In die Ferne, fertig, los: Dein Weg ins Auslandspraktikum

Informationen und Ansprechpartner für die Organisation eines Auslandspraktikums. • Wie finde ich einen Praktikumsplatz? • Wie bewerbe ich mich um ein Auslandspraktikum? • Wo finde ich die richtige Beratungsstelle? • Wie bereite ich mich auf den Auslandsaufenthalt vor? • Wo gibt es finanzielle Unterstützung?

W EGE INS AUSLAN D ARBEITSKREIS

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INHALT

AUSLANDSPRAKTIKUM: JA, BITTE!

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Auslandspraktikum: Wieso, weshalb, warum?

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SUCHE: HER DAMIT! 9 Die Suche: Wo sie beginnt, wo sie endet und was dazwischen wichtig ist 11

BEWERBUNG: ROCK DIE SHOW! 31 Die Bewerbung: Eine Anlaufstelle ist gefunden, doch wie bekomme ich das Praktikum? 32

VORBEREITUNG: CHECK UND WEG!

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Die Vorbereitungsphase: Was kommt auf dich zu?

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FINANZIERUNG: MONEY MATTERS!

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Kosten und Finanzierung: Wer soll das alles bezahlen?!

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NACHBEREITUNG: WAS HAT'S GEBRACHT? 57 Im Rückspiegel: Das Praktikum reflektieren und nachbereiten 59

WER STECKT HINTER DER BROSCHÜRE?

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JA, BITTE!

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Auslandspraktikum: Ja, bitte!

AUSLANDSPRAKTIKUM: WIESO, WESHALB, WARUM? In diesem Kapitel erfährst du, warum ein Praktikum im Ausland sinnvoll ist, für wen es sich eignet und welche Alternativen es zu diesem Weg gibt. Spannendes erleben, eine Sprache lernen oder verbessern, Fachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen erwerben, wertvolle Erfahrungen für den Berufseinstieg sammeln: Ein Auslandspraktikum bringt dir all das und vieles mehr! Weitere Vorteile: • Du lernst andere Kulturen, ausländische Geschäftspraktiken und Betriebe kennen • Du knüpfst wichtige Kontakte für die Zukunft • Du entwickelst deine Persönlichkeit weiter, wirst weltoffener und selbstsicherer • Du kehrst motivierter in den Ausbildungsbetrieb oder in die Hochschule zurück Ein internationales Praktikum hat viele positive Effekte, aber es ist eine sorgfältige und frühzeitige Planung notwendig. Du solltest dir Gedanken u. a. über folgende Fragen machen :

• Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen? • Wie finde ich eine passende Praktikumsstelle?

• Worauf muss ich bei der Auswahl des Betriebes achten? • Wer unterstützt mich bei der Suche und bei der Bewerbung? • Und wie kann ich einen solchen Auslandsaufenthalt finanzieren?

Mit unserer Broschüre „Dein Weg ins Auslandspraktikum – Infos für Azubis, Studis und die Neuen im Beruf“ möchten wir dich Schritt für Schritt bei der Vorbereitung und Durchführung begleiten und unterstützen.

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ALTERNATIVEN ZUM AUSLANDSPRAKTIKUM FÜR SCHÜLER UND SCHÜLERINNEN Praktika im Ausland eignen sich nicht für Schülerinnen und Schüler oder Schulabgän- gerinnen und Schulabgänger ohne berufsspezifische Kenntnisse. Du kannst aber trotzdem schon Auslandserfahrungen sammeln, und zwar mit folgenden Alternativen:

FREIWILLIGENDIENSTE

Bei einem Freiwilligendienst arbeitest du in einem gemeinnützigen Projekt im sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich oder im Natur- und Umweltschutz mit. Du hilfst z. B. in einem Kindergarten mit, unterstützt Sport- und Freizeitangebote in einem Jugendklub oder bringst dich in Projekte zur Förderung von Artenvielfalt oder in Bil- dungsangebote für ökologische Landwirtschaft ein. Neben ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt bekommst du tiefe Einblicke in eine fremde Sprache und Kultur. Es gibt zahlreiche geförderte Freiwilligendienste, bei denen du finanzielle Unterstützung (z.B. für Unterkunft und Verpflegung, Reisekosten, evtl. Sprachkurse) vom Bund oder von der EU erhältst.

Mehr Infos: www.rausvonzuhaus.de/freiwilligendienst

Konkrete Einsatzstellen für freiwilliges Engagement: www.freiwillig-freiwillig.de , www.ein-jahr-freiwillig.de , www.rausvonzuhaus.de/lastminute

WORKCAMPS

Workcamps sind zwei- bis vierwöchige Freiwilligendienste. Du arbeitest im internatio- nalen Team mit anderen jungen Leuten in einem Projekt im sozialen oder kulturellen Bereich oder im Natur- und Umweltschutz. Nebenbei gibt es ein Freizeitprogramm, das du selbst mitgestalten kannst. Workcamps kannst du auch in den Schulferien machen.

Mehr Infos: www.workcamps.org

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Auslandspraktikum: Ja, bitte!

AU-PAIR

Als Au-pair betreust du die Kinder deiner Gastfamilie und hilfst bei der täglichen Haus- arbeit mit. Dafür stellt dir die Familie Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung und du bekommst Taschengeld. Durch den Familienanschluss erhältst du tiefe Einblicke in die Sprache und Kultur deines Gastlandes.

Mehr Infos: www.rausvonzuhaus.de/au-pair

WORK & TRAVEL

Work-and-Traveller reisen für einige Wochen oder Monate in ein anderes Land (inner - halb oder außerhalb Europas) und bessern ihre Reisekasse durch Aushilfsjobs vor Ort auf. Sie helfen z. B. bei der Ernte mit, übernehmen Bürotätigkeiten oder arbeiten in Cafés oder Hostels. Basis dafür ist ein Abkommen zwischen Deutschland und dem jeweiligen Land, das den Reisenden erlaubt, legal Arbeit aufzunehmen.

Mehr Infos: www.rausvonzuhaus.de/jobben

Mehr Infos zu diesen Möglichkeiten erhältst du z.B. in der Broschüre „Wage den Sprung ins Ausland“, die in jedem BiZ der Agentur für Arbeit kostenlos er- hältlich ist oder zum Download unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/zav/ startseite > Downloads bereitsteht, sowie auf der Internetseite des euro- päischen Jugendinformationsnetzwerks Eurodesk: www.rausvonzuhaus.de

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HER DAMIT!

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Auslandspraktikum: Ja, bitte!

