08-09 | 2026 IHK Global Business
GROSSBRITANNIEN Neustart mit Burnham SEITE 4
SLOWAKEI Handelsregister modernisiert SEITE 10
SÜDKOREA Chip-Spitzenposition soll verfestigt werden SEITE 14
EDITORIAL
Liebe Leserinnen und Leser, Großbritannien sucht den Neustart – schon wieder. Nach Jahren politischer Turbulenzen, wirtschaftlicher Ernüchterung und wach- sender Brexit-Müdigkeit soll Andy Burnham nun liefern, was seine Vorgänger versprochen haben: Stabilität, soziale Entlastung und neue industrielle Stärke. Für deutsche Unterneh- men könnte das neue Perspektiven öffnen. Gleichzeitig bleibt der britische Markt heraus- fordernd: Zollvorschriften, Regulierung, Fach- kräfteengpässe und neue Instrumente wie der UK CBAM verlangen weiterhin Aufmerksam- keit. Erfahren Sie mehr in unserem Titelthema. Doch Chancen entstehen nicht nur auf der Insel. Weltweit sorgen Investitionsprogramme, technologische Entwicklungen und politi- sche Weichenstellungen für Bewegung in den Märkten. Für Unternehmen ergeben sich daraus neue Möglichkeiten, aber auch neue Anforderungen. Diese Ausgabe zeigt, wohin sich ein genauer Blick lohnt: auf die geplante eDeclaration in Europa, auf den wachsenden Bedarf an moder- ner Bergbautechnik in den USA, auf Südkoreas ambitionierte Pläne für den Halbleitersektor und auf Indiens steigende Nachfrage nach Wasseraufbereitungslösungen. Die Beispiele mögen unterschiedlich sein, haben jedoch eines gemeinsam: Sie verdeutlichen, wie eng wirt- schaftliche Chancen und politische Rahmenbe- dingungen heute miteinander verknüpft sind. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre und viele neue Impulse für Ihr Auslandsge- schäft. Herzlichst Ihr
7 Polen:
Maschinenbau stellt sich breiter auf
11 USA:
Rückenwind für Bergbautechnik
Mirza Karahodža Kompetenzzentrum UK
13 Indien:
Wassersektor bietet Chancen
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INHALT
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International
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TITELTHEMA
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MENA/AFRIKA
16 Ruanda Umsatzsteuer für digitale Dienstleistungen 16 Südafrika Neuer Hub für KI und Rechenzentren
4 Großbritannien Neustart für die Wirtschaft unter Burnham?
#GemeinsamWeltweit #ihkrheinneckar
EUROPA
DIE ZAHL
7 Polen Maschinenbau stellt sich breiter auf 8 Frankreich E-Invoicing und digitale Umsatzmeldungen 8 EU Verpackungsverordnung: Neue Pflichten für Erweiterte Herstellerverantwortung eDeclaration zur Meldung grenzüberschreitender Einsätze 10 Slowakei Handelsregister modernisiert
ZOLL & RECHT
20%
18 EU EUDR: Produktkreis und Systemregeln angepasst Neue Zollbehörde erhält Sitz in Lille Präferenznachweise für US-Waren Stahlkontingente neu geregelt Ne ues Allgemeines Präferenzsystem (APS) ab 2027 18 Webinar Ta rifdschungel – Wie finde ich die richtige Zolltarifnummer? 19 Pazifikstaaten Re gistrierter Ausführer ersetzt Ermächtigten Ausführer
DER EXPORTE
von Klimageräten und -anlagen aus Baden-Württemberg gingen 2025 in die Niederlande. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten die Schweiz (13,3 Prozent) und Italien (8,2 Prozent). Der Exportwert betrug insgesamt 75,1 Millionen Euro.
QUELLE: STATISTISCHES LANDESAMT BADEN-WÜRTTEMBERG
AMERIKAS
11 USA Rückenwind bei Bergbautechnik 12 Kanada Metallindustrie sucht Partner
O-TON DES MONATS
„Baden-Württemberg hat bewiesen, dass eine enge Partnerschaft trotz Brexit möglich ist. Jetzt müssen die EU und Großbritannien liefern." Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin von Baden- Württemberg, mit Verweis auf die erfolgreiche Zusammenarbeit durch die Partnerschaftsinitiative BW-UK und das BW-UK Tech Accelerator Programm.
ASIEN-PAZIFIK
13 Indien Wa ssersektor bietet Chancen Webinar-Reihe: Export von Waren und Dienstleistungen nach Indien 14 Südkorea Ch ip-Spitzenposition soll mit Megaprojekt verfestigt werden 15 Vietnam Stahlindustrie wächst stark 15 Taiwan Hohes Wachstum gestützt durch KI
RUBRIKEN
17 Veranstaltungen 19 Impressum
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GROSSBRITANNIEN
Das Kabinett Burnham: Die neue britische Regierung nahm am 21. Juli 2026 ihre Arbeit auf. Sie möchte wieder für mehr Stabilität und Wachstum sorgen – und plant langfristig.
Neustart für die Wirtschaft unter Burnham?
Andy Burnham will Großbritannien sozialer, regionaler und industrieller aufstellen. Für die deutsche Wirtschaft zählt vor allem, ob daraus mehr Planungssicherheit, bessere Rahmenbedingungen und neue Marktchancen entstehen – im Spannungsfeld von Brexit- Folgen und EU-Annäherung.
