IHK-Magazin Ausgabe 6/2026

06 | 2026 IHK Magazin

Innovationen Auf Partner aus der Forschung setzen SEITE 47

ENERGIE & UMWELT

Aurora-Umwelt- manager Michael Speckert (links) und CFO Alexander Grund

Wie Zulieferer Aurora Ressourcen einspart SEITE 12

AUS DEN UNTERNEHMEN

NACHFOLGE Warum Abwarten fatal ist SEITE 42

Gründerin Karina Krumbach SEITE 35

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STANDPUNKT

Chefsache Brücken

D er 4. Juli war ein guter Tag für die Region: An diesem heißen Sommer- tag wurde der Neubau der Hochstra- ße Süd in Ludwigshafen für den Verkehr geöffnet. Um das Projekt möglichst schnell zu realisieren, wurde 2021 der Mobilitäts- pakt Rhein-Neckar aus der Taufe gehoben; ein Zusammenschluss aus den Stadtspit- zen, den drei Bundesländern, der BASF, der Metropolregion, dem Verkehrsverbund und den IHKs Rhein-Neckar und Pfalz. Der 10. August war ein schlechter Tag für die Region: Seither ist die Kurt-Schumacher- Brücke zwischen Ludwigshafen und Mannheim komplett für den Autoverkehr gesperrt. Eine Teilsperrung war schon lange geplant, nicht aber die vollständige Sperrung. Eine wirkliche Überraschung ist das nicht: Die Probleme und Risiken waren seit Jahrzehnten bekannt. Wir als IHKs haben, auch mithilfe des Mobilitätspakts, bisher erfolgreich daran mitgewirkt, dass das Worst-Case-Szenario, also der gleichzeiti- ge Ausfall beider Rheinquerungen, ausblieb.

hafen und belastet die gesamte Region. Für Pendler, Unternehmen, Kunden und Lieferverkehre bedeutet das erhebliche Zeitverluste, zusätzliche Kosten und große Unsicherheit. Die Konsequenzen liegen auf der Hand: 1. Die Sicherung der rheinquerenden Verkehrsverbindungen muss jetzt Chefsache sein: bei den Stadtspitzen, in der Metropolregion Rhein-Neckar, in den Landesregierungen von Baden-Württem- berg und Rheinland-Pfalz und im Bund. Zur besseren Zusammenarbeit muss der Mobilitätspakt reaktiviert werden! 2. Das Verkehrsmanagement muss den höchsten Ansprüchen genügen. Dazu gehören unter anderem die intelligente Steuerung der Ausweichverkehre und eine Überprüfung der Baumaßnahmen auf den Alternativrouten. 3. In der ungeplanten Sperrung liegt zugleich eine große Chance: Die ohnehin anstehende Sanierung der Kurt-Schumacher-Brücke ist vorzuziehen und mit den Abrissarbeiten und der Tieferlegung der Hochstraße Nord zu verzahnen, um in Summe die Zeit der Verkehrsbeeinträchti- gungen zu verkürzen. Eine

55.000 FAHRZEUGE überqueren täglich die Kurt-Schumacher- Brücke

QUELLE: SWR

Die Vollsperrung der Kurt-Schumacher- Brücke belastet die gesamte Region.

Die jetzige Vollsperrung führt zu massiven Störun- gen des Verkehrs zwischen Mannheim und Ludwigs-

marode Brücke an eine neue Stadtstraße anzuschließen darf keine Option sein.

Manfred Schnabel Präsident der IHK Rhein-Neckar

3

IHK Magazin Rhein-Neckar 06 | 2026

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INHALT

IHK Magazin 06 | 2026

KOMPAKT

6 Wirtschaft und Region im Überblick

TITEL | ENERGIE & UMWELT

12 Aurora Konrad G. Schulz Industrieunternehmen senkt Kosten nach IHK-Beratung

14 Tipps So sparen Betriebe Ressourcen und Geld

16 STRIMGroup Dienstleister aus Mannheim baut Energieversorgung um

46 Angetan Brauchen Unternehmen KI? Wenn sie erfolgreich sein wollen: ja.

18 IHK-Analyse Auswirkungen der Energiewende auf Unternehmen

AUS DER IHK

26 Interessenvertretung Was die IHK-Organisation bewegt

34 Auf zu neuen Ufern Christan Fernandez und Christian Reschke

STANDORT

28 Innenstadtberatung Wie Weinheimer Unternehmer dank IHK stärker zusammenarbeiten

AUS DEN UNTERNEHMEN

haben shift52 ge- gründet – und das mit über 50.

30 KWM Karl Weisshaar Mosbacher verarbeiten 5.000 Tonnen Blech jährlich

4

IHK Magazin Rhein-Neckar 06 | 2026

IHK-Magazin digital lesen:

31 Tillmann Bosch Mannheimer bringt spielerisch Unternehmen und Kunden zusammen 32 HD Vision Systems Prozesse optimieren mit industriellen Bildverarbeitungssystemen

33 Lindmanns Lebendige Online-Veranstaltungen Agentur sagt Müdigkeit in Videokonferenzen den Kampf an

35 Wildfang by Karina Krumbach Früher Seide und Spitze, heute Baumwolle und Leinen 36 LOMA Ladenburger Unternehmen vermarkten Angebote unter einer Marke

TIPPS

38 An deiner Seite In diesen Tagen starten viele junge Menschen ihre Ausbildung. Wie können sie bei Problemen unterstützt werden?

38 Ausbildung 40 International 42 U n ternehmensführung

44 Recht & Steuern 45 Umwelt & Energie 46 Weiterbildung 47 Innovation

IHK-SERVICE

9 Impressum 48 IHK-Börsen 49 J u biläen

44 Tipp: Recht & Steuern Sie beschäftigen Mitarbeiter und kennen die Vorgaben zur Arbeitszeiterfassung nicht? Dann ist Handeln dringend angesagt.