» Ich bekam einen Einblick in die Arbeit österreichischer Pflegefach- personen auf einer Station für Menschen mit Depression. Es ist eine offen geführte Station für erwachsene Patienten, auf der hauptsächlich therapeutisch gearbeitet wird. Alle Patientinnen und Patienten hatten Therapiepläne und verschiedene Termine über den Tag verteilt: Ge- spräche beim Psychologen oder bei der Psychologin, Sportaktivitäten, Töpfern, Malen, Gartentherapie und vieles mehr. Ich durfte einige An- gebote begleiten, wie z. B. die NADA-Ohrakupunktur, bei der ich auch eine Selbsterfahrung machen durfte. Ich habe mein Praktikum in Öster- reich sehr genossen und viel Neues dazugelernt. Auch konnte ich mich in Themen einlesen, die mich interessierten und mich mit den Kolleginnen und Kollegen über Unterschiede zum Pflegealltag in Deutschland aus- tauschen. Wir waren personell auch immer top besetzt und auch unsere Patientinnen und Patienten waren alle sehr lieb. Ich hatte für alles genü- gend Zeit. In meiner freien Zeit ging ich wandern. Vor allem die Wande- rung zum Herzstein gefiel mir sehr. Für mich fühlte es sich trotz Arbeit irgendwie wie Urlaub an. Ich kann nur allen empfehlen, eine Erfahrung im Ausland zu machen, sofern man die Möglichkeit dazu hat! « Carolin ist gelernte Pflegefachfrau und studiert Gesundheit und Pflege in Mainz. Sie hat ein vierwöchiges Praktikum im psychiatrischen Krankenhaus beim Therapiezentrum Ybbs in Niederösterreich gemacht.

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DIE SUCHE: WO SIE BEGINNT, WO SIE ENDET UND WAS DAZWISCHEN WICHTIG IST In diesem Kapitel erfährst du, wo du passende Stellen oder einen potenziellen Arbeit- geber finden kannst, wer dich dabei unterstützt und worauf du bei der Auswahl des Praktikums achten solltest. Ein Praktikum geht mit vielen Vorteilen einher und kann zahlreiche Türen öffnen. Allerdings gestaltet sich die Praktikumssuche oft schwierig und ist zeitintensiv. Plane also vorausschauend und fang mit der Recherche so früh wie möglich an. Doch bevor es losgeht, nimm dir Zeit, um über deine Interessen, Fähigkeiten und beruflichen Ziele zu reflektieren. Denk auch an Branchen und Tätigkeitsbereiche, die dich ansprechen. Und vergiss bei den Überlegungen nicht, welche Erwartungen Arbeitgeber an Prakti- kantinnen und Praktikanten haben könnten. Generell gilt, dass sie von dir – wie von ihren Mitarbeitenden – einen Beitrag zum Unternehmen erwarten. GUT ZU WISSEN! In der Regel reicht es nicht aus, sich nur auf ausgeschriebene Praktikumsstellen zu bewerben, u.a. weil in vielen Ländern keine bzw. nur wenige Praktikumsanzeigen zu finden sind.

Initiativbewerbungen führen nicht selten zum Erfolg, wenn dein Profil gut zum Unternehmen passt und du dich überzeugend bewirbst.

Daniel Artl ist kaufmännischer Ausbildungsrefe- rent des Pharmaunternehmens Boehringer Ingel- heim und begleitet Auszubildende auf ihrem Weg ins Auslandspraktikum.

» Wir bilden mit dem Ziel aus, fachlich kompetente und reife Persön- lichkeiten als Nachwuchs für unser Unternehmen zu entwickeln. Im Sinne dieser ganzheitlichen Ausbildung ist ein Auslandsaufenthalt ein wichtiger Pfeiler. Denn so einen geballten Lernerfolg wie während eines Auslandspraktikums hat man im Heimatbetrieb nicht. Es ist vielleicht sogar die lernintensivste Zeit in der dreijährigen Ausbildung – im Sinne dessen, was man fürs Leben lernt. Man wächst als Persönlichkeit, lernt in anderen Kontexten zu kommunizieren und blickt über den Tellerrand. Mit der finanziellen Unterstützung durch die Förderprogramme Aus- bildungWeltweit und Erasmus+ können wir jährlich rund 30 Auszubil- denden ein Auslandspraktikum ermöglichen. «

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Tipps • Stöbere in Praktikums- und Jobbörsen wie z. B. Indeed, auf Unternehmenswebseiten und in Social-Media-Kanälen , wie Instagram,

• verwende Business-Plattformen , wie LinkedIn und XING,

• nutze Netzwerke , z. B. Freundinnen und Freunde, Familie, Bekannte, Lehrkräfte, Kommilitoninnen und Kommilitonen, Peers usw.,

• setze KI-Tools ein (mehr dazu auf Seite 36 ).

Du traust dir nicht zu, alleine eine Stelle zu finden? Beratungsstellen unterstützen dich bei der Suche und geben dir Tipps. Manche vermitteln auch Praktika. Nach- folgend nennen wir einige wichtige Adressen, wo du dich kostenlos und neutral beraten lassen und informieren kannst: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit informieren dich telefonisch oder per E-Mail über Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten in aller Welt. Sie beraten Schulabgängerinnen und Schulabgänger, Studierende, Auszubildende, Absolventinnen und Absolventen sowie junge Berufstätige umfassend zu allen Fragen bezüglich Praktika, Überbrü- ckungsalternativen und Jobs im Ausland. Zu Einstiegsmöglichkeiten bei internationalen Organisationen berät das Büro Führungs- kräfte zu Internationalen Organisationen (BFIO) der ZAV: www.zav.de

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Suche: Her damit!

Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) bündelt Informations- und Beratungsangebote für Auslandsaufenthalte während und kurz nach der Ausbildung: • Das Service-Portal MeinAuslandspraktikum.de bietet dir mit dem Stipendien­ finder einen umfassenden Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten von Auslandspraktika in deiner Ausbildung und berät dich auch persönlich. Zur Finanzie- rung von Auslandsaufenthalten in der Ausbildung gibt es das Bildungsprogramm Erasmus+ der Europäischen Union und AusbildungWeltweit des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Während Eras - mus+ insbesondere Aufenthalte innerhalb der EU fördert, bezuschusst Ausbil- dungWeltweit Auslandspraktika rund um den Globus: www.meinauslandspraktikum.de , www.ausbildung-weltweit.de/azubis • Auf dem Europass-Portal kannst du ein Profil oder einen Lebenslauf erstellen, in denen du deine im Ausland erworbenen Kompetenzen beschreibst. Verschiedene weitere Tools und Dokumente helfen beim grenzüberschreitenden Bewerben. Zum Portal: https://europass.europa.eu/de . Info und Beratung: www.europass-­ info.de Die Beraterinnen und Berater des Netzwerks Berufsbildung ohne Grenzen helfen dir während deiner Ausbildung und auch danach bei der Suche nach einem Zielland sowie einem passenden Gastbetrieb in dem jeweiligen Zielland. Außerdem beraten sie dich zu allen Fragen rund um die Finanzierung des Auslandsaufenthaltes und unterstützen dich bei der Planung mit dem Ausbildungsbetrieb in Deutschland. www.berufsbildung-ohne-grenzen.de

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Der Deutsche Akademische Austauschdienst e.V. (DAAD) informiert Studierende und Hochschulabsolventinnen und -absolventen zu Fragen rund um das Auslands- praktikum. Er bietet auch eine Reihe von Stipendienprogrammen für Auslandspraktika an und stellt Informationen zum Thema Auslandspraktika bereit. Zudem kannst du dich für ein Praktikum in einer DAAD-Außenstelle bewerben. www.daad.de und www.daad.de/de/im-ausland-studieren-forschen-lehren/praktika-im-ausland Die Akademischen Auslandsämter (AAA), International Offices (IO) oder Career Centers der Hochschulen unterstützen Studierende aller Fachrichtungen bei der Suche nach einem Praktikum im Ausland. Über www.hochschulkompass.de findest du eine Liste aller Hochschulen. Das Auswärtige Amt bietet auf seiner Homepage einen ausführlichen Überblick zum Thema Praktika in internationalen Organisationen und EU-Institutionen: www.auswaertiges-amt.de . Auf programmes.eurodesk.eu/internships findest du zusätzlich aktuelle Stellenangebote.