Mirza Karahoža, IHK Rhein-Neckar
bei den Lebenshaltungskosten an, langfristig eine grund- legende Veränderung des politischen und wirtschaftlichen Systems. Im Zentrum seiner Agenda steht die Innenpolitik. Burnham will mehr Verantwortung aus London in die Regionen verlagern. Dazu zählen etwa Energie, Wasser, Verkehr und Wohnraum. Sein politisches Leitmotiv: Der Staat soll frü- her investieren, damit soziale Folgekosten später sinken. Mehr Unterstützung für junge Menschen, mehr Sozialwoh- nungen, bessere Bildungschancen und ein entschlossener Kampf gegen Obdachlosigkeit sollen aus seiner Sicht nicht nur soziale Probleme lindern, sondern auch den Haushalt langfristig entlasten. Doch der neue Kurs steht von Beginn an unter Vorbe- halt. Wie die Pläne finanziert werden sollen, ist offen. Die Erwartungen sind hoch, der Spielraum begrenzt. Für Unternehmen in Deutschland zählt deshalb weniger die politische Symbolik als die praktische Wirkung: Werden
In London soll ein neues politisches Kapitel beginnen. Mit Andy Burnham zieht der siebte Premierminister binnen zehn Jahren in die
Downing Street ein – und verspricht Stabilität, niedrigere Lebenshaltungskosten und einen wirtschaftspolitischen Neustart. Für deutsche Unternehmen ist das mehr als britische Innenpolitik: Es geht um einen Markt vor der Haustür, der seit dem Brexit schwieriger geworden ist, aber weiter Chancen bietet. Burnham übernimmt das Amt in einer schwierigen Lage. Die Wirtschaft wächst nur schwach, viele Haushalte kämp- fen mit hohen Energie- und Wohnkosten, zugleich sind die öffentlichen Finanzen stark belastet. Außenpolitisch ringt das Vereinigte Königreich um Einfluss, innenpolitisch um Vertrauen. Burnham will darauf mit einem Zehn-Jah- res-Plan antworten. Kurzfristig kündigt er Entlastungen
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GROSSBRITANNIEN
das Vereinigte Königreich großen Modernisierungsbedarf hat und poli- tisch investieren will: Infrastruktur, Energie, Wasserwirtschaft, Mobilität, Digitalisierung, Gesundheitswirt- schaft, Maschinenbau, Industrieaus- rüstung, Sicherheits- und Verteidi- gungstechnologien sowie Lösungen für klimafreundliche Produktion. Für Unternehmen können sich daraus Chancen ergeben – vorausgesetzt, Marktpotenzial und regulatorische Anforderungen werden von Anfang an zusammengedacht. Gerade die von Burnham angekün- digte Agenda könnte neue Ansatz- punkte bieten. Wenn öffentliche Be- schaffung zunehmend zur Stärkung der britischen Industrie genutzt wird, entstehen zwar möglicherweise neue Anforderungen an lokale Wertschöp- fung. Gleichzeitig können deutsche Zulieferer, Technologiepartner und Investoren profitieren, wenn sie früh- zeitig Kooperationen aufbauen, Lie- ferketten anpassen oder ihre Präsenz vor Ort stärken. Zwischen Aufbruch und Unsicherheit Burnhams Amtsantritt markiert mehr als einen weiteren Regierungs- wechsel. Er steht für den Versuch, nach Jahren politischer Instabilität einen neuen Kurs einzuschlagen – so- zialer, regionaler, stärker industriepo- litisch geprägt. Ob daraus tatsächlich wirtschaftliche Dynamik entsteht,
Regeln verlässlicher? Werden Inves- titionen erleichtert? Wird der Handel mit dem Vereinigten Königreich wieder planbarer? Gerade der Mittel- stand braucht keine großen Verspre- chen, sondern klare Verfahren und praxistaugliche Lösungen. Wirtschaftliche Folgen des Brexits halten an Der Regierungswechsel fällt in eine Phase, in der die wirtschaftlichen Folgen des Brexits weiterhin deut- lich spürbar sind. Zehn Jahre nach dem Referendum ist der EU-Austritt für beide Seiten des Kanals keine Erfolgsgeschichte. Das Vereinigte Königreich bleibt für Deutschland zwar ein bedeutender Markt, hat im Ranking der Handelspartner aber an Gewicht verloren. In der betrieblichen Praxis zeigt sich der Brexit vor allem dort, wo früher Routinen waren: bei Zollformalitäten, Ursprungsregeln, Konformitätsbewertungen, Einfuhr- kontrollen und unterschiedlichen regulatorischen Vorgaben. Seit dem offiziellen EU-Austritt bildet das Handels- und Koopera- tionsabkommen (TCA) zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich die Grund- lage der Wirtschaftsbeziehungen. Es ersetzt aber nicht die frühere Tiefe des Binnenmarkts. Für Unternehmen heißt das: Das UK-Geschäft ist weiter- hin möglich – aber es braucht mehr Vorbereitung, mehr Dokumentation und häufig mehr Beratung. Besonders sichtbar sind die Folgen im Warenverkehr. Zollanmeldungen, Nachweise zum präferenziellen Ur- sprung und zusätzliche Dokumentati- onspflichten gehören inzwischen zum Alltag. Auch Dienstleistungen sind komplexer geworden: Für vorüber- gehende Arbeitseinsätze, Montage, Wartung oder Schulungen können Aufenthalts-, Arbeits- und Quali- fikationsfragen entscheidend sein. Was früher oft kurzfristig organisiert wurde, verlangt heute mehr Vorlauf. Annäherung mit wirtschaftlichem Potenzial Gleichzeitig wächst auf beiden Sei- ten das Interesse an einer pragmati-
schen Annäherung. Die EU bleibt der wichtigste Wirtschaftsraum für das Vereinigte Königreich, und umgekehrt ist das UK weiterhin ein zentraler Partner Europas. Geopolitische Kri- sen, Sicherheitsfragen, Energieversor- gung und industrielle Transformation sprechen für eine engere Zusammen- arbeit. Aus Sicht der Wirtschaft wäre eine Vertiefung der Beziehungen vor allem dann wertvoll, wenn sie im All- tag der Betriebe ankommt: weniger doppelte Nachweise, klarere Verfah- ren, verlässlichere Fristen und ein besserer Informationsfluss zwischen Behörden und Unternehmen. Beim letzten EU-UK-Gipfel wurden Felder benannt, in denen Fortschritte möglich sind. Dazu gehören ein ge- meinsamer Bereich für Gesundheits- und Pflanzenschutz, die Verknüpfung der Emissionshandelssysteme, eine engere Energiekooperation und Ge- spräche über die Teilnahme des Ver- einigten Königreichs am Elektrizitäts- binnenmarkt der EU. Ein Abbau von Kontrollen und Zertifikaten im Agrar- und Lebensmittelbereich könnte Unternehmen spürbar entlasten. Eine Verbindung der Emissionshandelssys- teme könnte zudem helfen, Doppel- belastungen durch CO 2 -Grenzaus- gleichsmechanismen zu vermeiden. Ein Markt mit Nähe und Chancen Trotz aller Hürden bleibt der britische Markt attraktiv. Das gilt besonders für Branchen, in denen
Kommt neuer Schwung für Exporte nach UK? Handelsentwicklung zwischen Deutschland und Großbritannien 2015 – 2025 (in Milliarden Euro)
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Exporte von Deutschland nach Großbritannien Importe aus Großbritannien nach Deutschland
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QUELLE: DESTATIS
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GROSSBRITANNIEN
hängt von der Umsetzung ab: von der Finan- zierung seiner Pläne, von der Verlässlichkeit der Regulierung und davon, wie offen das Land gegenüber europäischen Partnern bleibt. Für deutsche Betriebe ergibt sich ein differen- ziertes Bild. Kurzfristig bleiben die administra- tiven Belastungen des Brexit bestehen. Mit- tel- und langfristig könnten eine pragmatische EU-UK-Annäherung und eine britische Investi- tionsagenda neue Chancen eröffnen. Wer den Markt bereits bearbeitet, sollte bestehende Pro- zesse überprüfen und mögliche Erleichterungen aufmerksam verfolgen. Wer neu einsteigen will, sollte den Markteintritt sorgfältig planen, lokale Partner einbeziehen und frühzeitig klären, wel- che Nachweise, Genehmigungen und Zuständig- keiten im konkreten Fall relevant sind. Großbritannien bleibt ein Markt mit Nähe, Kaufkraft und Innovationspotenzial – aber auch mit besonderen Anforderungen. Der politische Neustart unter Andy Burnham könnte Bewe- gung in die Beziehungen zu Europa bringen. Für die deutsche Wirtschaft wäre das eine Chance, sofern aus Ankündigungen belastbare Verein- fachungen und stabile Rahmenbedingungen werden. Bis dahin gilt: Chancen nutzen, Risiken prüfen und das UK-Geschäft nicht dem Zufall überlassen. FAZIT: Die fünf aussichtsreichsten Branchen im Vereinigten Königreich Energie und Wasserstoff: Die deutsch- britische Zusammenarbeit bei Offshore- Wind, Wasserstoff sowie CO₂-Infrastruktur wird intensiviert. Daraus ergeben sich attraktive Geschäftschancen für Technologieanbieter, Zulieferer und Projektentwickler. Klima- und Umwelttechnologien: Der Ausbau klimafreundlicher Infrastruktur und die Dekarbonisierung der Wirtschaft schaffen Nachfrage nach innovativen Lösungen in den Bereichen Energieeffizienz, Emissions- minderung und Nachhaltigkeit. Sicherheits- und Verteidigungsindustrie: Gemeinsame Projekte und die stärkere Zusammenarbeit beider Länder eröffnen neue Marktpotenziale für Unternehmen der Verteidi- gungs- und Sicherheitswirtschaft. Digitalisierung und Hightech: Die wirt- schaftspolitische Zusammenarbeit sowie neue Impulse bei Digitalisierung und Innovation stärken die Perspektiven für IT-, Software- und technologieorientierte Unternehmen. Verkehrs- und Infrastrukturprojekte: Investitionen in grenzüberschreitende Infrastruktur, darunter Energieverbindungen und mögliche Verkehrsprojekte, bieten Chancen für Bau-, Ingenieur- und Technologiefirmen.
