche Schieflage“, erklärt Graeff, der Mitglied

Strom statt Diesel: Ein Mitarbeiter beim „Betanken“ eines batterieelek - trischen Actros am Daimler Truck- Standort Wörth am Rhein. Dort fertigt der Konzern neben konventionell betriebenen Lkws auch vollelektrische Modelle.

MOBILITÄT Weg vom Öl

Die Logistikbranche stöhnt. Kaum, dass sie beginnt, sich von den Folgen der Corona-Pandemie zu erholen, kommt neues Ungemach. Der Russland-Ukraine-Krieg brachte den Energiemarkt durcheinan- der und versetzte die Spritpreis-Kurve in unkalkulierbare Schwin- gungen. Das hat Folgen – für die gesamte Branche.

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U ns hätte es schlim- mer treffen können.“ Jochen Graeff, Ge- schäftsführer der Graeff Spedition GmbH & Co. KG, gibt sich realistisch, ja geradezu bescheiden, wenn man ihn nach seinem Befinden angesichts von zwei Jahren Co- rona-Pandemie befragt. „Wir im Transport- und Logistikbereich hatten lange nicht die Probleme wie das Hotel- und Gaststätten- gewerbe oder der Einzelhandel.“ Die Corona-Folgen der Gesamt- wirtschaft mit Krankheitsaus- fällen und Lieferkettenproble- men betrafen und betreffen jedoch immer noch die Gesamt- wirtschaft und damit auch die Speditionen. „Wir sollten auch über die Themen globale Ver- netzung und lange Werkbank

bis China nachdenken“, meint Graeff. „Wir müssen in Europa wieder näher zum Lieferanten- markt kommen.“ Die Abhängigkeit von China bei vielen Produkten ist zu groß. Und genau die gleiche Ab- hängigkeit im Bereich Energie besteht von Russland. „…auch wenn es hier bislang überhaupt keine Engpässe gab!“, sagt der Mannheimer Spediteur, der zwar immer eine gesunde Portion Optimismus ausstrahlt, aber die komplette Volkswirtschaft aufgrund der gegenwärtigen Energiepreissituation in Gefahr wähnt. „Ich sehe die wirtschaft- liche Situation in den nächsten 24 Monaten sehr kritisch.“ Sollte es gar zu einem Energieboykott Russlands kommen, fürchtet

KONTRAKTLOGISTIK aus der Metropolregion Rhein-Neckar

Dieselpreis-Ermäßigung Aufgrund der hohen Energiekosten hat die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP am 24. März 2022 eine einmalige Energiepreis - pauschale von 300 Euro beschlossen sowie für drei Monate eine Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe („Spritpreisbremse“). Diese liegt üblicherweise bei 47,04 Cent pro Liter Diesel und bei 65,45 Cent pro Liter Benzin und soll um 14 Cent bei Diesel und 30 Cent bei Benzin gesenkt werden. Nach mehrmaligen Verschiebungen soll die Maßnahme (Stand Redaktionsschluss) nun Juni, Juli und August 2022 greifen.

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TITELTHEMA | LOGISTIK

als Geschäftsführerin das Unternehmen Grimm- Reisen GmbH in dritter Generation gemeinsam mit ihrem Vater Roland Grimm. „Wir erholen uns gerade von zwei Jahren Pandemie und müssen nun den Treibstoff- Schock verkraften“, sagt die Geschäftsführerin. Das sei ganz schön heftig. „Aber wir sind dennoch optimistisch.“ Die Lust auf Reisen sei trotz des völligen Stillstandes während der Pandemie un- gebrochen, und die Gäste schätzten den Service, bei allen Formen der angebo- tenen Reisen wirklich an der Haustür abgeholt zu werden. Bei allen Arten des Rei- sens, ob bei der Taxiabho- lung, bei dem Tagesausflug mit dem Bus oder gar der mehrwöchigen Auslands- reise spielen die Treibstoff- kosten eine große Rolle. „Von fünf Prozent Anteil am Reisepreis sind diese in- zwischen auf zehn Prozent