„Voluntourismus“ setzt sich aus den Begriffen Volunteering (Freiwilligen - arbeit) und Tourismus zusammen. Vermittlungsagenturen sprechen häufig aber auch nur von „Volunteering“, „Volontariat“ oder sogar von „Praktikum“. Bei diesen meist kommerziellen und sehr teuren Angebo- ten besteht die Gefahr, dass die Teilnehmenden vor Ort eigentlich gar nicht gebraucht werden oder durch ihre Arbeit indirekt der einheimischen Bevölkerung schaden.

Weitere Infos unter www.rausvonzuhaus.de/voluntourismus

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Suche: Her damit!

Es gibt viele Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt während der Ausbildung oder des Studiums – auch für Auszubildende und Wissen- schaftlerinnen und Wissenschaftler mit Beeinträchtigung oder Behinde- rung! Bei deinem Weg ins Ausland unterstützen und begleiten dich die Beratungsangebote und Förderprogramme. Hier erfährst du alles zu deinen Möglichkeiten: www.rausvonzuhaus.de/inklusiv (Übersicht) www.daad.de/de/der-daad/mobilitaet-mit-behinderung (Hochschulbereich) www.meinauslandspraktikum.de/inklusiv (Berufsbildung)

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Manche Organisationen geben dir nicht nur Tipps bezüglich der Bewerbung, sondern vermitteln dir auch den Praktikumsplatz und kümmern sich um organisatorische Dinge, wie die Beschaffung eines Visums. Viele dieser An- bieter lassen sich ihre Dienste allerdings bezahlen und nicht alle von ihnen sind seriös. Um zu erkennen, ob du der von dir ausgewählten Organisation vertrauen kannst, haben wir dir eine Checkliste zusammengestellt. Darüber hinaus kannst du dich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der unab- hängigen Beratungsstellen aus dem Arbeitskreis „Wege ins Ausland“ über die Qualitätskriterien, die eine Vermittlungsstelle erfüllen sollte, kostenlos informieren und beraten lassen: www.wege-ins-ausland.org 1. Handelt es sich um einen erfahrenen Anbieter, der dich aus- führlich über Inhalte, Rahmenbedingungen und Kosten seiner Programme und Angebote informiert? 2. Sorgt die Organisation für eine passgenaue Vermittlung oder unterstützt sie dich bei der selbstständigen Suche nach einem Praktikumsplatz? 3. Wird mit der Vermittlungsorganisation und ggf. mit dem Prakti- kumsunternehmen ein detaillierter schriftlicher Vertrag oder eine Vereinbarung abgeschlossen? Werden die arbeits- und aufenthaltsrechtlichen Vorgaben des Gastlandes korrekt um- gesetzt? 4. Gibt es eine Kontaktperson, die dir bei eventuell auftretenden Problemen und Konflikten weiterhilft?

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Suche: Her damit!

5. Bietet die Vermittlungsorganisation sinnvolle Maßnahmen zur Vorbereitung des Praktikums, wie bspw. Seminare oder inter- kulturelle Trainings, an? Gibt es Informationsmaterial, z. B. zu Versicherungsfragen? 6. Gibt es eine persönliche Betreuung vor Ort, die dich in fachli- chen und organisatorischen Fragen sowie bei der Gestaltung des Alltags unterstützt? 7. Findet eine fundierte Auswertung des Praktikums statt, z. B. in Form von persönlichen Gesprächen oder mittels Fragebögen? 8. Wirst du nach deinem Praktikum ein entsprechendes Zertifikat erhalten? 9. Ist der Auslandsaufenthalt so angelegt, dass er interkulturelle Kompetenz fördert und berufliche Orientierung ermöglicht? 10. Informiert die Vermittlungsorganisation ausreichend über Vermittlungs- und Programmgebühren sowie zu erwartende weitere Kosten (z. B. Lebenshaltungskosten, Kosten für Ver - sicherung, Visum, Impfungen), eine eventuelle Vergütung (ggf. Steuerpflicht), mögliche Stipendien und Zuschüsse?

Erweiterte Checkliste als PDF herunterladen: www.wege-ins-ausland.org/qualitaetshinweise/ qualitaetscheck-auslandspraktikum

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FOLGENDE STELLEN BERATEN UND INFORMIEREN WÄHREND UND NACH DER AUSBILDUNG • Die Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) berät Jugendliche, Auszubildende und junge Fachkräfte kostenlos und unabhängig zu geförderten Auslandsaufenthalten in der Ausbildung sowie zu den Förderpro- grammen Erasmus+ und AusbildungWeltweit. Von „Versicherungen und Sicherheit“ über Fragen der Unterbringung bis hin zu den notwendigen Sprachkenntnissen: Auf der Website www.meinauslandspraktikum.de findet man Erfahrungsberichte und wichtige Tipps zur Planung eines Auslandsaufenthaltes. Der Stipendienfinder bietet einen Überblick über weitere Fördermöglichkeiten für berufsbezogene Aus- landsaufenthalte weltweit. • Die Beraterinnen und Berater im Netzwerk Berufsbildung ohne Grenzen unter- stützen Auszubildende und junge Fachkräfte bei der Organisation, Planung und Umsetzung von Auslandspraktika während und nach der Berufsausbildung. Die Beraterinnen und Berater sind an verschiedenen Industrie- und Handelskammern (IHKs) und Handwerkskammern (HWKs) in Deutschland tätig. Eine Übersicht ist auf www.berufsbildung-ohne-grenzen.de zu finden. • Der gemeinnützige Verein Association Ouvrière des Compagnons du Devoir Deutschland e.V. (AOCD) hat es sich zum Ziel gesetzt, junge Handwerksgesel- linnen und Handwerksgesellen beruflich und persönlich fortzubilden und zu fördern und bietet deshalb einjährige Auslandsaufenthalte in Partnerbetrieben in Frankreich an. Zuvor absolvieren die Teilnehmenden einen Intensivsprachkurs, der durch das Deutsch-Französische Jugendwerk gefördert wird. www.compagnons-du-devoir.de • ProTandem, die deutsch-französische Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung , ermöglicht Azubis und Schülerinnen und Schülern einen zwei- bis dreiwöchigen Aufenthalt in Frankreich. Auf diese Weise erleben sie den realen Berufsalltag in einem neuen kulturellen Umfeld. www.protandem.org

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Suche: Her damit!