Fragen zum UK-Geschäft?
Das Kompetenzzentrum UK der IHK Rhein-Neckar unterstützt Sie bei allen Fragen rund um Ihre Geschäftstätigkeit im Vereinigten Königreich – sei es zur Mitarbeiterentsendung, Umsatzsteuer, Zollformalitäten oder Produktzulassung. Kontaktieren Sie uns – Wir beraten Sie individuell und praxisnah. IHR ANSPRECHPARTNER:
Mirza Karahoža Kompetenzzentrum UK 0621 1709-142 mirza.karahodza@rhein-neckar.ihk24.de
INFO
UK CBAM ab 2027: Unternehmen sollten sich jetzt vorbereiten Zum 1. Januar 2027 führt das Vereinigte Königreich einen eigenen Carbon Border Adjustment Mechanism ein. Mit dem UK CBAM will die britische Regierung sicherstellen, dass importierte Waren und im Inland hergestellte Produkte vergleichbaren CO₂-Kosten unter- liegen. Ziel ist es, Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und die Verlagerung von Emissionen in Länder mit geringeren Klima - schutzanforderungen zu verhindern. Für deutsche Unternehmen mit UK-Geschäft bedeutet das: Die Vorbereitung sollte nicht erst 2027 beginnen. Betroffen sind zunächst Waren aus den Bereichen Eisen und Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel und Wasserstoff. Für diese Produkte werden künftig Angaben zu den bei der Herstellung entstandenen Emissio - nen benötigt. Die Höhe der Abgabe orientiert sich an den CO₂- Kosten, die vergleichbare Hersteller im Vereinigten Königreich über das britische Emissionshandelssystem tragen. Auch wenn die Abgabe in der Regel vom britischen Importeur entrichtet wird, rücken deutsche Lieferanten stärker in die Ver - antwortung. Denn die erforderlichen Emissionsdaten liegen häufig entlang der Lieferkette – und müssen rechtzeitig verfügbar sein. Exporteure sollten daher prüfen, ob ihre Waren in den Anwen - dungsbereich fallen, welche Daten benötigt werden und wer im Unternehmen die Prozesse koordiniert. Die IHK Rhein-Neckar unterstützt Unternehmen bei der Vorberei- tung und bietet im Rahmen des Kompetenzzentrums UK regelmä - ßig Informations- und Schulungsveranstaltungen zum UK CBAM an. Im Mittelpunkt stehen die Betroffenheitsanalyse, die Verfügbar- keit belastbarer Emissionsdaten und die organisatorischen Schritte bis zum Start des Systems.
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EUROPA
POLEN Maschinenbau stellt sich breiter auf
Polens Maschinenbau wächst deutlich stärker als der EU-Durchschnitt. Nach Angaben von Eurostat stiegen die Umsätze der Hersteller von Maschinen und Anlagen 2025 um 9,8 Prozent. Im ersten Quartal 2026 kam ein weiteres Plus von 8,1 Prozent hinzu. Im EU-Durchschnitt betrug der Zuwachs lediglich 1,8 Prozent. Getragen wird die Entwicklung von der hohen Nachfrage im Inland und der Neu- orientierung vieler Unternehmen, während Investitionen in Energie, Rüstung und die Modernisierung der Produktion zusätzliche Aufträge schaffen. Der Aufschwung beruht nicht allein auf stei- genden Bestellungen. Viele Maschinenbauer richten ihr Geschäft neu aus und übertragen ihr technisches Know-how auf andere Branchen. Grenevia, lange auf Bergbaumaschinen spe- zialisiert, produziert inzwischen auch Energie- speicher und Komponenten für Windkraftan- lagen. Der Anlagenbauer Rockfin setzt ebenfalls stärker auf Energietechnik und arbeitet seit 2025 mit dem französischen Hersteller Elogen bei Wasserstoff-Elektrolyseuren zusammen. Sol- che Wechsel in neue Geschäftsfelder helfen der Branche, Rückgänge in traditionellen Märkten auszugleichen. Auch neue Großprojekte eröffnen spezialisier- ten Maschinenbauern zusätzliche Absatzfelder. Für das erste polnische Kernkraftwerk strebt der Hebe- und Fördertechnikspezialist ZBUD eine Zertifizierung als Zulieferer an. Im Erfolgsfall könnte das Unternehmen Kräne für den Mate- rialtransport liefern. Ein weiteres Absatzfeld entsteht in der Rüs- tungsindustrie. Hohe Verteidigungsausgaben und der Ausbau der Produktionskapazitäten stei- gern die Nachfrage nach Fertigungslinien, Auto- matisierungstechnik und Komponenten. Der Hydraulikspezialist Ponar Wadowice investiert rund 22 Millionen Euro in sein Werk und schafft zusätzliche Kapazitäten für Dual-Use-Produk- te. Wie weit der Branchenwechsel reichen kann, zeigt der frühere Kraftwerksausrüster Rafako. Nach seiner Insolvenz produziert das Unterneh- men unter dem Namen RFK Komponenten für die staatliche Rüstungsgruppe PGZ. Die hohe Investitionstätigkeit im Land ver- ändert auch die Absatzstruktur. 2023 erzielten polnische Maschinenbauer noch mehr als die Hälfte ihrer Umsätze im Ausland, 2025 lag der Exportanteil nur noch bei knapp einem
Drittel. Die heimische Nachfrage trägt damit einen wachsenden Teil des Geschäfts. Zusätz- liche Impulse kommen unter anderem aus der Lebensmittelindustrie. Laut Siemens MiU-Index planten im Juni 2026 rund 41 Prozent der be- fragten Unternehmen Investitionen in Ma- schinen. EU-Fördermittel unterstützen zudem Vorhaben zur Energieeffizienz, Digitalisierung und Entwicklung neuer Produkte. Deutschland bleibt der wichtigste ausländische Partner. Rund 24 Prozent der polnischen Ma- schinenausfuhren gingen 2025 in das westliche Nachbarland. Gleichzeitig stammten knapp 30 Prozent der nach Polen eingeführten Maschi- nen aus Deutschland. Die Verflechtung reicht über den klassischen Warenhandel hinaus. Singulus Technologies liefert Beschichtungs- anlagen für eine polnische Photovoltaikfabrik, Siemens Energy baut gemeinsam mit einem polnischen Partner zwei Gaskraftwerke. Der wachsende Binnenmarkt eröffnet deut- schen Unternehmen weiterhin Absatz- und Kooperationschancen. Gleichzeitig wird der Zugang anspruchsvoller. Anbieter aus China und den USA gewinnen Marktanteile. Hinzu kom- men Pläne der Regierung, Unternehmen mit polnischen Eigentümern bei Aufträgen staatli- cher Betriebe stärker zu berücksichtigen. GTAI/IHK
Neue Geschäfts- felder: Polnische Maschinenbauer übertragen ihr technisches Know- how zunehmend auf Energie-, Rüstungs- und Automatisierungs - projekte. Die hohe Nachfrage im Inland stützt diesen Wandel.