Haar lässt. Vor Jahren sei der LNG-Antrieb mit Flüs- siggas propagiert worden. Heute stünden Unterneh- men, die auf LNG gesetzt und vertraut haben, wegen massiv gestiegener LNG- Preise vor dem Ruin. Die Preissteigerung selbst sei keine Folge eines Liefer- mangels, sondern der ge- stiegenen Nachfrage. „Ich kenne Unternehmen, die 70 ihrer 140 Lkw mit LNG betreiben. Sie zahlen nun jeden Monat 200.000 Euro mehr. Das geht nicht mehr lange gut“, so Graeff. Eine Lanze bricht der Vor- stand des Verkehrsgewerbes Baden e.V. auch für das Busgewerbe. Hier kämpf- ten vor allem Klein- und Mittelständische Unter- nehmen ums Überleben, die im Auftrag von Kommunen und Kreisen den Öffentli- chen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen. Bei den Landratsämtern stießen

abschluss mit dem Reisegast die Preise anpassen könne. „Davon haben wir sehr moderat erstmals in diesem Jahr Gebrauch gemacht und verlangen pro Reisegast und Reise- tag einen Zuschlag von vier Euro“, so Lena Grimm-Esposto. Dank ausführlicher Begründung sei man bei den Gästen auf großes Verständnis gestoßen. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass der Drang zum Reisen nach wie vor groß sei, auch wenn man vielleicht aus finanziellen Gründen nicht mehr ganz so oft reise wie in der Vergangenheit. Aber bei den Gästen setze sich die Erkenntnis durch, dass Busrei- sen wesentlich umwelt- und klimagerechter seien als die Individualreise mit dem Pkw. „Nachhaltigkeit wird auch bei uns und unseren Reisegästen immer wichtiger“, kon- statiert die Geschäftsführerin von Grimm-Reisen. Wenige Spielräume bei den Taxen Bei einer anderen Form des Reisens geht es nicht um Urlaub und Erholung, sondern um die dringende Beförderung von Schülern, Geschäfts- leuten oder Patienten. Die Firma Taxi Herrmann führt im Großraum Mosbach solche Fahrten durch. Firmen- inhaber Markus Herrmann kämpft in diesen Tagen mit ähnlichen Problemen wie die gesamte Logistik-Branche; allerdings hat er keine Möglichkeit, steigende Kosten durch Inflation oder bei den Spritpreisen weiterzugeben oder Honorare nachzufordern: „Spritkosten sind bei uns nach den Personalkosten die größten Ausgaben; dennoch schreibt uns das Landratsamt jeden Beförderungstarif genau vor. In einem Konzessionsgebiet gelten damit für jeden die gleichen Preise“, berichtet Herrmann. So etwas wie Preisgleitklauseln gebe es in der Branche nicht, und wenn man entsprechende Anträge bei den Behörden stelle, dann dauere die Bearbeitung manchmal Jahre. Wenn die Preise schließlich geändert werden dürften, dann müssten aufwändige Softwareumstellungen bei allen Fahrzeugen erfolgen und jede Uhr müsste dann erneut amtlich geeicht werden. „Wir müssen versuchen, durch kluge Planung und gutes Teamwork Preisschwankungen intern abzufedern“, so Herrmann. Auf staatliche Unterstützung mag er sich weder verlassen, noch sei diese überhaupt zu erwarten.