• Das Programm „Freiwillige Berufliche Praktika“ des Koordinierungszentrums Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch ermöglicht deutschen Auszubildenden, Berufsschülerinnen und Berufsschülern sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen ab 16 Jahren einen mindestens zweiwöchigen Praktikumsaufenthalt in Firmen, Handwerksbetrieben, Ausbildungs-

einrichtungen oder öffentlichen Einrichtungen in Tschechien. www.tandem-org.de/foerderung/foerderung-berufsbildend

• Mit seinem CrossCulture-Programm ermöglicht das Institut für Auslands­ beziehungen jungen Berufstätigen aus den Bereichen Politik und Gesellschaft, Menschenrechte und Frieden, nachhaltige Entwicklung sowie Medien und Kultur acht- bis zwölfwöchige Aufenthalte in islamisch geprägten Ländern und unterstützt die Teilnehmenden finanziell mit einem monatlichen Stipendium. www.ifa.de/foerderungen/ccp-fellowships • Das Austauschprogramm des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin ermöglicht jungen Berufstätigen und Auszubildenden einen zweiwöchigen Aufenthalt in Japan und bietet ihnen die Chance, das Arbeitsleben ihrer eigenen Berufssparte in Japan kennenzulernen. Der Reise geht ein dreitägiges Vorbereitungsseminar voran. Finan- ziert wird das Austauschprogramm im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) und aus Mitteln des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT). Eine finanzielle Eigenbeteiligung wird erwartet. www.jdzb.de/austauschprogramme/berufstaetige • Nachwuchskräften mit Interesse an Japan bietet das Studienwerk für Deutsch-­ Japanischen Kulturaustausch in NRW e.V. erste Einblicke in die japanische Kultur und Wirtschaft. Im Rahmen eines vierwöchigen Stipendienprogramms lernen die Teilnehmenden Japan sowie seine Lebensweise und Arbeitswelt kennen. Der Japanaufenthalt schließt eine Studienreise durch verschiedene japanische Städte – auch abseits der üblichen „Touristen-Pfade“ – und ein Kurzpraktikum in Tokio ein. Eine finanzielle Eigenbeteiligung wird erwartet. www.japan-studienwerk.de/stipendium

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• Die Joachim Herz Stiftung vergibt im Rahmen des Programms „Azubis in die USA“ Stipendien an volljährige Auszubildende aus allen Berufsgruppen und er- möglicht diesen den Besuch einer Universität / eines Colleges. www.joachim-herz-stiftung.de/azusa • Seit 1983 ermöglicht das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) Auszubildenden und jungen Berufstätigen eine jeweils im Sommer beginnende ein- jährige Teilnahme am Unterricht eines Community Colleges oder einer vergleich- baren Bildungsstätte und ein Praktikum in einem US-amerikanischen Betrieb. Das Stipendium umfasst die Reise- und Programmkosten sowie die notwendigen Versicherungskosten. Bewerberinnen und Bewerber dürfen nicht älter als 24 Jahre alt sein. www.bundestag.de/ppp

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Suche: Her damit!

FOLGENDE STELLEN BERATEN UND UNTERSTÜTZEN WÄHREND UND NACH DEM STUDIUM

Fächer- und branchenbezogene Informations- und Vermittlungsstellen

AUSLANDSSCHULEN / DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE (DAF) / BIBLIOTHEKSWISSENSCHAFTEN / GEISTESWISSENSCHAFTEN

• Der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (PAD) ver- mittelt mit seinem Programm Internationaler Austausch von Fremdsprachenassis- tenzkräften (FSA) Lehramtsstudierende an eine ausländische Bildungseinrichtung, an der sie im Fremdsprachenunterricht mitwirken können. Die Fremdsprachenas- sistenzkräfte erhalten einen monatlichen Unterhaltszuschuss von den zuständigen Behörden im Gastland. www.kmk-pad.org/programme/fremdsprachenassistenzkraefte.html • Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) stellt Informationen für deutsche Lehramts- und DaF-Studierende bereit, die ein Lehramts- oder Unter- richtspraktikum an Schulen im Ausland absolvieren möchten, welche zum Netz- werk der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) des Auswärtigen Amts gehören. www.pasch-net.de/de/pasch-schulen/praktika.html • Deutsche Studierende geisteswissenschaftlicher und benachbarter Disziplinen können sich auf Praktikumsplätze in den Bereichen Wissenschaft, Bibliothek und/ oder Administration bewerben, die die Institute der Max Weber Stiftung z. B. in Paris, Washington und Tokio anbieten. Bevorzugt werden Bewerberinnen und Be- werber mit einschlägigem BA-Abschluss, die eventuell bereits an ihrer Masterarbeit arbeiten, sodass die Tätigkeiten am jeweiligen Institut auch für die eigene wissen- schaftliche Arbeit genutzt werden können. Für diese Praktika kann über den Deut- schen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ein „Kurzstipendium für Praktika im Ausland“ beantragt werden. www.maxweberstiftung.de • Stipendiendatenbank: www2.daad.de/ausland/studieren/stipendium/de/70-­ stipendien-finden-und-bewerben

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BILDUNG UND ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

• Das ASA-Programm ermöglicht dreimonatige Praktika in einem von mehr als 50 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa. Die Praktika haben Bezug zur global nachhaltigen Entwicklung und werden finanziell unterstützt. Die Höhe des Zuschusses zu den Lebenshaltungskosten und zur Reise ist abhängig vom Gastland. asa.engagement-global.de/de • Der World University Service vermittelt Praktika mit einer Dauer von mindestens acht Wochen im Bildungsbereich und in entwicklungspolitischen Projekten in vielen Ländern der Welt, u. a. in Indonesien, Eritrea und China. Teilnehmen können Stu- dierende, die ihr Grundstudium bereits absolviert haben und Sprachkenntnisse in Englisch vorweisen können. www.wusgermany.de

GEOÖKOLOGIE

• Das Auslandsreferat des Verbandes für Geoökologie in Deutschland e.V. (VGöD) gibt Studierenden, die ein Auslandspraktikum machen möchten, Tipps und vermittelt Kontakte zu Geoökologinnen und Geoökologen, die bereits im Ausland waren. www.geooekologie.de

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Suche: Her damit!