37,9 PROZENT
Wachstum der Produktion im Maschinenbau in Polen von 2021 bis 2025. QUELLE: EUROSTAT / GTAI
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EUROPA
FRANKREICH E-Invoicing und digitale Umsatzmeldungen
Charge-Verfahren nicht angewendet werden kann, weil der Leistungsempfänger keine französische Umsatzsteuer- nummer besitzt. Ist der französische Kunde hingegen selbst für Umsatzsteuerzwecke registriert und greift das Reverse-Charge-Verfahren, liegt die Meldepflicht in der Regel beim Kunden. Auch steuerfreie Umsätze wie innergemeinschaftliche Lieferungen unterliegen grund- sätzlich nicht dem E-Reporting. Ab dem 1. September 2027 sollen auch bestimmte B2C-Umsätze meldepflichtig werden. Eine Ausnahme gilt für Fernverkäufe, die über das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS) abgewickelt werden. GTAI/IHK
Frankreich führt ab 1. September 2026 schrittweise ein neues System für elektronischen Rechnungsstel- lung (E-Invoicing) und digitale Umsatzmeldungen (E-Reporting) ein. Während die eigentliche Pflicht zum E-Invoicing nur für in Frankreich ansässige Unternehmen gilt, können auch ausländische Unternehmen ohne Niederlassung in Frankreich von den neuen Vorgaben zum E-Reporting betroffen sein. Diese greifen zum Beispiel, wenn ein Unternehmen Umsätze tätigt, die aus umsatz- steuerlicher Sicht Frankreich zugeordnet werden und für die das Unternehmen in Frankreich umsatzsteuerpflichtig ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Reverse-
EU Verpackungsverordnung: Neue Pflichten bei der Erweiterten Herstellerverantwortung
Leitlinien zur Umsetzung der neuen PPWR-Vorgaben lie- gen in Italien allerdings noch nicht vollständig vor. In Frankreich gelten bereits nationale Sonderregelungen. Dort ist nach der aktuellen Umsetzung keine gesonderte Benennung eines Bevollmächtigten und keine Anmeldung im nationalen Herstellerregister vorgesehen. Auslän- dische Unternehmen, die an private oder gewerbliche Endkunden verkaufen, müssen sich jedoch einem der drei zugelassenen Verpackungssysteme anschließen und regel- mäßig die in Verkehr gebrachten Verpackungsmengen melden. Auch in vielen anderen EU-Staaten ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, wie die neuen EPR-Pflichten prak- tisch umgesetzt werden. Hintergrund ist, dass die natio- nalen Herstellerregister und Verfahren teilweise erst noch eingerichtet oder an die PPWR angepasst werden müssen. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, die Pflicht zur Bestellung eines EPR-Bevollmächtigten bis 2035 auszu- setzen. Solange dieser Vorschlag jedoch nicht verabschie- det und in Kraft getreten ist, bleibt sie nach Art. 45 Abs. 3 PPWR bestehen. IHK/AHK Über die aktuellen Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden. Informationen zur EPR in Italien und Frankreich finden Sie bereits auf unserer Website:
Deutsche Unternehmen, die verpackte Produkte direkt an gewerbliche Endkunden in andere EU-Staa- ten liefern, müssen sich mit Inkrafttreten der neuen Verpackungsverordnung (PPWR) am 12. August 2026 auf neue Pflichten im Rahmen der Erweiterten Herstellerver- antwortung (EPR) einstellen. Denn danach gilt ein gewerblicher Kunde als „Endnutzer“, wenn er die Ware nicht in der gelieferten Form weiterverkauft. In diesem Fall wird das deutsche Unternehmen im Zielland regelmä- ßig selbst zum EPR-pflichtigen „Produzenten“. Die zentrale Folge: Das Unternehmen muss seine Verpa- ckungen grundsätzlich in dem EU-Staat registrieren lassen, in dem sie erstmals an den Endkunden abgegeben werden. Ohne Registrierung im jeweiligen nationalen Hersteller- register dürfen verpackte Produkte dort nicht in Verkehr gebracht werden. Die Registrierung kann je nach Land di- rekt durch das Unternehmen, über einen EPR-Bevollmäch- tigten oder über eine zugelassene Producer Responsibility Organisation (PRO) erfolgen. Zusätzlich sieht Art. 45 Abs. 3 PPWR vor, dass Unter- nehmen für diese EPR-Pflichten in jedem betroffenen Mitgliedstaat einen Bevollmächtigten schriftlich benennen müssen. Diese Pflicht betrifft insbesondere grenzüber- schreitende Direktlieferungen an Endnutzer – also auch an gewerbliche Endkunden. In der Praxis sind die nationalen Systeme jedoch unter- schiedlich weit entwickelt. In Italien läuft die Verpa- ckungs-EPR traditionell über das Verpackungskonsortium CONAI. Unternehmen müssen sich im nationalen Herstel- lerregister anmelden, sich bei CONAI registrieren und die dortigen Melde- und Beitragspflichten erfüllen. Konkrete
EPR in Frankreich rhein-neckar.ihk24.de/frankreich-epr
EPR in Italien: ihk.de/rhein-neckar/italien-epr
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EUROPA
EU eDeclaration zur Meldung grenzüberschreitender Einsätze
Meldeverfahren ersetzen; zusätzliche nationale Meldun- gen sollen dann nicht mehr verlangt werden. Die vorläufige Einigung muss noch formal von Rat und Parlament angenommen werden und wird voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres umgesetzt werden. Dies sind zwar erste richtige Schritte zur Vereinheit- lichung des Binnenmarkts, allerdings liegen sie weit hinter dem Potenzial zurück. Da die Teilnahme an der Plattform freiwillig bleibt, haben bisher lediglich neun Mitgliedsstaaten eine Absichtserklärung unterzeichnet. Für deutsche Unternehmen wichtige Entsendeländer wie Frankreich, Italien und Spanien werden vorerst nicht dabei sein. EU/IHK Informationen zu den aktuellen Meldepflichten in der EU finden Sie auf unserer Website unter: rhein-neckar.ihk24.de/eu-meldepflichten