Verbrenner ohne Zukunft In einer struk- turell ähnlichen

Situation ist der Pflege- und Gesundheitsservice Corne- lia Friedrich GmbH in Mos- bach. Benjamin Schwarz ist dort als Assistent der Ge- schäftsleitung für die Fahr- zeuge zuständig. Auch sein Pflegedienst leidet unter den Spritpreisen. Vertrag- liche Bindungen mit den Kassen lassen gegenwärtig keine Preisanpassungen zu. „Höhere Pflegesätze kann man eventuell später über die Verbände aushandeln, aber bis dahin müssen wir alle Preissteigerungen selbst puffern“, berichtet Schwarz. Die Familie Friedrich habe in der Vergangenheit gut ge- wirtschaftet und vor allem: Sie habe kräftig in E-Mobili- tät investiert. So lassen sich die monatlichen Sprit-Mehr- kosten von knapp 2.500 Euro besser verkraften. Von den 45 Fahrzeugen sind bereits 23 voll-elektrisch und drei sind Plug-in-Hybridfahr-

Spedition Graeff

Taxi Herrmann Das Familienunterneh - men sitzt in Mosbach und verfügt über 15 Taxen, einen Taxibus, neun Rollstuhl-/Tragestuhlfahr - zeuge, vier Mietfahrzeuge sowie einen Reisebus. Neben dem klassischen Taxigeschäft hat sich Firmenchef Markus Herr - mann auf Flughafentrans - fers, Roll-, Trage- und Liegestuhlfahrten sowie auf Krankentransporte spezialisiert. Daneben führt er auch Kurier- und Sonderfahrten durch.

Grimm-Reisen Die Grimm-Reisen GmbH mit Sitz in Mudau wurde vor 50 Jahren gegründet und wird heute von Roland Grimm und seiner Tochter Lena Grimm-Esposto in dritter Generation geleitet. 15 Mitarbeiter organisieren und betreuen Busreisen sowie Gruppen-Flugreisen, Kurreisen und Kreuzfahrten. Pro Jahr fahren etwa 16.000 Gäste mit Grimm in Urlaub. Dabei sind zehn Reisebusse für das Unternehmen im Einsatz.

Jochen Graeff ist in der vierten Generation Ge - schäftsführer der Graeff Spedition GmbH & Co. KG. Die Spedition mit ihren rund 60 Mitarbei - tern gilt als älteste Mann - heims. 14 eigene Lkws sowie 60 Fahrzeuge von festen Subunternehmen bedienen die Segmente Spedition, Transport und Logistik.

ihre Nachforderungen aufgrund der Dieselpreise auf taube Ohren. So etwas wie Preisgleitklauseln oder Diesel-Floater seien unüblich. „Wenn man sich diesen Logistikbereich wegdenkt, bricht die gesamte ÖPNV-Logistik zusammen“, fürchtet Jochen Graeff. Busreisen mit Perspektiven Optimistischer blickt Lena Grimm-Esposto in die Zukunft der Busbranche. Sie leitet seit 2019

gestiegen“, berichtet Grimm-Esposto. Aber die wirtschaft- liche Basis sei mitnichten gefährdet. Das Unternehmen habe vor Corona sehr gut gewirtschaftet und auch jetzt verkrafte man die Spritpreiserhöhung sowie die allgemeine Inflation. Das gelingt vor allem auch dadurch, dass in den Reise- AGB festgelegt sei, dass man auch nach Vertrags-

zeuge. Diese werden bereits über eigene Ladepunkte im Unternehmen geladen. Nur wenn es in die weitere Umge- bung geht, fahren die Pflegekräfte vorzugsweise wegen der größeren Reichweite mit ihren Benzinern. Ende dieses Jahres soll eine eigene Trafostation auch mit öffentlichen Schnellladepunkten in Betrieb gehen,

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Die Auswirkungen von Corona und Dieselpreis im Deutschen Busgewerbe

Was ist ein Dieselfloater? Ein sogenannter Dieselfloater hat die Aufgabe, den schwankenden Diesel - preisen entgegenzuwirken. Es handelt sich um einen variablen Kraftstoff - zuschlag, der sich automatisch an die Kraftstoffpreisentwicklung anpasst. Vereinbart wird er individuell zwischen dem Kunden und dem Trans - portdienstleister. Üblicherweise wird der gültige Dieselzuschlag auf der Speditionsrechnung als separater Posten ausgewiesen. Unternehmen, die keinen Dieselfloater vereinbart haben, müssen Diesel-Preissteigerungen selbst abfedern oder frühzeitig einkalkulieren.