MEDIZIN/AUGENMEDIZIN/VETERINÄRMEDIZIN/­ GESUNDHEITSWISSENSCHAFTEN

• Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschlands e.V. vermittelt Famulaturen und Forschungsstellen in 90 Partnerländern. Praktikantinnen und Praktikanten können bei der bvmd einen vom DAAD finanzierten Fahrtkosten - zuschuss beantragen. www.bvmd.de • Die amerikanische Organisation Unite For Sight ermöglicht Studierenden der Augenheilkunde die Mitarbeit in ein- bis zehnwöchigen Hilfsprogrammen in Indien, Honduras und Ghana. www.uniteforsight.org

INGENIEUR- UND NATURWISSENSCHAFTEN

• Das Deutsche Komitee der IAESTE vermittelt Studierenden technischer und naturwissenschaftlicher Fachrichtungen meist zwei- bis dreimonatige bezahlte Auslandspraktika in der Industrie und in Forschungsinstituten. Die Organisation übernimmt außerdem die Wohnungssuche und erledigt alle notwendigen For- malitäten. www.iaeste.de • Das DAAD-Stipendienprogramm RISE Weltweit vermittelt Bachelorstudierenden der Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Informatik-, Medizin- und Pharmazie­ studierenden anderthalb- bis dreimonatige Forschungspraktika in den Sommer- semesterferien an Hochschulinstituten und Forschungseinrichtungen weltweit. www.daad.de/rise/de/rise-weltweit • Mit seinem Programm Vulcanus ermöglicht das EU-Japan Centre for Industrial Cooperation Studierenden ingenieur- und naturwissenschaftlicher Fächer das Absolvieren achtmonatiger Praktika in Japan plus die Teilnahme an einem vier- monatigen Intensivsprachkurs. www.eu-japan.eu

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• Die VDEh-Studienförderung vergibt an Studierende in ingenieur- oder naturwis- senschaftlichen Studiengängen mit den Schwerpunkten Eisenhüttenkunde, Me- tallurgie sowie Stahl-Verfahrenstechnik Reisekostenzuschüsse für Praktika in ausländischen Stahlunternehmen und hilft bei der Suche nach Ansprechper- sonen in den Unternehmen weiter. vdeh.de/nachwuchs/stipendien

• Das Otto-Bayer-Stipendium fördert Studierende und Young Professionals der Fachrichtungen Biologie und Molekularbiologie, Bioverfahrens-

technik und Bioinformatik, Chemie und Biochemie sowie Pharmazie und Com- putational Life Sciences, die im Ausland im Rahmen eines Praktikums an einem innovativen Projekt mitarbeiten möchten. www.bayer-foundation.com/de/­ wissenschaft

LANDWIRTSCHAFT/AGRARWISSENSCHAFTEN

• Die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes vermittelt jungen Berufstätigen und Studierenden zwischen 18 und 30 Jahren aus dem Agrarbereich (u. a. Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau) vergütete Praktika in der ganzen Welt, u. a. in den USA, Kanada, der Schweiz und Uganda. www.krassgruen.de • Das Jeff-Schell-Stipendium der Bayer Foundation richtet sich an Studierende und Young Professionals der Fachrichtungen Agrarwissenschaften und Agroöko- nomie, Pflanzenschutz, Saatgut- und grüne Biotechnologie sowie Umweltwis - senschaften und landwirtschaftliche Nachhaltigkeit der Agrarwissenschaften, die im Rahmen eines Praktikums an einem innovativen Projekt mitarbeiten möchten. www.bayer-foundation.com/de/wissenschaft

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Suche: Her damit!

MEDIEN

• Die Internationale Medienhilfe (IMH) vermittelt Praktikumsplätze bei deutsch- sprachigen Publikationen und Rundfunkprogrammen im Ausland an junge Leute, die mindestens 20 Jahre alt sind und bereits Grundkenntnisse in den Bereichen Medien oder Werbung besitzen. www.medienhilfe.org/medienpraktikum • Der Verein Internationale Journalisten-Programme ermöglicht jedes Jahr bis zu 120 jungen Journalistinnen und Journalisten einen achtwöchigen Arbeitsaufenthalt in einer ausländischen Redaktion in rund 40 Ländern, z. B. in den USA, in Israel, in den Niederlanden oder in Schweden. www.ijp.org • Die Dr. Alexander und Rita Besser-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fördert Auslandspraktika von Graduierten aller Fach- richtungen, die eine journalistische Tätigkeit in der Wissenschafts- oder Auslands- berichterstattung anstreben. Die Ausstattung der Stipendien wird je nach Vorhaben individuell festgelegt. Dabei können Kosten für Unterkunft, Lebenshaltung und Reisekosten berücksichtigt werden. www.studienstiftung.de/journalismus

PHARMAZIE

• Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e. V. vermittelt dreiwöchige bis dreimonatige Auslandspraktika in fast 50 Ländern, z. B. in Kranken - hausapotheken, der Industrie und an Universitäten. www.bphd.de

RECHTSWISSENSCHAFTEN

• Die Deutsch-Amerikanische Juristenvereinigung vermittelt Nachwuchsjuris- tinnen und -juristen Praktika bei amerikanischen Law Firms und Behörden. Für Mitglieder ist dieser Service kostenlos, andere Interessierte zahlen einen Unkos- tenbeitrag. www.dajv.de

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• Die Deutsch-Französische Juristenvereinigung e.V. (DFJ) unterstützt Studie- rende der Rechtswissenschaften bei der Suche nach Praktika und Wahlstationen in Frankreich. Für Mitglieder des Vereins ist dieser Service kostenfrei. Der Verein vergibt auch Stipendien. www.dfj.org • Die Deutsch-Japanische Juristenvereinigung e. V. hilft Interessierten bei der Suche nach Praktika in Japan. djjv.org/praktika/djjv-ansprechpartner • Mit ihrem Praktikumsprogramm STEP – Student Trainee Exchange Programme – vermittelt die European Law Studentsʼ Association (ELSA) Jurastudierenden und Jungjuristinnen und -juristen rechtsbezogene und bezahlte Praktika in ganz Europa, die zwischen zwei Wochen und zwei Jahren dauern können. Praktikan- tinnen und Praktikanten erhalten zudem Unterstützung bei der Vorbereitung des Praktikums, z.B. bei der Wohnungssuche oder den notwendigen Formalien. www.elsa-germany.org

RESTAURIERUNG

• Die weltweit tätige Organisation International Centre for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property (ICCROM) bietet Studie- renden aus höheren Semestern u.a. der Fächer Archäologie, Architektur, Kunstge- schichte, Restauration, Ingenieurwesen und Bibliothekswissenschaften Praktika an. www.iccrom.org/get-involved/internships

ZAHNMEDIZIN

• Der Zahnmedizinische Austauschdienst (ZAD) informiert über die Möglichkeit, eine Famulatur im Ausland zu absolvieren. Wer einen solchen Praktikumsplatz erhält, kann beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) einen Fahrt - kostenzuschuss beantragen, wenn das Praktikum außerhalb Europas stattfindet. www.zad-online.com

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Suche: Her damit!