SO LADE ICH MEINEN AKKU AUF

50 Auszeit im Grünen Matthias Blatz tankt beim Golfen neue Energie und genießt mehrmals im Jahr eine längere Auszeit.

VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNGEN

20 Event-Region

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KOMPAKT

Antje Urban ist mit ihrer PR-Agentur in Nußloch ansässig.

URBAN PR & REDAKTION Mensch statt KI

wirklich kennt.“ Parallel verfasst sie als freie Autorin journalistische Texte für Magazine und Zeitungen wie Hörzu Gesundheit oder die Rhein-Neckar-Zeitung. „Mir war immer klar, dass ich schreiben wollte. Deshalb habe ich sogar noch ein journalistisches Studium absolviert, als die Kinder schon auf der Welt waren“, blickt Antje Urban zurück. Auf ihre PR-Arbeit wirke sich das zweite Standbein positiv aus: „Ich weiß, was beide Seiten brauchen“, so die Kommunikationsstrategin. Trotz aller technischen Entwicklungen und Veränderungen sieht Urban die Zukunft ihrer Branche weiterhin im Persönlichen: „Die Menschen wollen echte Gespräche führen und echte Geschichten lesen. Das kann keine KI leisten.“ MB

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, MIT FOKUS AUF KUNDEN aus der Hotellerie und Gastronomie: Das ist das Geschäftsmodell von Antje Urban. Selbstständig ist Urban seit über 20 Jahren. Davor war sie unter anderem Pressespre- cherin einer Fluggesellschaft in München. „Mein Familienwunsch war der Auslöser für den Schritt in die Selbstständigkeit“, sagt die Unternehmerin. Nach dem Umzug in die Rhein-Neckar-Region hat sie sich auf Betrie- be der Gastrobranche spezialisiert. Zu ihren Kunden gehören unter anderem die Heidelber- ger Schloss Gastronomie oder die Bliss-Group mit dem Restaurant Neo in der Heidelberger Bahnstadt. Dass sie sich bewusst regional aufgestellt hat, sieht Antje Urban als großen Vorteil: „Gerade in der PR ist es wichtig jemanden zu haben, der die Region und die Menschen

Die Menschen wollen echte Gespräche füh- ren und echte Geschichten lesen.

Antje Urban

urban-pr.de

? Wann wird aus „später“ ein Problem? FRAGE DES MONATS

ZAHL DES MONATS

Wer die Unternehmensnach- folge zu lange aufschiebt, gerät schnell unter Zeitdruck. Warum eine erfolgreiche Übergabe oft Jahre Vorbe- reitung braucht, lesen Sie auf Seite 42.

planen oder realisieren Einschränkungen der Produktion im Inland oder Verlagerungen ins Aus- land als Reaktion auf die Energiewende. Mehr auf Seite 10.

58% DER UNTERNEHMEN

QUELLE: DIHK

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KOMPAKT

O-TON DES MONATS

ren Stadtführungen, bil- den Nachwuchskräfte aus oder bringen Menschen mit kreativen Mobilitäts- angeboten ans Ziel. Ohne ihr Engagement wäre Baden-Württemberg als Reiseland nicht das, was es heute ist: Mit der Ak- tion „Tourismusheldinnen und Tourismushelden“ suchen die baden-würt- Tourismus im Land mit außergewöhnlichem Einsatz voranbringen. Nominierungen sind bis zum 31. Oktober möglich (nur Fremdvorschläge erlaubt). www.messe-stuttgart. de/cmt/tourismus- helden tembergischen IHKs Menschen, die den

TIPPS & TERMINE

Die Aufgabe von Ausbildenden ist es, hinzusehen und Hilfe zu vermitteln.

Geld für Klimaschutz- projekte: Noch bis zum 30. September kön- nen Bewerbungen für das Förderprogramm „Unternehmen machen Klimaschutz“ eingereicht werden. Förderfähig sind maximal 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, whöchstens jedoch 80.000 Euro.

Miriam Schöpp vom Kompetenz- zentrum Fachkräftesicherung

Mehr auf Seite 38.

ihk.de/rhein-neckar/ foerderung-klimaschutz

MEIN TOPSELLER

Superhelden tragen nicht immer Capes. Manchmal servieren sie das Früh- stück, begrüßen Gäste an der Rezeption, organisie-

„Unsere ‚All You Want‘- Platte überrascht“ ODAI ALMOUH ALSHUMRI: Bei allen meinen Gerichten biete ich meinen Gästen die Speisen der Erde – Gemüse oder Obst – in einer Bowl an. Daher der Name meines Res- taurants. Unsere „All You Want”-Platte wird am meisten bestellt: Diese enthält gegartes Gemüse, Reis mit pikanter Soße, Falafel-Bällchen, verschiedene Hummus-Sorten, Au- berginencreme, Halloumi und Salat. Diese Auswahl über- rascht kulinarisch und ist durch die vielen Farben was fürs Auge. Nicht zu vergessen die Rosenblüte, die auf keinem Gericht fehlen darf. Es gibt bei mir auch „Feel Good Bowls“ in unterschiedlichen Varianten. Beispielsweise mit einem Salat-Mix mit roter Beete, Bohnen, Mais, Zitrone, Avocado, Blumenkohl und Linsen. Oder die süßen „Creative Bowls“ mit Toppings wie Kiwi, Blaubeeren, Himbeeren und Walnüssen. Ich

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mache meine Gäste glücklich. Egal, ob Touristen, die bei mir eine Auszeit vom Trubel in der Altstadt nehmen, oder Stammgäste aus nah und fern, die sich bei mir längst wie zu Hause

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• Beratungsangeboten u. a. zu Ressourceneffizienz, Fördermitteln, Azubi-Suche oder IT-Sicherheit • Informationen wie Änderungen im Steuer- und Gesellschaftsrecht oder zum Auslandsgeschäft

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fühlen.

Ru

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Der gebürtige Syrer Odai Almouh Alshumri ist seit 2021 Inhaber von Earth Bowls in Heidelberg.