Unternehmen, die ihre Mitarbeiter zu zeitlich befristeten Einsätzen innerhalb der EU entsenden, können zukünftig auf Erleichterungen bei den Melde- pflichten hoffen. Unterhändler des Rats und des Europäi- schen Parlaments haben sich Ende Juni auf ein digitales Meldesystem für entsandte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sogenannte eDeclaration geeinigt. Dadurch sollen Entsendemeldungen standardisiert und der bürokratische Aufwand für Unternehmen reduziert werden. Derzeit müssen sich Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für zeitlich befristete Einsätze in Ausland entsenden, auf den Meldeplattformen der nationalen Entsendebörden registrieren und die national sehr unterschiedlichen Meldeanforderungen erfüllen. Die Teilnahme an der eDeclaration bleibt für die Mit- gliedstaaten allerdings freiwillig. Entscheidet sich ein Staat für die Plattform, soll sie die bisherigen nationalen
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SLOWAKEI Handelsregister modernisiert
Für wichtige Gesellschaftsdokumen- te gelten zudem künftig strengere Formvorschriften. Gesellschafts- verträge und Gründungsurkunden, Verträge über die Übertragung von Geschäftsanteilen sowie Beschlüs- se über Kapitalerhöhungen oder -herabsetzungen mit Änderungen der Beteiligungsverhältnisse müssen künftig als notarielle Urkunde oder als von einem Rechtsanwalt autori- sierter Vertrag erstellt werden. Das gilt auch für Dokumente im Zusam- menhang mit grenzüberschreitenden Umwandlungen sowie für Änderun- gen von Gesellschaftsverträgen und Satzungen. Ergänzend wurde bei der slowakischen Rechtsanwaltskammer ein elektronisches Register für autori- sierte Dokumente eingerichtet. Unternehmen können Firmen- namen bereits vor der Gründung reservieren. Das erleichtert die Vorbe- reitung einer Gesellschaftsgründung, wenn etwa Investoren oder Gesell- schafter noch eingebunden werden. Die Reservierung gilt für 60 Tage, kostet 50 Euro und wird über ein öffentliches Register beim Bezirksge- richt Žilina verwaltet. Aufgehoben wurde außerdem das bisherige Verbot bestimmter Ge- sellschaftsketten. Bislang durften Einpersonen-GmbHs keine alleinigen Gesellschafter weiterer Einpersonen- GmbHs sein. Für bereits eingetragene Unterneh- men besteht kein Handlungsbedarf. Vor dem 17. August 2026 eingetrage- ne Registerdaten behalten ihre Gültig- keit. GTAI/IHK
gesondert nachweisen. Damit soll sich der Verwaltungsaufwand ver- ringern. Notare können Registeranmeldun- gen nun auch für weitere Gesell- schaftsformen wie Aktiengesellschaf- ten übernehmen. Bislang war dies auf Gesellschaften mit beschränkter Haftung begrenzt. Unternehmen können Eintragungen weiterhin über das Registergericht oder einen Notar veranlassen. Eine Registrierung durch den Notar ist jedoch ausgeschlossen, wenn dieser die Gründungsunter- lagen selbst erstellt hat. Gleiches gilt für Eintragungen im Zusammenhang mit nationalen oder grenzüberschrei- tenden Umwandlungen. Auch die Vertretung im Register- verfahren wurde neu geregelt. Eine Vollmacht kann nur noch an Rechtsanwälte, Notare oder eigene Beschäftigte mit entsprechender Vertretungsbefugnis erteilt werden. Die persönliche Antragstellung bleibt weiterhin möglich.
Am 17. August 2026 führt die Slowakei ein neues Handelsre- gistergesetz ein. Das Gesetz (Zákon č. 29/2026 Z. z.) ersetzt die bisherige Regelung aus dem Jahr 2003. Es vereinfacht Registerverfahren, baut die Digitalisierung aus und stärkt die Rechtssicherheit für Unternehmen. Das Handelsregister (Obchodný register na internete) ist nun mit wei- teren staatlichen Registern verknüpft. Daten, die bereits bei Behörden vorliegen, werden automatisch über- nommen oder überprüft. Dazu zählen unter anderem das Register juristi- scher Personen, das Einwohner- und Adressregister, das Gewerberegister, Register der Finanzverwaltung sowie das europäische Register zum Daten- austausch zwischen den Handels- registern der EU-Mitgliedstaaten. Die online veröffentlichten Registerdaten haben rechtliche Verbindlichkeit. Unternehmen müssen diese Angaben gegenüber Behörden oder Geschäfts- partnern grundsätzlich nicht mehr
Das neue Handelsregistergesetz (auf Slowakisch): zakonypreludi.sk/zz/2026-29
Slowakisches Handelsregister: orsr.sk
Register beim Bezirksgericht Žilina: justice.gov.sk/sudy-a-rozhodnutia/sudy/ sud_131
Digitalisierung: Das Handelsregister ist nun mit weiteren staatlichen Registern verknüpft. Unternehmen müssen Registerdaten gegenüber Behörden oder Geschäftspartnern grund- sätzlich nicht mehr gesondert nachweisen.
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AMERIKAS
USA Rückenwind für Bergbautechnik
Da Projekte im Bergbau meist einen Planungsho- rizont von Jahrzehnten haben, ist in dem Sektor von der Aufregung, die Trumps erratische Zollpolitik ausgelöst hat, recht wenig zu spüren. Im Gegenteil, denn die US-Regie- rung ist bestrebt, die Import- abhängigkeit des Landes von kritischen Rohstoffen deutlich zu reduzieren. Dabei setzen die USA auch auf eine Ausweitung der na- tionalen Produktion. So erließ Trump mehrere Dekrete zur Unterstützung von fossilen Energien und zur Rohstoff- sicherung. Folglich kann der Bergbau mit beschleunigten Genehmigungsverfahren und weniger strikten Auflagen rechnen. Grundsätzlich dürf- ten die nationalen Förderkapa- zitäten steigen. Es ist aber nur von einem moderaten Wachstum auszu- gehen, denn der Abbau vieler Rohstoffe ist aufgrund des Lohnniveaus in den USA nicht wettbewerbsfähig. Zudem gel- ten strengere Umweltschutz- auflagen als in vielen Abbau- ländern. Daran kann auch Washington nicht viel ändern, denn die Umweltgesetzgebung fällt meist in die Zuständigkeit der Bundesstaaten. Über die Größe des Marktes für Bergbauausrüstungen gibt es variierende Angaben. Grand View Research kommt für 2024 auf einen Wert von knapp 18 Milliarden US-Dol- lar (US$) und erwartet bis 2030 einen Anstieg auf gut 22 Milliarden US$. Modor In- telligence beziffert den Markt für 2025 auf gut 20 Milliarden US$ und geht für 2031 von einem Wert über 28 Milliar- den US$ aus.