FÄCHERÜBERGREIFENDE ANGEBOTE

• Viele Deutsche Auslandshandelskammern (AHKs) bieten Praktika an, vor allem für Studierende der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Die Voraussetzungen und Konditionen, wie Dauer und Vergütung, variieren je nach Land und können auf der Website des jeweiligen AHK-Standorts eingesehen werden. www.ahk.de Einige AHKs, wie die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer, ver- mitteln gegen eine geringe Gebühr auch Praktika. www.francoallemand.com • Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bietet Praktika in ihren verschiedenen Abteilungen im Ausland während und bis zu sechs Monate nach dem Studium an. Bevorzugt werden Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen aus den Bereichen Wirtschafts-, Verwaltungs-, Politik-, Rechts-, Regional-, Kommunikations-, Umwelt- und Sozialwissenschaf- ten, Agrar-/Forstwirtschaft, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Informatik, Geo- grafie sowie Berufspädagogik. www.giz.de/de/karriere/jobs/praktikum • Die Deutsch-Kanadische Gesellschaft vermittelt angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren rund sechsmonatige Praktika in Kanada. Bei erfolgreicher Ver- mittlung eines Praktikums wird eine Bearbeitungsgebühr für die Vermittlung und die Hilfestellung bei der Beschaffung der Arbeitsgenehmigung fällig. www.dkg-online.de/programme/praktikum • Das EURES -Netzwerk (EURopean Employment Services) fördert die berufliche Mobilität in den 27 EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz und bietet verschiedene Dienstleistungen an. Auf dem Portal findet man u. a. Stellen- und Praktikumsangebote. eures.europa.eu • Das Goethe-Institut bietet Studierenden ab dem dritten Hochschulsemester Praktika in seinen Auslandsinstituten in den Bereichen Programmarbeit, Sprache und Bildungskooperation Deutsch, Informations- und Bibliotheksarbeit und Ver- waltung an. www.goethe.de/de/uun/kar/stu/pra.html

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• Auf dem europäisch-chinesischen Jobportal SinoJobs gibt es aktuelle Praktikums- und Stellenangebote aus dem Reich der Mitte sowie Informationen und Tipps in Sachen Bewerbung und Umgangsformen. www.sinojobs.com • Die Non-Profit-Plattform Kopra bietet eine umfassende Übersicht über Praktikums- und Stellenangebote mit Ostasienbezug, u. a. in Korea, China, Taiwan und Japan. www.kopra.org • Das Europäische Jugendportal informiert über Praktika in Europa, insbesondere in Organen und Einrichtungen der Europäischen Union. Hier findet man außerdem Erfahrungsberichte. www.europa.eu/youth/go-abroad/traineeships_de • Die Steuben-Schurz-Gesellschaft vermittelt seit 1999 gegen eine Aufwandsent - schädigung deutsche Studierende für achtwöchige bis sechsmonatige Praktika in die USA. www.steuben-schurz.org/usa-interns

INFORMIER DICH AUSREICHEND

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Auslandspraktikum: Ja, bitte!

Für Toni und Justin ging am Anfang ihres dritten Lehrjahres ein Traum in Erfüllung. Während ihrer Ausbildung zum Zer- spanungsmechaniker bei der Paatz Viernau GmbH haben sie für zwei Monate in Brasilien gelebt und gearbeitet. Gefördert wurde das Praktikum von AusbildungWeltweit.

» Es war toll, auch mal vor Ort zu sehen, wie bei den Maschinen alles zusammenkommt und ineinandergreift, dass die Maschinen dann so präzise laufen. Die Leute haben uns mit ganz offenen Armen aufgenom- men. Sie haben sich gefreut, dass wir da waren, und haben uns alles gezeigt. Gesprochen wurde manchmal auch mit Händen und Füßen und wenn das nicht gereicht hat, hat uns der Google-Übersetzer gehol- fen. Wir hatten dort jederzeit Ansprechpersonen und konnten immer Fragen stellen. Da vor allem einige der älteren Mitarbeitenden kein Englisch konnten, bekamen wir ‚Paten‘, mit denen wir uns verständigen konnten. Es war eine unglaublich tolle Erfahrung. So eine Gelegenheit bekommt man nicht oft im Leben geboten. Wir würden es sofort wieder machen und können es jedem Azubi nur empfehlen. «

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ROCK DIE SHOW!

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Bewerbung: Rock die Show!

DIE BEWERBUNG: EINE ANLAUFSTELLE IST GEFUNDEN, DOCH WIE BEKOMME ICH DAS PRAKTIKUM? In diesem Kapitel erhältst du Tipps, Dos und Don’ts für das Schreiben einer Bewer- bung, Informationen darüber, worauf Arbeitgeber achten, ob und wie die künstliche Intelligenz (KI) dabei helfen kann und Hinweise auf Unterschiede in anderen Ländern.

Du hast dein Traumpraktikum oder ein tolles Unternehmen für eine Initiativbewerbung gefunden?

Nun gilt es, sich zu bewerben. Bewerben heißt werben in eigener Sache, sich gut zu verkaufen, Motivation und Kompetenzen wirkungsvoll zu kommunizieren.

Auf dem Weg zum Praktikumsplatz ist die richtige Bewerbung der Schlüssel zum Erfolg. Aber was macht eine gute Bewerbung heute aus?

Zusammengefasst: Klarheit, Ehrlichkeit und eine präzise Ausrichtung auf die Anfor- derungen der Stelle oder des potenziellen Arbeitgebers.

Wichtig auch: Sie soll in wenigen Sekunden zeigen, was du zu bieten hast!

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Informiere dich vorher im Internet oder bei Informations- und Vermitt- lungsstellen über länderspezifische Besonderheiten im Bewerbungs - verfahren: Anders als in Deutschland möchten Personalverantwortli- che im Ausland z.B. häufig keine Zeugnisse und Urkunden mitgeschickt bekommen. In vielen Ländern ist es sogar ein No-Go, der Bewerbung ein Foto beizulegen. Auch inhaltlich müssen Bewerbungen im Ausland andere Schwerpunkte haben. So wird im englischsprachigen Raum erwartet, dass in der Be- werbung bei den bisherigen beruflichen Erfahrungen nicht nur die jewei - lige Funktion und die dazugehörigen Aufgaben dargelegt werden, son- dern auch, welche Ergebnisse erreicht wurden („Achievements“). Kulturelle Unterschiede spielen ebenfalls eine große Rolle: Während in den USA in Bewerbungsanschreiben und in Interviews ein sehr selbst- bewusstes Auftreten angesagt ist, gilt es im asiatischen Raum eher, sich in Bescheidenheit zu üben. Unterstützung bei internationalen Bewerbungen bietet dir das kostenlose Europass-Portal (s. Seite 38 ).

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Bewerbung: Rock die Show!

Beim Verfassen der Bewerbung solltest du in ein oder zwei Absätzen deine Motiva- tion plausibel auf den Punkt bringen: Warum interessierst du dich für ein Praktikum gerade in diesem Unternehmen? Was reizt dich an dieser einen speziellen Abteilung? Lass gleich in den ersten Sätzen durchblicken, dass du dich über die Firma informiert hast. Anschließend solltest du erklären, welchen Mehrwert du für das Unternehmen mit- bringst. Das können deine Deutschkenntnisse oder fachliche Kenntnisse, z. B. im Hinblick auf die Dynamik des deutschen Marktes, sein.