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KOMPAKT

IHK-REGION Money, Money, Money

MANNHEIM Unterstützen: Die alugha GmbH erhält für die Entwicklung ihrer mehrsprachigen Videoplatt- form eine Forschungszulage des Bundes in Höhe von rund einer Million Euro. Das geförderte Pro- dukt kombiniert Videotranskrip- tion, Übersetzung, Stimmen- klonung, Emotionsübertragung und Postproduktion.

WEINHEIM Vernetzen: Café Florian- Besitzer Andrés Salazar ist seit März im Vorstand des Vereins „Lebendiges Weinheim“. Mehr auf Seite 28.

MUDAU Sparen: Die Aurora Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG, Produzent von Heiz- und Klimatechnik, hat sich von der IHK in Sachen Ressourcen- und Energieeffizienz checken lassen. Mehr auf Seite 12.

Weinheim

Walldürn

Mudau

Buchen

Hirschberg

Mannheim

Eberbach

Ladenburg

Waldbrunn

Schönbrunn

Heidelberg

Brühl

Schwetzingen

Obrigheim

Mosbach

Hockenheim

Walldorf

Wiesloch

EVENTS 24. September Hockenheim Hey Mr. DJ, put a record on: Kara „Hogge“ Night im

Sinsheim

HEIDELBERG Wachsen: Die kausable GmbH hat zwölf Millionen Euro in einer Seed-Finanzierungs- runde gesammelt. Entwi- ckelt wird eine sogenannte kausale KI, die sich laut dem 2025 gegründeten Start-up an wechselnde Kontexte anpasst, ohne dass sie neu trainiert werden muss.

BUCHEN Entdecken: Die Göttfert Werkstoff-Prüfmaschinen GmbH, Hersteller von rheologischen Prüfgerä- ten, setzt auf Indien. Mehr auf Seite 40.

Pumpwerk Hocken- heim – für jene, die sich für Karaoke auf die Bühne trauen, und jene, die zuhören wollen. www.stadthalle- hockenheim.de

MOSBACH Lernen: Am 3. und 4. Novem- ber finden die IHK-„Tage der Ausbildung“ statt – in Mann- heim bereits am 21. und 22. Oktober. Mehr auf Seite 39.

18. Oktober Eberbach

Lemon Tree: In Eber- bach dreht sich nicht alles um Zitronen, son- dern um Äpfel – beim diesjährigen Apfeltag. www.ewg-eberbach.de

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KOMPAKT

DIE ANALYSE

STECKBRIEF

KALENDERBLATT

Dr. Jörg Immanuel Herrfurth: „Ein echtes Problem“

2. Oktober

In Indien wird Gandhi Jayanti, der Nationalfeier- tag zu Ehren von Mahatma Gandhi, gefeiert. Tipps zum Markteintritt in das südasiatische Land gibt es auf Seite 40.

Herr Dr. Jörg Immanuel Herrfurth, wieso engagie- ren Sie sich ehrenamtlich im IHK-Steuerausschuss? Weil die Belastung der Un- ternehmen durch Steuern ein echtes Problem ist. Es braucht ein Gremium wie den IHK-Steuerausschuss, das sich dieser Problematik annimmt und vor allem die Interessen von KMU gegenüber Politik und Finanzverwaltung vertritt.

redundante Meldepflich- ten: Unternehmen müssen, teilweise unter Androhung von Bußgeldern, Informa- tionen liefern, die den Be- hörden an anderer Stelle bereits vorliegen. Ru Dr. Jörg Immanuel Herrfurth ist Director Cor- porate Tax bei der Phoenix group und Vorsitzender des IHK-Steuerausschus- ses sowie Mitglied des DIHK-Finanz- und Steuer- ausschusses.

Dorothee Balke ist IHK- Geschäftsbereichsleiterin Weiterbildung. Weniger Excel, mehr Zukunft



AUS DEN HOCHSCHULEN

Was belastet Betriebe besonders? Erstens die Gewerbe- steuer: Wichtig für die kommunale Finanzie- rung, aber mittlerweile die größte Steuerlast eines jeden Gewerbe- treibenden. Zweitens Sonderregelungen im

KI? Viele KMU reagieren da- rauf wie auf Weihnachtsdeko im September: Sie hoffen, das Thema verschwindet wieder. Tut es nicht. KI beantwor- tet längst Kundenanfragen, analysiert Daten und fasst Meetings zusammen. Nicht perfekt, aber oft erstaunlich nützlich. Und mal ehrlich: Wer sucht nicht regelmäßig nach „Final_V3_WirklichFinal_Neu. xlsx“ und hätte lieber mehr Zeit für die Zukunft?

Innovation oder Sparpro- gramm? Eine Studie von ZEW und TU München zeigt, wie Start-ups in Krisenzeiten entscheiden und welchen Einfluss das Mindset der Geschäfts- führung auf die Entwick- lung junger Unternehmen hat.

Lohnsteuerrecht, die oft aufwendige Nachweispflichten mit sich ziehen. Und drittens

www.zew.de

Mehr auf Seite 46

IHK Magazin Impressum Herausgeber Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar Redaktion Matthias Schmitt (verantw.; MaS), Tel.: 0621 1709 - 213 Fax.: 0621 1709 - 5213 E-Mail: presse@rhein-neckar.ihk24.de Weitere Autoren Sabine Braun (SB), Marion Brenner (MB), Stefan Burkhardt (Bu), Ulla Cramer (uc), Sylvia Rollmann, Jörg Runde (JR), Catharina Zelt (Ze) Annegret Rupp (Ru) L1,2, 68161 Mannheim Neuigkeiten über Ihr Unternehmen ihk.de/rhein-neckar/firmennachrichten informiert Sie.

Mitgliederservice Bei nicht gewünschter Zeitschriften- Belieferung, Mehrfachzustellungen oder Adressänderungen wenden Sie sich bitte per E-Mail an: adressupdate@rhein-neckar.ihk24.de Die Zeitschrift ist das offizielle Organ der IHK Rhein-Neckar. Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der grundsätzlichen Beitragspflicht als Mitglied der IHK.