Überdurchschnittliches Potenzial besteht bei elektri- schen Maschinen. Unter Tage bringen sie den Vorteil, dass keine Abgase anfallen, kein Sauerstoff verbraucht wird und wesentlich weniger Wärme und Lärm verursacht werden. Der Verschleiß ist geringer und die Produktivität steigt, weil sofort maximales Drehmoment zur Verfügung steht. Zugleich sinken die Ausgaben für Be- lüftung und Kühlung. Gleichzeitig streben die Be- treiber eine höhere Effektivität der Maschinen an. Die Minen sind zunehmend erschöpft, der Metallgehalt der Erze sinkt. Um den gleichen Ertrag zu er- zielen, müssen immer größere Anlagen eingesetzt werden. Marktforscher erwarten ein überdurchschnittliches Wachstum bei Maschinen und Fahrzeugen mit einer Leistung von über 2.000 PS. Ein weiterer Trend ergibt sich aus der Lage auf dem Arbeits- markt. In den USA herrscht nahezu Vollbeschäftigung, laut der National Mining Associa- tion betrug der durchschnitt- liche Monatslohn unter Tage 2025 rund 8.300 US$. Trotz hoher Gehälter zieht es viele
Arbeitskräfte in andere Be- rufe. Unternehmen setzen so verstärkt auf Automatisierung und autonome Systeme. Die größten Anbieter von Bergbaumaschinen in den USA sind Caterpillar, Liebherr und Epiroc. Auch Sany, Doosan, CNH Industrial, John Deere sowie Komatsu sind wichtige Branchenhersteller. Laut International Trade Commission importierten die USA in 2025 Bergbau- maschinen (ohne Bagger) im Wert von zwei Milliarden US$. Deutsche Lieferungen waren 2025 um fünf Prozent auf über 200 Millionen US$ gewachsen. In den ersten vier Monaten 2026 verdoppelten sie sich gegenüber dem Vorjahreszeit- raum. Im Gegenzug waren die entsprechenden Einfuhren aus China 2025 um 18 Prozent geschrumpft und gaben in den ersten drei Monaten 2026 um nochmals gut 42 Prozent nach. Insgesamt summierte sich die wertmäßige Förderung des US-Bergbaus laut dem U.S. Geo- logical Survey 2025 auf einen Rekordwert von fast 140 Mil- liarden US$. Gegenüber dem Vorjahr kommt dies einem Plus von fünf Prozent gleich. GTAI/IHK
Drill, Baby, drill: US-Präsident Trump will die Förderung fossiler Brennstoffe und den Bergbausektor voranbringen. An - bieter von Maschi- nen und Ausrüs - tung können vom Boom profitieren.
1,9 MILLIONEN Menschen beschäftigt der US-amerikanische Bergbausektor samt seiner nachgelagerten Industrien. QUELLE: U.S. GEOLOGICAL SURVEY
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AMERIKAS
KANADA Metallindustrie sucht Partner
umgerechnet knapp 15 Millionen US- Dollar für 14 Unternehmen im Cluster in Windsor‑Essex angekündigt. Ziel ist es, Technologien einzuführen, Pro- duktionsprozesse zu modernisieren, Kapazitäten auszubauen und die Resi- lienz der Unternehmen zu stärken. In der Mitteilung sind die begünstigten Firmen namentlich genannt, darunter Border Steel, Canadian Electrocoating, Central Stamping, Laval Tool & Mould, Mega Mold International, Service Mold + Aerospace sowie Unique Tool & Gauge. Für deutsche Anbieter von Ma- schinen, Automatisierungs- und Prozesstechnologie entstehen im Windsor-Essex-Cluster aktuell kon- kret adressierbare Projekte und An- knüpfungspunkte. Förderprogramme dieser Art gehen erfahrungsgemäß unmittelbar mit Investitionen in Ma- schinen, Automatisierung, Werkzeug- maschinen-Peripherie, Messtechnik, Beschichtungs- und Oberflächen- technik, Software (CAD/CAM/PLM), Qualitätssicherung und Retrofit- Lösungen einher. Deutsche Lieferanten können mit Qualität punkten Für deutsche exportorientierte Unternehmen ergeben sich daraus konkrete Ansatzpunkte: Im interna- tionalen Vergleich stehen europäische Anbieter zwar im Wettbewerb mit amerikanischen und zunehmend asiatischen Lieferanten. Letztere kon- kurrieren vor allem über den Preis, während deutsche Unternehmen ihre Stärken eher in technologieintensiven Segmenten ausspielen. Vor diesem Hintergrund suchen kanadische Metallverarbeiter derzeit verstärkt nach neuen Lieferanten außerhalb der USA, investieren in die Effizienz ihrer Produktion und passen ihre Beschaffungsstrukturen an. Anbieter von Maschinen, Automatisierungs- und Prozesslösungen können sich in dieser Phase gezielt als Partner positionieren. GTAI/IHK
Kanadas Metallindustrie und ihre Zulieferer nehmen die
Kanada passt sich strukturell an: ent- lang der gesamten Wertschöpfungs- kette von der Absatzstrategie bis zur Fertigung. Marktchancen durch Neuinvestitio- nen und technologischen Umbau So treibt der Stahlkonzern Algoma Investitionen in neue Produktionsan- lagen voran, darunter ein modernes Stahlwerk auf Basis von Elektro- öfen, das überwiegend mit recycel- tem Schrott arbeitet. Der Fall steht exemplarisch für die kanadische Metallindustrie: Unternehmen passen ihre Marktstrategien an, investieren in effizientere Produktionsprozesse und reagieren damit auf veränderte außenwirtschaftliche Rahmenbedin- gungen. Förderprogramme bringen zusätzliche Unterstützung Im Mai 2026 hat die kanadische Bundesregierung eine Förderung von Kanadas Metallindustrie nimmt die stei- genden Kosten infolge der US-Zölle zum Anlass, Anpassungen in ihren Produktions - strukturen und Marktstrategien vorzuneh- men.