Vergiss nicht, den gewünschten Zeitraum fürs Praktikum anzugeben und dich früh- zeitig (mindestens 6 Monate vorher) zu bewerben.

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DOS AND DON’TS

BEWERBUNG

Dos

Don’ts

Achte auf einen übersichtlichen Aufbau und eine klare Struktur Komm kurz und knackig zum Punkt (1 Seite fürs Anschreiben und max. 2 für den CV)

Mach keine Grammatik- und Rechtschreibfehler

Füge keine falschen oder übertriebenen Angaben hinzu

Hole Informationen über die Firma ein Verschick keine Copy-and-Paste-­ Bewerbungen

Gib aktuelle und vollständige Kontaktdaten an

Verwende kein ungünstiges Dateiformat (z.B. Word-Dokumente oder Archive) und keine unprofessionelle E-Mail-Adresse

BEWERBUNGSSCHREIBEN

Dos

Don’ts

Zeig Motivation und deine 3 wichtigsten Stärken

Wiederhole deinen Lebenslauf nicht einfach nur im Anschreiben

Verfasse individualisierte Anschreiben Adressiere nicht die falsche Ansprechperson

Baue entsprechende Schlüsselwörter ein, da Arbeitgeber mithilfe von Software-­ Screenings explizit danach suchen

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Bewerbung: Rock die Show!

LEBENSLAUF

Dos

Don’ts

Hebe besonders relevante Informationen hervor

Gib bei IT- und Sprachkenntnissen immer dein Niveau an

KI SMART UND SAFE ANWENDEN Künstliche Intelligenz (KI) bietet bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und bei der Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen spannende Möglichkeiten und spart eine Menge Mühe, keine Frage. Dabei nimmt die Akzeptanz der mit KI verfassten Bewerbungen in Betrieben zu. Dennoch gibt es Firmen, die solche Bewerbungen aussortieren, da sie großen Wert auf authentische und selbst erstellte Bewerbungs- unterlagen legen.

Als Faustregel gilt: Nutze KI-Tools als Unterstützung, aber nicht als Ersatz!

Die Bewerbung sollte individuell und authentisch gestaltet werden. Wenn du KI nutzen willst, musst du die Inhalte prüfen, weiterverarbeiten, mit einer persönlichen Note ver- sehen und optimieren. KI kennt deine persönlichen Stärken und deine Motivation nicht.

Aber mit einem klugen Mix aus Technologie und eigenem Einsatz bist du auf dem besten Weg, dein Traumpraktikum zu finden.

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MIT EUROPASS PROFESSIONELL BEWERBEN UND AUSLANDSERFAHRUNGEN GUT DOKUMENTIEREN Europass ist ein Angebot der EU für alle, die ihre Kompetenzen und Qualifikationen dokumentieren und damit ihren Bewerbungsprozess digital unterstützen möchten. Das Instrument bietet verschiedene Tools, die das grenzüberschreitende Lernen und Arbeiten erleichtern: Beispielsweise kannst du das Europass-Portal für die Bewer- bung um ein Auslandspraktikum nutzen oder mit dem Europass Mobilität zeigen, was du im Ausland gelernt hast.

Europass hat unter anderem folgende Bestandteile:

• Europass-Portal: Die zentrale Adresse für Bewerbung und Jobsuche in der EU. Es bietet Funktionen wie z. B. ein kostenloses Online-Profil, einen Lebenslauf-­ Editor, Bewerbungsmanager und vieles Mehr. Details findest du auf Seite 38 . • Europass-Dokumente (Europass Mobilität, Europass Zeugniserläuterungen und Europass Diploma Supplement): Die Dokumente helfen, Kompetenzen und Quali- fikationen so darzustellen, dass sie länderübergreifend verstanden werden.

• European Digital Credentials: Mit dieser technischen Infrastruktur können z. B. Bildungseinrichtungen rein digitale und fälschungssichere Zeugnisse erstellen.

Zum Europass-Portal: https://europass.europa.eu

EUROPASS MOBILITÄTSNACHWEIS NUTZEN Der Europass Mobilität dient der Bescheinigung dessen, was du während eines Praktikums im Ausland gelernt hast. Dabei werden vor allem die neu erworbenen Kompetenzen und Fähigkeiten hervorgehoben. Das Dokument wird in der Regel von der entsendenden Einrichtung für dich beantragt und ausgefüllt. Infos zu Euro- pass und speziell zu Europass Mobilität: www.europass-info.de

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Bewerbung: Rock die Show!

EUROPASS-PORTAL: GANZ EINFACH GUT BEWERBEN Ein Lebenslauf, der zeigt, was du kannst, ist das A und O einer erfolgreichen Bewer- bung. Ob du dich um ein Auslandspraktikum, eine Ausbildung, einen Studienplatz oder einen Job bewerben willst: Auf https://europass.europa.eu kannst du ganz einfach einen professionellen Lebenslauf erstellen. Das Besondere: Das Europass-­ Portal steht dir kostenlos, werbefrei und in mehr als 30 Sprachversionen zur Verfügung. Ganz besonders wichtig ist Europass, dass deine Daten geschützt sind.

Diese Tools bietet dir das Europass-Portal für deine Bewerbung:

• Du kannst ein persönliches Profil erstellen, jederzeit aktualisieren oder auch in einer anderen Sprache anlegen. Aus dem Profil erstellst du mit wenigen Klicks Lebensläufe oder du teilst dein Profil für Bewerbungen ganz einfach per Link. • Mit dem Lebenslauf-Editor erstellst du in wenigen Minuten einen professionellen Lebenslauf. Du kannst aus verschiedenen Layout-Vorlagen wählen und den Lebenslauf mit individuellen Farben und passenden Schriftarten gestalten. Mit dem Anschreiben-Editor kannst du dazu ein Anschreiben erstellen. • Lade deine Zeugnisse, Lebensläufe oder den Europass Mobilität in die per- sönliche Bibliothek . So ist es möglich, von überall aus auf deine Unterlagen zuzugreifen – ganz ohne Suchen nach wichtigen Dokumenten. • Mit dem Bewerbungs-Manager erstellst du digitale Bewerbungsmappen und kannst sie per Link mit Dritten teilen. • Überprüfe deine digitalen Kompetenzen mit einem interaktiven Online-Test . Das Ergebnis erhältst du als PDF, das du z. B. in deinem Europass-Profil spei - chern und für die nächste Bewerbung nutzen kannst.

• Auf dem Europass-Portal kannst du auch nach Weiterbildungen und Jobs in Europa suchen.

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CHECK UND WEG!

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Auslandspraktikum: Ja, bitte!

Christoph Golbeck ist Geschäftsführer und Inhaber der Autohaus Goldbeck GmbH in Berlin und ermöglicht seinen Auszubildenden Praktika im Ausland.