Gesamtherstellung, Verlag, Druck, Anzeigenservice Endriß + Prüfer Verlags-GmbH Ooser Bahnhofstr. 16 76532 Baden-Baden Tel. 07221 211917 E-Mail: verlag@endriss-pruefer.com www.endriss-pruefer.com

IHK Rhein-Neckar Haus der Wirtschaft Mannheim L 1, 2

68161 Mannheim Tel.: 0621 1709 - 0 Fax: 0621 1709 - 5511

E-Mail: ihk@rhein-neckar.ihk24.de Haus der Wirtschaft Heidelberg Hans-Böckler-Straße 4 69115 Heidelberg Tel.: 06221 9017 - 0 Haus der Wirtschaft Mosbach Oberer Mühlenweg 1/1 74821 Mosbach Tel.: 06261 9249 - 0 Haus der Berufsbildung Walter-Krause-Straße 11 68163 Mannheim Datenschutzrechtliche Informationen ihk.de/rhein-neckar/datenschutz

Anzeigenleitung Andrea Albecker

ISSN 1868-7008 Erscheinungsdatum: 8. September 2026

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 48 vom Januar 2026

Satz, Layout .punto design Werbeagentur Bernhard Kück 69469 Weinheim www.puntodesign.de

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TITELTHEMA | ENERGIE & UMWELT

Schwierige Operation

Steigende Energiekosten und fehlende Planbarkeit belasten Unternehmen. Umso wichtiger sind Fördermaßnahmen und IHK-Angebote, die Einsparpotenziale auf- decken und so Ressourcen schonen helfen.

49% DER UNTERNEHMEN mussten im vergange- nen Jahr mehr Geld für ihren Strom zahlen.

QUELLE: DIHK

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TITELTHEMA | ENERGIE & UMWELT

D ie Hitzewellen dieses der Emissionen von Treibhausgasen drohen erheblich steigende Tempe- raturen und Extremwetterereignisse, wirtschaftliche Schäden und soziale Verwerfungen. Die gute Nachricht: Der Ausbau der erneuerbaren Ener- gien schreitet voran. Sonne und Wind können nicht nur klimaneutral ge- nutzt werden, im Vergleich zu fossilen und nuklearen Energieträgern stehen sie kostengünstig zur Verfügung, sie müssen nicht aufwendig gefördert und aus politisch instabilen Regionen importiert werden. Die schlechte Nachricht: Kostenlos ist die Energiewende nicht zu haben. Im Gegenteil: Die Aufwendungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind erheblich, die Spielräume vieler Unternehmen für Investitionen eng begrenzt. Im DIHK-Energiewendeba- rometer 2026 bewerten vier von zehn Unternehmen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wett- bewerbsfähigkeit negativ. Rund ein Drittel der Unternehmen verschiebt Investitionen in ihre Kernprozesse, weil hohe Energiekosten die finanziel- Sommers führten einmal mehr deutlich vor Augen: Klimaschutz geht uns alle an. Ohne eine Reduzierung

len Spielräume einschränken. Um die Energiewende auf Kurs zu halten und gleichzeitig die volkswirtschaftlichen Kosten durch die konsequente Auf- rechterhaltung eines effizienten Emis- sionshandels möglichst effektiv zu reduzieren, müssen die Netze rasch ausgebaut werden (siehe Seite 18). Gleichzeitig ist guter Rat teuer, damit die Betriebe aktuell handlungsfähig bleiben. Wobei teuer muss er nicht sein: Die IHK-Experten des KEFF+ Teams spüren beim kostenfreien Unternehmens-Check Möglichkei- ten auf, um Energie und Ressourcen einzusparen und informieren über Fördermittel (siehe Seite 45). Was möglich ist, zeigen die Beispiele der Aurora Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG (siehe Seite 12) und der STRIMgroup (siehe Seite 16), die zu- sammen mit den KEFF+Moderatoren Maßnahmenpakete geschnürt und auf den Weg gebracht haben. Und die IHK berät nicht nur zu Ressourcen- und Energieeffizienz: Unternehmen erhalten Tipps zu rechtlichen Ände- rungen (siehe Seite 14 und 19), Aus- zubildende werden zu Energiescouts geschult (siehe Seite 39) und Betriebe untereinander vernetzt (siehe Seite 14). Auch das alles kostenfrei. Texte im Titel: Stefan Burkhardt

Investitionen gehen zurück Antworten auf die Frage: Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der hohen Preise für Energie auf Investitionen? Antwortmöglichkeiten: Die höheren Ausgaben aufgrund der Stromkosten und/oder Gaspreise führen insgesamt zu (Mehrfachnennungen möglich, Angaben in Prozent).

Zurückstellung von Investitionen in Kernprozesse

33

35

26

Zurückstellung von Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen

29

Alle Branchen Industrie

16

Zurückstellung von Investitionen in Forschung und Innovationen

18

0

10

20

30

40

QUELLE: DIHK

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I nThI TaElLtT H E M A | ENERGIE & UMWELT

AURORA KONRAD G. SCHULZ Holzpellets ersetzen Öl

In Mudau verdient man mit gutem Klima in Nutzfahrzeugen Geld. Die IHK-Experten zeigten beim KEFF+Check auf, wie sich in der Produktion Ressourcen einsparen lassen.

D ie Sonne brennt, über Tag Heu erntet, spürt davon nichts. In seinem Traktor herr- schen angenehme Temperatu- ren – dank Technik aus Mudau. Das Team von Aurora beliefert die Hersteller von Agrarfahr- zeugen, Bussen, Baumaschinen sowie Sonder- oder Spezial- fahrzeugen mit Heiz-Klimaan- lagen und den dazugehörigen Komponenten. Damit in der Produktion alles rundläuft und keine Ressourcen verschwen- det werden, finden regelmäßig interne Checks statt. 30 Grad. Doch der Land- wirt, der an diesem heißen Hier kam das Angebot der IHK für den KEFF+Check gerade recht: „Wir wollten wissen, was wir am Gebäude verbessern und an den Produktionsan- lagen optimieren können und welche Fördermöglichkeiten existieren“, erinnert sich Nach- haltigkeits- und Umweltmana- ger Michael Speckert. Und schon rückte das IHK- Team an, Wärmebildkamera und Messgeräte, Laptop und Checklisten im Gepäck, prüfte die Produktionsanlagen und Herstellungsprozesse, Strom- versorgung und Beleuchtung, Heizung und Fenster. „Wir haben den Betrieb Raum für Raum analysiert und gemein- sam überlegt, welche Maß- nahmen Sinn ergeben“, erzählt IHK-Experte Klaus Peter En- gel. Er half dem Unternehmen nicht nur dabei, Energieberater für die passgenaue Planung der Maßnahmen zu finden, sondern riet auch, einen An- trag auf Bundesförderung

Michael Speckert, Nachhaltigkeits- und Umweltma- nager bei Aurora (links), mit CFO Alexander Grund. Zweiter Geschäfts- führer ist Ralph Bast.