US-Handelspolitik verstärkt zum Anlass, ihre Produktionsstrukturen gezielt anzupassen und effizienter auszurichten. Neben der Modernisie- rung der Stahlproduktion zeigt sich das, unter anderem gestützt durch öffentliche Förderung, auch bei Werkzeug‑ und Formenbauern. Zölle führen zu Anpassungen von Geschäftsstrukturen Auslöser dieser Entwicklung sind die veränderten Rahmenbedingun- gen infolge der US-Zölle. Im April 2026 wurden die bestehenden Section‑232‑Zölle auf Stahl, Alumi- nium und Kupfer weiter verschärft. Entscheidend ist dabei weniger die Höhe der Zölle als ihre neue An- wendung: Sie werden zunehmend auf den gesamten Produktwert berechnet, nicht mehr nur auf den Metallanteil. Für exportorientierte Unternehmen bedeutet das oft einen abrupten Kostenschub. Veränderte Kostenstrukturen führen konkret zu Verschiebungen der Nachfrage, etwa bei effizienteren Anlagen, Fertigungs- lösungen oder alternativen Liefer- beziehungen. Die Metallindustrie in
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ASIEN-PAZIFIK
INDIEN Wassersektor bietet Chancen
Mit über 1,4 Milliarden Einwohnern beherbergt Indien fast ein Fünftel der Weltbevölkerung, verfügt aber nur über vier Prozent der weltweiten Trinkwasserressour- cen. Der Investitionsbedarf im indischen Wassersektor wird in den kommenden Jahren hoch bleiben, was Geschäftsmöglich- keiten entlang der Wertschöp- fungskette eröffnet. Den Kommunen fehlen oft die Mittel. Die indische Industrie ist jedoch an Recyclingtechno- logien interessiert. Hier sind spezielle Lösungen gefragt und der Preis ist nicht unbedingt das Hauptkriterium. Für deutsche Anbieter von Wasser- technologien bietet daher insbesondere der Industriesek- tor gute Chancen. Die Nachfra- ge nach abwasserfreien Produktionstechnologien (Zero Liquid Discharge; ZLD) wächst. In Indien zählen die Chemie-, Petrochemie- und Pharma- industrie, die Textilbranche, die Metallverarbeitung, die
Knappe Ressource: Indiens Bedarf an Frischwasser ist enorm und wächst stetig. Bisher wer- den jedoch weniger als die Hälfte der Abwässer wieder - aufbereitet.
20 PROZENT seines Wasser- bedarfs will der Subkontinent langfristig durch die Aufbereitung von Abwasser decken.
produziert dort Katalysatoren. Täglich fallen 600 Kubikmeter Abwasser an, die vollständig aufbereitet und als Prozess- oder Kühlwasser wiederver- wendet werden. Neben der Finanzierung und dem Bau der Anlage ist Remondis Aqua auch für deren Betrieb, Wartung und Instandhaltung verantwortlich. GTAI/IHK
Lebensmittelindustrie und der Bergbau zu den wichtigsten Kunden. Ein Beispiel für deutsch- deutsche Zusammenarbeit in diesem Bereich liegt in Dombivli, einem Vorort von Mumbai. Remondis Aqua errichtete dort 2022 eine ZLD- Anlage für Evonik. Das Essener Spezialchemieunternehmen
QUELLE: GTAI
WEBINAR-REIHE
8. OKTOBER 2026 Export von Waren und Dienstleistungen nach Indien
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien
PROGRAMM UND AN MELDUNG: ihk.de/rhein-neckar/indien-export IHRE ANSPRECHPARTNERINNEN: Gabriele Borchard 0621 1709-131 gabriele.borchard@ rhein-neckar.ihk24.de
TERMIN, UHRZEIT UND ORT: Donnerstag, 8. Oktober 2026, 09:30 bis 12:00 Uhr (Export von Waren) und 14:00 bis 16:00 Uhr (Export von Dienstleistungen), online TEILNAHMEENTGELT: 220 Euro pro Person für IHK-Mitglieder (beide Veranstaltungen) 150 Euro pro Person für IHK-Mitglieder (Export von Waren) 120 Euro pro Person für IHK-Mitglieder (Besteuerung von Dienstleistungen in Indien)
wird den Handel mittelfristig erleich - tern und fördern. Jedoch stellt die Abwicklung von Waren- und Dienstleistungsexporten nach Indien deutsche Unternehmen immer wieder vor Herausforderungen. In dieser Webinar-Reihe informieren indienerfahrene Experten über die wichtigsten Schritte, um den Export von Waren und Dienstleistungen nach Indien erfolgreich zu gestalten.
Sabrina Weigold 0621 1709-130
sabrina.weigold@ rhein-neckar.ihk24.de
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ASIEN-PAZIFIK
SÜDKOREA Chip-Spitzenposition soll mit Megaprojekt verfestigt werden
Chipproduktion innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln und bis 2034 sogar zu verdreifachen. Gleichzeitig unterstützt die Regie- rung den Ausbau der Branche mit steuerlichen Anreizen, Finanzierungs- programmen und beschleunigte Ge- nehmigungen sowie Investitionen in Infrastruktur, Fachkräftegewinnung und die gesamte Lieferkette. Im Rah- men des „K-Chips Act“ sind Steuer- gutschriften von bis zu 30 Prozent für Ausrüstungsinvestitionen und bis zu 50 Prozent für Forschung vorgese- hen. Diese Regelung wurde bis 2031 verlängert. Zusätzlich fördert der Staat den Ausbau von Infrastruktur, die Fachkräftezuwanderung und die gesamte Lieferkette. Die Regierung will auch den Ausbau des Foundry- Geschäfts stärken. Für deutsche Unternehmen ergeben sich daraus zusätzliche Geschäfts- chancen, insbesondere als Zulieferer von Maschinen für die Chipfertigung, Sensorik, Halbleiterchemikalien, Spezialmaterialien und Industriesoft- ware. GTAI/IHK
SSD (Solid State Drives, 64 Prozent) halten koreanische Anbieter hohe Marktanteile. Zudem stehen korea- nische Firmen bei High Bandwidth Memory (HBM)-Chips an der Spitze. Neben Speicherchips produziert das Land LED und OLED, Display-Treiber, Bildsensoren, Display-Treiber sowie in geringem Umfang auch Halbleiter- Wafer. Südkorea baut seine zentrale Stel- lung in der globalen Halbleiterpro- duktion weiter aus. Die zwei lokalen Champions der Speicherchipfertigung Samsung und SK Hynix haben nun umfangreiche Investitionspläne an- gekündigt. Herzstück ist das weltweit größte Megacluster für Mikrochips in Yongin bei Seoul. Samsung plant dort bis 2047 sechs Fabriken, SK Hynix vier. Darüber hinaus sollen weitere Halbleiterstandorte unter anderem in Gwangju, Busan und Gumi entstehen. Im Rahmen der „K Semiconductor Strategy“ sollen langfristig Investi- tionen von bis zu 500 Milliarden US$ mobilisiert werden. Parallel kündigte SK Hynix im Juni 2026 an, seine
Die starke Nachfrage nach KI-Anwendungen und Rechen- zentren weltweit treibt die Halbleiter- exporte in Südorea an. 2025 beliefen sich die Ausfuhren auf rund 146 Mil- liarden US-Dollar (US$). Speicher- chips machten rund 65 Prozent aus. Anfang 2026 stieg ihr Anteil auf nahezu 80 Prozent. Im Gesamtjahr 2026 sollen sich die Halbleiterexporte laut Prognosen insgesamt verdop- peln. Wichtige Absatzmärkte sind China (30 Prozent), Taiwan (24 Pro- zent), Vietnam (16 Prozent) und Hongkong (14 Prozent). Die Halbleiterproduktion stieg 2025 um 21 Prozent auf rund 140 Milliar- den US$. Über 76 Prozent entfielen auf Speicherchips, die besonders vom KI-Boom profitieren. Samsung Electronics und SK Hynix dominieren den globalen DRAM-Markt (Dynamic Random Access Memory). Ende 2025 entfallen knapp 77 Prozent der weltweiten Produktion auf die beiden koreanischen Hersteller. Neben der US-amerikanischen Micron Tech- nology (21 Prozent) gibt es kaum relevante Wettbewerber. Auch bei NAND-Flash (rund 55 Prozent) und Halbleiterproduktion in Südkorea: Der weltweite KI-Boom stärkt die Exportwirt- schaft und macht die Chipindustrie zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber des Landes.