Die Bedingungen für die mittelständisch strukturierte Omnibusbranche haben sich durch Dieselpreisexplosion und rückläufige Buchungszahlen nach Beginn des Russ - land-Ukraine-Kriegs extrem verschärft. Das berichtet der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo). Die dramatische Entwicklung beim Diesel wird insbesonde - re von den ÖPNV-Busunternehmen als wirtschaftlich be - drohlicher bewertet als die Auswirkungen der zweijährigen

Corona-Pandemie. Im ÖPNV sind über die Hälfte der Un - ternehmen durch den Dieselpreis in ihrer Existenz gefähr - det. Im Gelegenheitsverkehr und bei den Mischbetrieben fahren zudem bereits mehr als die Hälfte der Unternehmen ohne Gewinn-Marge, also unrentabel. Knapp 30 Prozent der Busmittelständler in diesen Bereichen bewertet die hohen Dieselpreise als existenziell bedrohlich. QUELLE: BUNDESVERBAND DEUTSCHER OMNIBUSUNTERNEHMEN

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TITELTHEMA | LOGISTIK

Doch eines liegt dem Bin- nenschiffer Mnich besonders am Herzen: „Die Binnen- schifffahrt hat schon immer einen großen Umweltvorteil, der bei steigenden Energie- preisen noch deutlicher wird.“ Deutschland käme den gesteckten Klimazie- len viel näher, wenn es der der Binnenschifffahrt die Bedeutung gebe, die sie ver- diene. „Auf der Rheinschiene könnten wir problemlos die Transportkapazität verdop- peln“, meint Stephen Mnich. Gerade bei Zeit-unkritischen Gütern wie Dünge- oder Futtermitteln habe das Schiff gegenüber der Bahn und erst recht gegenüber dem Lkw deutliche Vorteile – bergauf und erst recht bergab. „Da transportieren wir gut 1.100 Tonnen und brauchen dafür kaum mehr als 20 Liter Die- sel pro Stunde!“ Steigt der Dieselpreis weiter, wird es in der Logistik- branche noch mehr Verände- rungen geben. Das muss, wie die Gespräche zeigen, aber nicht unbedingt zum Nachteil einzelner Unternehmen sein. Martin Boeckh

um noch mehr Fahrzeuge gleichzeitig laden zu können. Der Staat helfe dabei kräftig, wenn die Ladestationen für die Öffentlichkeit seien. Mit Blick auf die Energiesituation und deren Verschär- fung durch den Russland-Ukraine-Krieg rechnet Benjamin Schwarz damit, dass der gesamte Fuhrpark mittel- bis lang- fristig auf Elektro umgestellt wird: „Der Verbrenner hat lang- fristig kein Zukunft mehr, weder bei uns noch grundsätzlich!“ Solidarität in Krisenzeiten Ganz anders sind die Perspektiven dagegen bei der Binnenschifffahrt. Für Stephen Mnich, der mit seinem Bruder Torsten das Gütermotorschiff (GMS) „Gebr. Mnich“ flußauf-flußab quer durch Deutsch- land und seine Nachbarländer steuert, wird auch lang- fristig kein Weg am Dieselmotor vorbeiführen. „Unsere Motoren haben Standzeiten von 25 Jahren und mehr – da lohnen keine vorzeitigen Neuinvestitionen, zumal eine alternative Antriebstechnik überhaupt nicht verfügbar ist“, erklärt Stephen Mnich. Auch er hatte, wie viele Binnen- schiffer, mit der Corona-Krise zu kämpfen, wenn auch stark zeitverzögert. Viele Kollegen aus der Containerbran- che seien mangels Aufträgen in die Schüttgutbranche ge- wechselt, in der sich auch die beiden Schiffe der Gebrüder