Einen BAFA- Antrag können wir allen Unter- nehmen nur empfehlen. Das spart bares Geld.

Michael Speckert

Betrieb aufgrund der IHK- Empfehlung umsetzte, betraf die alte Ölheizung. Diese wurde durch eine Holzpellet- Anlage sowie ein flüssiggasbe- triebenes Blockheizkraftwerk ersetzt. „Diese Lösung war die beste. Unsere Hallenheizung benötigt nämlich mindestens 60 Grad Vorlauftemperatur. Das ist mit einer Wärme-

für effiziente Gebäude beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen. „Eine solche Antrags- stellung können wir allen Unternehmen nur empfehlen“, betont Michael Speckert: „Das spart bares Geld.“ Eine der wichtigsten Maßnah- men, die der 1930 gegründete

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TITELTHEMA | ENERGIE & UMWELT

pumpe kaum wirtschaftlich darstellbar“, erklärt Speckert. Neben der Wärmeerzeugung stand die Kühlung im Mittel- punkt der Überlegungen. Hier wurde die Verdunstungskühl- anlage in der Kunststoffsprit- zerei durch eine geschlossene Anlage ersetzt. Darüber hinaus tauschte das Unternehmen die herkömmlichen Leucht- mittel durch LED-Beleuchtung aus. Ebenso mussten die alten Fenster neuen mit Mehrfach- verglasung weichen. Und schließlich stellte Aurora, die im vergangenen Jahr 90 Mil- lionen Euro Umsatz erzielten, die Stromversorgung auf 100 Prozent Ökostrom um.

Und es ging nach den IHK- Tipps noch weiter: Mittlerwei- le verwendet die Produktion, wenn möglich, Mehrwegver- packungen, unvermeidliche Kartonage-Abfälle werden geschreddert und als Pols- termaterial für Kleinpakete eingesetzt, Verpackungsbän- der gesammelt und wieder- verwertet, Speisereste in eine Biogasanlage transportiert, Holzpaletten wieder in den Kreislauf eingebracht und somit auch hier jede Menge Geld gespart.

57% ANTEIL erneuerbarer Energien am Brutto- stromverbrauch

QUELLE: UMWELTBUNDESAMT

Michael Speckert zeigt die neue Holzpellet-Anlage.

Produktion wandert ab So viele Unternehmen planen oder realisieren Einschränkungen der Produktion im Inland oder Verlagerungen ins Ausland als Reaktion auf Veränderungen in der Energiewirtschaft und -politik (in Prozent).

16,8

2023

31,7

gesamt Industrie Industrie > 500 Mit- arbeiter

43,4

17,5

2024

36,5

50,8

16,1

2025

36,9

59,0

10,3

2026

39,7

58,2

0

10

20

30

40

50

60

QUELLE: DIHK

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TITELTHEMA | ENERGIE & UMWELT

Acht IHK-Tipps für mehr Energie- und Ressourceneffizienz

Energieversorgung: Seit einigen Jahren besteht

ßiger Kontrolle auf Druckluft- Leckagen kann ein Unterneh- men sehr viel Geld sparen. Oft lassen sich Leckagen sogar ohne teure Messgeräte erkennen: Gehen Sie am Wochenende bei abgeschalte- ten Maschinen mit offenen Ohren durch die Produktions- räume und achten Sie auf auffällige Zischgeräusche. 6. Heizungsanlage: Bei der Heizungsanlage müssen heute erhebliche Investitionen für etliche Jahre unter unsi- cheren Rahmenbedingungen getroffen werden. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Elektrifizierung weiter voranschreitet. Der Einbau einer neuen Öl- oder Gashei- zung sollte daher gut überlegt sein. Gerade bei Erdgas könnten

sich die Energiekosten durch die CO 2 -Bepreisung und die ge- plante Stilllegung der Gasnetze in den nächsten Jahren sehr stark erhöhen. 7. Gebäudehülle: Einer der Hauptansatzpunkte ist und bleibt der Austausch der Fenster. Hier lässt sich gut Energie sparen. Allerdings muss beim Austausch auch der Zustand der Gebäudehülle bedacht werden: Die besten Fenster nützen wenig, wenn die Fassade ungedämmt ist. 8. Ressourceneffizienz: Hier eröffnen sich je nach Art des Betriebes viele Möglichkeiten. Eine Senkung des Wasserverbrauchs ist beispielsweise auch eine wichtige Möglichkeit der Kosteneinsparung.