» Wir machen Auslandsaufenthalte für unsere Auszubildenden mög- lich, weil wir aus eigener Erfahrung wissen, wie prägend sie sein kön- nen. Während unserer Studienzeit haben meine Frau Alexandra und ich im Ausland gelebt und gearbeitet. Diese Impulse wirken bis heute nach. Genau das wollen wir weitergeben. Ein Praktikum in Schweden oder Frankreich, wie es unsere Azubis in den vergangenen Jahren erleben durften, ist mehr als nur ein fachlicher Gewinn. Es stärkt das Selbstbe- wusstsein, fördert Eigenverantwortung und bringt frische Ideen in unser Unternehmen. Für uns ist grenzüberschreitende Mobilität in der Ausbil- dung Teil moderner Unternehmensführung und gelebte Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden, unserer Gesellschaft und dem Wirt- schaftsstandort Deutschland. Daher mein Rat an andere Betriebe: Denkt nicht an Lücken im Betriebsablauf, sondern in Möglichkeiten! Dank der Unterstützung durch das Programm „Berufsbildung ohne Grenzen“ und der Finanzierung durch Erasmus+ ist die Umsetzung unkompliziert. Beraten werden wir dabei von der Handwerkskammer. «

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DIE VORBEREITUNGSPHASE: WAS KOMMT AUF DICH ZU? In diesem Kapitel erfährst du, um was du dich nach einer Zusage kümmern solltest: Wohnung suchen, Sprachkenntnisse intensivieren, Visum und Versicherungsschutz beantragen. Die Zusage für das Praktikum ist ins E-Mail-Postfach geflattert und die Freude groß. Zurücklehnen solltest du dich aber nur kurz und deinen Erfolg nicht zu lange aus- kosten. Denn jetzt kommen eine Menge Vorbereitungen (Unterkunft, Anreise, Visa, Versicherungen und, und, und) auf dich zu. Jetzt kann es aber losgehen oder etwa nicht? Fast! An eines solltest du noch denken: mit dem künftigen Arbeitgeber einen schriftlichen Vertrag aufzusetzen, in dem Ablauf und Inhalt des Praktikums, Dauer, Arbeitszeiten, Urlaubsansprüche, Höhe der Ver- gütung (falls das Praktikum bezahlt wird), Kündigungsvoraussetzungen und die Lohn - fortzahlung im Krankheitsfall festgelegt werden. Und last but not least: Denke daran, dich mit der Sprache und Kultur des Landes auseinanderzusetzen. Wer die Sitten, die Benimmregeln in anderen Ländern und die lokalen Gepflogenheiten nicht kennt, läuft schnell Gefahr, unangenehm aufzufallen.

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Vorbereitung: Check und weg!

Damit du nichts Wichtiges vergisst, haben wir dir hier eine Checkliste zusammengestellt:

1. Beurlaubung erforderlich oder sinnvoll? Mit Uni oder Ausbildungsstelle/Berufsschule klären. 2. Gültigkeit Reisepass geprüft? 3. Visum beantragt? Dieses brauchst du für ein Praktikum außerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschafts- raums. Ein Touristenvisum reicht in der Regel nicht aus. 4. Um Arbeitserlaubnis und eine Aufenthaltserlaubnis – falls erfor- derlich – gekümmert? Infos und Adressen der jeweiligen Botschaf- ten findest du unter www.auswaertiges-amt.de . 5. Auslandskranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung abgeschlossen? 6. Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen? Wichtige Medikamente besorgt? 7. Wohnung besorgt und ggf. eigene/s Wohnung/Zimmer für die Zeit der Abwesenheit untervermietet? 8. Nachsendeantrag bei der Post beantragt? 9. Kopien aller wichtigen Dokumente für den Fall des Verlustes angefertigt? 10. App „Sicher Reisen“ des Auswärtigen Amts installiert? 11. Internationale Zahlungsmittel und passendes Bankkonto vorhanden?

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Wer ein in der Studienordnung vorgeschriebenes Pflichtpraktikum im Ausland macht oder über den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) oder eine seiner Partnerorganisationen wie IAESTE in ein freiwilliges Praktikum vermittelt oder während eines solchen Praktikums gefördert wird oder als Azu- bi ein Praktikum im Rahmen des Erasmus+-Programms absolviert, kann ein Versicherungspaket buchen, das neben der Auslandskrankenversi- cherung auch eine Unfall- und eine Haftpflichtversicherung beinhaltet. Mehr Informationen hierzu findest du auf der Website des DAAD unter der Rubrik Versicherungen: www.daad.de/versicherung > Im Ausland.

Tipp Viele Studis, Azubis sowie Schülerinnen und Schüler, die längere Zeit im Ausland unterwegs sind, beantragen die International Student Identity Card (ISIC). Mit ihr erhältst du gegen eine geringe Gebühr zahlreiche Vergünstigungen, z. B. in Museen oder beim Übernachten in Hostels.

Du kannst den Ausweis online unter www.isic.de beantragen.

Ob du zum Auslandspraktikum ins Nachbarland fährst oder weiter weg reist – du hast es in der Hand, deinen Auslandsaufenthalt möglichst klimafreundlich zu gestalten. www.rausvonzuhaus.de/fair-reisen www.meinauslandspraktikum.de/klimafreundlich

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Auslandspraktikum: Ja, bitte!

Sophia hat ein einjähriges Praktikum in einem Camphill in Norwegen nach ihrem Bachelorstudium in Sonderpä- dagogik gemacht.

» Ein Camphill ist eine inklusive Gemeinschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben und arbeiten. Sie versucht, eine gesunde und unterstützende Umgebung für alle zu schaffen. Ich habe das Gefühl, dass ich in dieser Zeit enorm gewachsen bin. Ich habe Verantwortung übernommen – für mich selbst und gleichzeitig auch für andere Menschen –, habe gelernt, mich in einer neuen Sprache (Norwe - gisch) zu verständigen, und habe so viele Dinge erlebt, die ich sonst nicht gemacht hätte. So bin ich beispielsweise zum ersten Mal auf Lang­ laufskiern gelaufen und dann damit gleich 12km einen Berg hinauf- und wieder hinuntergeklettert. Außerdem habe ich mich getraut, Theater zu spielen (einmal musste ich auch etwas vorsingen und vortanzen). Es war auch wunderschön, norwegische Feste wie den 17. Mai mitzufeiern und zu erleben, wie viel Schnee es hier zu Weihnachten gibt. Es war toll, auf gefrorenen Seen spazieren zu gehen, im Sommer oft zu schwimmen und Polarlichter und die norwegische Natur zu sehen. Was ich aber neben all diesen schönen Erinnerungen vor allem mitnehme, sind die vielen neuen Menschen, die ich hier kennengelernt und sehr ins Herz geschlossen habe. Gerade deswegen war mein Auslandspraktikum eine große Berei- cherung für mich, für die ich sehr dankbar bin. «

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