Halbleiterproduktion in Südkorea nach ausgewählten Arten von Halbleitern In Milliarden US-Dollar 1 , Veränderung auf Basis der Inlandswährung gegenüber dem Vorjahr in Prozent
Halbleiterart 2021
2022 2023 2024 2025 2
2025/24
Gesamt, darunter 121,8 109,2 83,5 120,5 140 Speicherchips 82,7 70,7 48,6 85,1 107 DRAM 50,1 44,7 30 60,0 79 Flashspeicher 23,4 20,1 13,7 17,6 18 Systemhalbleiter 21,2 21,4 19,8 19,8 17 Logikchips 10,5 10,6 10,1 13,3 11 Optische Chips 6,9 6,8 5,8 6,0 5
21,0 31,2 36,4 6,5
-9,6 -17,6 -10,5
1 Umrechnung zum Jahresdurchschnittskurs der Deutschen Bundesbank; 2 vorläufige Daten für 2025 QUELLE: MINISTRY OF SCIENCE AND TECHNOLOGY 2026; KOREA ASSOCIATION FOR ICT PROMOTION 2026; KOREA ELECTRONICS ASSOCIATION 2026; GTAI
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VIETNAM Stahlindustrie wächst stark
Vietnam zählt zu den größten Stahlproduzenten weltweit und exportiert jährlich Millionen Tonnen Stahl. Mit der im Februar 2026 verabschiedeten Entwick- lungsstrategie für den Stahlsektor verfolgt die Regierung nun zwei zentrale Ziele: Sie soll mehr Wertschöpfung im Inland schaffen und grüner werden. Nach Schätzungen der Vietnam Steel Association (VSA) deckt die heimische Industrie derzeit lediglich 60 bis 65 Prozent des Inlandsbedarfs. Einfacher Baustahl (Lang- stahl) und verzinkte Bleche bilden traditionell das Kern- geschäft der vietnamesischen Stahlindustrie, daher gilt Vietnam bei einfachem Baustahl weitgehend als autark. Bei technologisch anspruchsvolleren Produkten besteht jedoch weiterhin eine große Lücke. Rund 40 Prozent des Bedarfs an Warmband werden importiert. Spezial- und Schienenstahl sogar vollständig. Bis 2030 soll der Anteil der heimischen Produktion am Inlandsbedarf auf 80 bis 85 Prozent steigen, bis 2035 auf bis zu 90 Prozent. Die Strategie nennt ausdrücklich Pro- duktgruppen, deren lokale Herstellung ausgebaut werden soll. Darunter Schienenstahl für Hochgeschwindigkeits- bahnen, Legierungs- und Werkzeugstähle für die Industrie, hochfeste Stahlbleche, korrosionsbeständige Edelstähle, Stahl für den Schiffbau, Windkrafttürme sowie nahtlose Rohre für Energieprojekte. Für deutsche Anbieter eröffnen sich dadurch Geschäfts- möglichkeiten. Vietnamesische Großprojekte setzen auf europäische Spitzentechnologie. Gefragt sind Walz- und Prozesstechnik, Automatisierung, Energieeffizienz, Quali- tätskontrolle sowie die Erfassung von Emissionsdaten. Auch bei Maschinen zur Stahlverarbeitung ist Vietnam
Nationale Entwicklungsstrategie: Die Produktion für Schienenstahl soll künftig im eigenen Land aufgebaut werden. Das bietet Chancen für deutsche Technologieanbieter.
auf Importe angewiesen. Es gibt nur wenige lokale An- bieter. Für neue Investitionsprojekte fordert die nationale Entwicklungsstrategie moderne, energieeffiziente und umweltfreundliche Technologien. Allerdings gelten die Ge- schäftsbedingungen als schwierig. Inflation und Konkur- renzdruck schmälern die Finanzkraft vieler Unternehmen. Auch die Nachfrage nach neuen Spezialstählen ist nicht gesichert. GTAI/IHK
TAIWAN Hohes Wachstum gestützt durch KI
Aus deutscher Sicht bleiben im Jahr 2026 Lieferungen von Maschinen für die Halbleiterproduktion und von Präzisionsinstrumenten nach Taiwan die wichtigsten Wachstumstreiber. Dies gilt auch, obwohl Taiwans Importe deutscher Erzeugnisse im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,5 Prozent sanken. Gleichzeitig stie- gen Taiwans Exporte nach Deutschland um 28,3 Prozent. Beide Seiten richten ihren Handel auf mehr Resilienz in den Lieferketten aus und suchen in Zukunftsfeldern neue Anknüpfungspunkte für Wachstum. Nicht überra- schend setzen deutsche Firmen sehr hohe Erwartungen in die Entwicklung rund um KI und Halbleiter, gefolgt von guten Aussichten bei Energie und Rohstoffen, Luft-/ Raumfahrt und Sicherheit sowie Maschinenbau/Automa- tisierung. GTAI/IHK
Taiwans Wirtschaftswachstum wird getragen von einem starken Außenhandel, dessen Zuwachsraten sich 2026 und 2027 voraussichtlich weiterhin im zweistelligen Bereich bewegen werden. Auf anhaltend hohe Exportdynamik weist der starke Anstieg der Exportbestellungen hin. Zweistellig zulegen werden 2026 auch die wertmäßigen Importe. Taiwan ist auf die Einfuhr vieler Rohstoffe und Vorprodukte für die Produktion angewiesen. Deren Weltmarktpreise tendie- ren aufgrund des Krieges in der Straße von Hormus nach oben. Dies betrifft eine Vielzahl von Branchen, die beispielsweise auf Inputs wie Naphta, Urea und weitere petrochemische Zwischenprodukte sowie auf andere Vorprodukte wie etwa Aluminium und Speicherchips angewiesen sind.
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