1.

hinsichtlich des eigenen Energieversorgers Wahlfreiheit. Es wird oft zu wenig beachtet, welche Möglichkeiten zur monetären Einsparung und zur Verbesserung der CO 2 -Bilanz diese Wahlfreiheit, beispiels- weise über Ökostrom, bietet. 2. Photovoltaik: Photovol- taik kann in Verbindung mit Speicherlösungen, Wärme- pumpen und Wallboxen dazu beitragen, die eigenen Energie- kosten und den CO 2 -Ausstoß effektiv zu senken. 3. Energiemanagement: Bei Sondervertragskun- den mit Leistungsmessung kann der Stromverbrauch im zeitlichen Verlauf sehr preis- relevant sein. Für den Preis, der am Ende zu zahlen ist, spielt hier die Leistungsspitze eine entscheidende Rolle. Gerade bei der Integration von PV-Anlagen können Batterie- speicher und die Steuerung des Verbrauchs den Zukauf von Strom bei Leistungsspit- zen verhindern und so bares Geld sparen. 4. Leuchtmittel: Viele Unternehmen haben bereits herkömmliche Glühbir- nen oder Leuchtstoffröhren durch LED-Leuchten ersetzt. Mitunter fehlt jedoch die konsequente und durchdachte Umsetzung: Man sollte keine Lampe übersehen, aber zugleich nicht überall austau- schen: Die Glühbirne im Keller, die nie brennt, muss man nicht austauschen. 5. Druckluft: Druckluft verbraucht besonders viel Energie, hier sind auch die Energieverluste durch Wärme besonders hoch. Bei regelmä-

Mehr Tipps gibt es auf Seite 45 und im IHK-Netz- werk Umwelt und Energie:

ihk.de/rhein- neckar/netz- werk-energie

EU-VERPACKUNGSVERORDNUNG

Die zentralen Änderungen

Stoffverbote: Für Verpackungen gel- ten enge Grenzwerte für Schwermetalle, für solche mit Lebensmittelkontakt gelten zusätzlich enge Grenzwerte für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS). Verbot bestimmter Verpackungen wie Einweg-Plastikverpackungen für un- verarbeitetes frisches Obst und Gemüse, Einweg-Miniaturverpackungen für Kaf- feesahne und Zucker im Gastgewerbe. Vermeidung sogenannter Mogel- packungen: Verpackungen müssen ohne unnötige Leerräume bei minimiertem Material und Volumen designt sein. Recycling und Kompostierbarkeit: Fast alle in der EU in Verkehr gebrachten Verpackungen müssen zukünftig recyc- lingfähig sein, Kunststoffverpackungen verpflichtend bestimmte Anteile recycel- ten Materials verwenden, bestimmte Ver-

packungen unter industriellen Bedingun- gen kompostierbar sein. Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR): Unternehmen (einschließlich Online-Händler), die erstmals verpackte Produkte in Verkehr bringen, müssen sich an den Kosten für Sammlung und Recyc- ling beteiligen. Informations- und Kennzeich- nungspflichten: Verpackungen müssen EU-weit harmonisierte Hinweise tragen, um Verbrauchern das Recycling und die Entsorgung zu erleichtern. Konformitätsbewertung: Für Ver- packungen muss nachgewiesen werden, dass sie den neuen Anforderungen an Inhaltsstoffe, an das Design und die Ma - terialminimierung entsprechen. ihk.de/rhein-neckar/ verpackungsverordnung

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IHK Magazin Rhein-Neckar 06 | 2026

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Einfach großartig. Der neue elektrische VLE passt sich mühelos Ihrem Leben an – mit seinem vielseitigen Sitzkonzept für bis zu acht Personen 1 und einer Reichweite von über 700 km (WLTP) 2,3 . Welcome home.

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Mercedes-Benz VLE 300 elektrisch | Energieverbrauch kombiniert: 20,7–18,4 kWh/100 km | CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km | CO₂-Klasse: A 2

1 Die Verfügbarkeit der gezeigten und genannten Ausstattungen, Funktionen, Merkmale und Dienste hängt vom jeweiligen Fahrzeugmodell und der individuellen Konfiguration ab. 2 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt. Der Energieverbrauch und der CO 2 -Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des jeweiligen Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig. 3 Die tatsächliche Reichweite hängt von zahlreichen Faktoren wie insbesondere der individuellen Fahrweise, Umgebungsbedingungen, dem Alterungsprozess der Batterie, Nebenverbrauchern wie beispielsweise der Klimatisierung, Sonderausstattungen, Bereifung, Zuladung, dem Streckenprofil ab und kann daher vom angegebenen WLTP Wert abweichen.

Anbieter: Mercedes-Benz AG, Mercedesstraße 120, 70372 Stuttgart Niederlassung Heidelberg · Haberstraße 26 · 69126 Heidelberg E-Mail: verkauf-transporter@mercedes-benz.com · Tel.: 0621 453 888 www.mercedes-benz-mannheim.de

TITELTHEMA | ENERGIE & UMWELT

STRIMGROUP Photovoltaik als Schlüssel

zu mehr Energieunabhängigkeit Eine Photovoltaik-Anlage in Verbindung mit einem Batteriespeicher und Wärmepumpe: Damit sind die Mannheimer mittlerweile fast Energie-Selbstversorger.

steht aus der STRIMconsult GmbH, der STRIMacademy und der STRIMservices GmbH. Am Mannheimer Standort wurden die bestehenden, mit Öl bzw. Gas betriebe- nen Heizungen vollständig zurückgebaut. An ihre Stelle traten Wärmepumpen und über einen restaurierten Ofen die Möglichkeit, in der Übergangszeit mit Holz zu heizen. Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 11,5 Kilowatt-Peak, also der Spitzenleistung, und im Keller ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von zwölf Kilo- wattstunden installiert. Ein Energiemanagementsystem koordiniert die Wärmepumpen sowie weitere angebundene Verbraucher und ermöglicht so eine gezielte Nutzung von PV-Überschussstrom, unter anderem für das E-Auto in der Garage. Diese Versorgungs- sicherheit ist Mayer auch in anderer Hinsicht wichtig: Das Unternehmen betreibt eigene Server und kann sich Ausfälle, wie sie im regulären Stromnetz vorkommen, nicht leisten. Heute funktioniert die Ge- samtlösung ganz im Sinne des Geschäftsführers: „Wir haben im Mai 2026 eine Autarkie von 91 Prozent erreicht. Nach ent- sprechenden Berechnungen haben wir uns jetzt sogar dafür entschieden, den Speicher zu erweitern, um noch mehr Strom selbst nutzen zu

STRIMGroup-Chef Dr. Volker Mayer hat in seiner Mann- heimer Niederlas- sung im Keller einen Batterispeicher installieren lassen.