Mnich bewegen. Die beiden anderen Brüder Patrick und Dominik führen ebenfalls ein Gütermotorschiff, die „GMS Kallisto“. Ein knallharter Verdrän- gungswettbewerb mit einem Überangebot von Trans- portkapazitäten und daraus folgenden Preisabschlägen seien die Folgen gewesen. Das habe den vier Brü- dern ordentlich zugesetzt. Nachdem man sich davon langsam wieder erholt hat, geht es neuerdings um die Treibstoffproblema- tik. „Bei 250.000 Litern Diesel pro Jahr für unsere beiden Schiffe müssen wir jeden Auftrag einzeln und noch schärfer kalkulieren“, so Stephen Mnich. Zum Glück muss er auf Basis der „Mannheimer Akte“ keine Diesel-Steuer und auch sonst keine Schifffahrts- abgaben entrichten. Dieses internationale Abkommen wurde am 17. Oktober 1868 geschlossen und regelt bis zum heutigen Tag den Schiffsverkehr auf dem Rhein.

Was ist LNG? LNG („LIQUEFIED NATURAL GAS“ ODER „LIQUIFIED NATURAL GAS“) ist flüssiges Erd- gas, das bei Temperaturen um –162 °C verflüssigt vorliegt. In diesem Zustand können sehr große Mengen des verflüssigten Energieträgers gelagert und transportiert werden. Weil die globalen Erd- gasvorkommen zwei- bis dreimal höher sind als die Reserven an Öl, gilt LNG als Energieträger mit höherer Versorgungssicherheit. Es kann sowohl mobil als Kraftstoff für Lkw und die Schifffahrt als auch standortgebunden in der Produktion von Industrieunternehmen zum Einsatz kommen.

Pflegedienst Friedrich

Gebrüder Mnich OHG

Das Unternehmen Pflege- und Gesundheitsservice Cornelia Friedrich GmbH wurde im Jahr 2009 ge - gründet. Es beschäftigt 56 Mitarbeiter und be - treut damit etwa 300 Menschen mit Krankhei - ten, Pflegebedürftigkeit oder mit Behinderung – zu Hause. Benjamin Schwarz (Foto) betreut in dem Unternehmen einen Fuhr - park aus 45 Fahrzeugen, die Hälfte davon fährt elektrisch.

07221/2119-13 Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne! Anzeigen- Hotline Die vier Brüder Torsten, Stephen (Foto), Patrick und Dominik Mnich betreiben zwei Binnen - schiffe, die „GMS Gebr. Mnich“ mit 1173 Tonnen Tragfähigkeit und die „GMS Kallisto“ mit 1.530 Tonnen Tragfähigkeit. Damit erreichen sie ein jährliches Transportvolu - men von circa 100.000 Tonnen, wofür sie etwa 250.000 Liter Diesel benötigen. Hauptauf - gabenbereich ist der Transport von Saatgut, Tierfutter und Dün - gemittel quer durch Deutschland und die Nachbarländer.

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Langfristige Transportaufträge mit einem hohen Infla- tionsrisiko seien eher selten. Gegebenenfalls müsse man mit dem Auftraggeber nachverhandeln. Das sei weniger ein Problem als die Tatsache, dass die Bunkerstationen aufgrund der starken Dieselpreis-Schwankungen gar keine größeren Abgabemengen oder gar jährliche Mengen- kontingente erlauben. Die Verhandlungsspielräume beim Tanken seien eher gering, so der Unternehmer. In Krisenzeiten sofort nach Staatshilfen zu fragen, ist nicht Sache von Stephen Mnich: „Den Forderungen von den Verbänden nach mehr Unterstützung haben wir uns nicht angeschlossen. Derzeit haben alle Probleme; es gehört auch ein wenig Solidarität zur gegenwärtigen Situation.“ Und welche Stellschrauben sieht der Binnenschiffer, um seine Spritkosten zu senken? Wenige. Eigentlich bleibe nur das Drosseln der Fahrgeschwindigkeit. Langsamer fahren bedeutet aber auch eine Verlängerung der Fahrzeit und damit längere tägliche Arbeitszeiten. Für Familienunter- nehmen wie das der vier Brüder Mnich eher eine Option als für größere Reedereien mit vielen Angestellten.

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