Uns war umgehend

klar, dass wir den kosten- losen IHK- KEFF+Check

O b sein Unternehmen wirk- lich in Frage kommt für den KEFF+Check? Dr. Volker Mayer zögerte nur kurz, als er bei einer IHK-Veranstaltung auf das Angebot aufmerksam wurde. „Wir begleiten Trans- formationsprozesse in Unter- nehmen, über die gesamte Wertschöpfungskette, von der Strategieentwicklung über die Schulung von Mitarbeitern und Führungskräften bis zur Imple- mentierung im Betrieb. Auch wenn wir kein Industriebetrieb sind, war uns umgehend klar, dass wir dieses niederschwel- lige und kostenlose Angebot

nutzen wollten. Wir wollten wissen, wo wir stehen und was uns die IHK empfiehlt“, so Mayer, der sich bereits intensiv mit dem Ersatz fossiler Ener- gien und Fragen der Nachhal- tigkeit beschäftigt hatte. Mayer sollte seine Ent- scheidung nicht bereuen: Der KEFF+Ressourcencheck war Startschuss für ein um- fangreiches energetisches Erneuerungsprogramm bei der STRIMGroup. Das Unter- nehmen mit den Standorten Mannheim, Binz (Schweiz) und Mödling (Österreich) be-

nutzen wollen.

Dr. Volker Mayer

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können.“ Der Start verlief allerdings nicht ohne Schwierigkeiten: „Am Anfang gab es Probleme mit der PV-Anlage und wir hatten bei weitem nicht den Output, der kalkulatorisch erreichbar sein sollte“, erinnert sich der Unternehmer. Der Austausch mit Nachbarn und Bekannten, die vergleichbare Anlagen im Betrieb hatten, brachte zusätzliche Orientie- rung. Gerade wenn Investitionen groß und die erwarteten Vorteile erheblich seien, müsse man, so Mayer, hart- näckig bleiben und die Ergebnisse konsequent prüfen. Und noch weitere Tipps hat der Strate- gieberater parat: „Ich würde mehrere Angebote vergleichen. Diese weichen nämlich sowohl inhaltlich als auch preislich sehr stark voneinander ab.“ Die Preise seien auf den ersten Blick hoch, aber man dürfe die staatliche För- derung nicht ausblenden. Gleichzeitig sieht Mayer hier Verbesserungsbedarf: „Für kleinere Unternehmen sind die Fördermöglichkeiten in der Praxis häu- fig zu komplex, zu wenig transparent und mit zu hohem administrativem Aufwand verbunden.“ Gerade deshalb seien niedrigschwellige Angebote wie der KEFF+Check der IHK wichtig. Man müsse außerdem nicht alle Lösun- gen auf einmal anvisieren, sondern könne auch schrittweise vorgehen. Und schließlich dürfe man die individuellen Bedarfe, den eigenen Verbrauch und die jeweilige bauliche Situation nicht aus dem Auge verlieren.

INFO

KEFF+Check: das Wichtigste

Worum geht es beim KEFF+Check? Die IHK unterstützt damit Unterneh- men, ihre Ressourcen- und Energie- effizienz zu verbessern und informiert

und Materialverluste auf, identifizieren mögliche Maßnahmen und Förder- möglichkeiten und begleiten die Unternehmen auf ihrem weiteren Weg. Kommen Kosten auf mich zu? Nein, das IHK-Angebot ist kostenfrei. Jetzt zum KEFF+Check anmelden: ihk.de/rhein-neckar/keffplus

über Fördermöglichkeiten. Wie läuft ein Check ab?

Die KEFF+Experten decken vor Ort im Unternehmen versteckte Energie-

Wettbewerbsfähigkeit sinkt besonders stark in der Industrie So viele Unternehmen fürchten den Verlust ihrer Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Preise für Energie (in Prozent).

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IHK-ANALYSE „Wir sind in einer fragilen Phase“ Bei den erneuerbaren Energien hat sich einiges getan. IHK-Geschäftsführer Andreas Kempff über Netzausbau, Emissionshandel und Kosten.

Vorrang der Erdverkabelung ein zentrales Problem, denn Erdkabel sind deutlich teurer als Freilandleitungen. Dieser Vorrang ist inzwischen aber aufgehoben worden. Das ist hilfreich, denn so wird der Ausbau schneller und deut- lich billiger, obwohl manche Trassen neu geplant werden müssen. Und bei den Verteilnetzen? Kempff: Hier gibt es großen Investitionsbedarf zum Bei- spiel bei Umspannwerken, die ertüchtigt, erweitert oder komplett neu gebaut werden müssen. Das erfordert erheb- liche Investitionen seitens der Netzbetreiber, also zumeist der Stadtwerke, die sich im Eigen- tum von finanziell klammen Kommunen befinden.

Aufnahmefähigkeit der Netze kommt an ihre Grenzen. Im Bereich der Übertragungs- netze, also den großräumigen Stromautobahnen, gibt es ein Ungleichgewicht: Deutschland erzeugt im Norden mehr er- neuerbaren Strom, als es dort verbraucht und im Süden zu wenig. Bei den kleinräumigen Verteilnetzen ist die Situation regional sehr unterschied- lich. Aber auch hier kann es passieren, dass Anschlüsse von unternehmenseigenen Ladesäulen nicht genehmigt werden, weil das Netz nicht leistungsfähig genug ist. Warum läuft der Netzausbau so schleppend? Kempff: Im Bereich der Übertragungsnetze war der gesetzlich vorgeschriebene

Herr Kempff, wie beurteilen Sie den Stand der Energiewende? Andreas Kempff: Die Energie- wende ist auf der Erzeugungs- seite auf einem vernünftigen Weg. 2022 hat unsere IHK in einer großen Stromstudie die entsprechenden Potenziale in der Region aufgezeigt. Diese Potenziale werden verstärkt aktiviert: Der Ausbau der Er- zeugungsanlagen schreitet vo- ran, insbesondere im Bereich Freiflächen-Photovoltaik, teil- weise im Bereich Windkraft. Reichen mehr Anlagen aus? Kempff: Das Entscheidende ist jetzt der Netzausbau. Wir sind nämlich in einer sehr fragilen Phase: Die großen Netzreser- ven der Vergangenheit sind durch den bisherigen Zubau zunehmend ausgeschöpft. Die

DIHK-Studie: https://bit.ly/ dihk-plan-b

INFO

DIHK-Klimaschutzpapier: Die wichtigsten Forderungen

Emissionshandelssysteme stärken und realistische Pfade verfolgen Für die DIHK bleibt der Emissionshandel das zentrale Klimaschutzinstrument. Mit Preissignalen ermöglicht er, Emissionen dort zu reduzieren, wo dies am günstigsten und effektivsten ist. Entscheidend sind jedoch langfristige Perspektiven und klare Rahmensetzungen. Sind die Ziele zu ambitioniert, schwächt dies das Vertrauen in den Emis- Die Transformation des Energiesystems braucht Rohstoffe. Ihre Knappheit und ihre Kosten können den Klimaschutz gefährden. Eine intensivere Nutzung heimischer Ressour- cen sowie die Stärkung der Kreislaufwirtschaft sind laut DIHK notwendige Voraussetzungen für einen resilienten, erfolgreichen Weg zur Klimaneutralität. sionshandel als marktliches Instrument. Kreislaufwirtschaft für die Energiewende

Elektrifizierung ermöglichen Die erneuerbaren Energien Deutschlands sind im Stand- ortvergleich häufig teurer. Das verlangt umso mehr Effi - zienz bei ihrer Nutzung und ihrer Integration in das Ener- giesystem. Die Bundesregierung sollte aus Sicht der DIHK deshalb das Netzanschlussvergabeverfahren modernisie- ren, vorhandene Netzkapazitäten optimal ausnutzen sowie weitere Antragsverfahren vereinfachen und harmonisieren. Energiepolitik besser steuern und monitoren Die Energiewende ist ein langfristig angelegter Prozess, der von einem hohen Maß an Unsicherheit gekennzeichnet ist. Eine stärkere Koordinierung ist vor allem auch im Hinblick auf die deutschen Interessen bei EU-Entscheidungen not- wendig. Für die Weiterentwicklung der Klima- und Energie- politik ist ein umfassendes und unabhängiges Monitoring erforderlich.

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Zudem trifft der Netzausbau mancherorts auf Akzeptanz- probleme in der Bevölkerung. So soll in Heddesheim ein neues Umspannwerk, Mannheim-Ost, gebaut werden. Das sorgt vor Ort für Ablehnung. Diese Haltung ist hinsichtlich der Netzstabilität kontraproduktiv. Und schließlich gilt es, den Fachkräftemangel im Auge zu behalten. Wir werden in einigen Jahren immer weniger Arbeitskräfte für diese Aufgabe haben. Je schneller wir also das Netz ausbauen, umso besser. Die Energiewende verursacht hohe Kosten. Wie lassen sich diese senken? Kempff: Die 2025 veröffentlichte Plan B-Studie der DIHK schlägt vor, bisherige Klimaschutzziele zu budgetieren. Das heißt festzulegen, wie viele Tonnen CO 2 wir bis 2035 noch verbrauchen dürfen und zu analysieren, wie wir die Klimaziele über den CO 2 -Handel flexibler erreichen. Unserer Erfahrung nach hat der Emissionshandel in den Sektoren Industrie und Energie zu erheblichen Einspa- rungen geführt. Jetzt sollten die Sektoren Wohnen und Transport folgen. Es wäre falsch, den Emissionshandel in Frage zu stellen. Das untergräbt die Kalkulationssicherheit von betrieblichen Investitionen. Neben den Kosten gibt es auch eine kommunikative Dimension. Bislang ist es nicht gelungen, ein positives Narrativ für die Energiewende zu entwickeln, das die Gesellschaft in der Breite überzeugt. Die aktuelle Krise in der Straße von Hormus und die damit verbundenen Unsicherheiten haben dies geändert und gezeigt, welche Chancen in der Energiewende stecken. Unternehmen sehen, dass sie sich mit Elektrifizierungs- prozessen, zum Beispiel der E-Mobilität, unabhängiger von fossilen Energien machen können und damit resilienter werden. Das wäre auch volkswirtschaftlich zu begrüßen, da die Kaufkraft dann im Land bleibt.

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Das ist ab September Pflicht

1. Verbot allgemeiner Umweltaussagen: Unge- naue und nicht nachgewiesene Formulierungen wie „umweltfreundlich“, sind verboten. 2. Strengere Regeln für Nachhaltigkeitssiegel: Siegel und Labels müssen zwingend auf staat- lichen Systemen oder unabhängigen Zertifizie - rungen basieren. 3. Verbot von „Klimaneutral“-Werbung: Produkte dürfen nicht mehr als „klimaneutral“ beworben werden, wenn diese Eigenschaft primär durch den Kauf von CO₂-Kompensationszertifikaten (Offset - ting) erreicht wird. 4. Informationspflichten zur Reparierbarkeit: Händler müssen künftig klar über die Reparier- barkeit ihrer physischen Produkte informieren. ihk.de/rhein-neckar/empco

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EVENTREGION RHEIN-NECKAR Events und Kultur: Wirtschaftsfaktor in der Region Rhein-Neckar Kongresse, Konzerte, Ausstellungen, Festivals und andere Kulturevents besitzen eine enorme Wirtschaftskraft, die auf Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel und Dienstleister ausstrahlt.

Gemeinschaftsgefühl und Lebensfreude. Dabei macht diesen Effekt vor allem die Vielfalt der großen und kleinen Veranstal- tungen aus – von Kulturevents über Stadt- und Volksfeste und Großevents bis hin zu Business-Events. Kulturregion Rhein-Neckar Das kulturelle Spektrum der Region von Literatur über Theater bis zur Musik ist beeindruckend. Heidelberg ist UNESCO City of Literature. Der vom städtischen Kulturamt geförderte Literaturherbst Hei- delberg zeigt vom 18. September bis zum 14. Oktober 2026 ein Programm mit weit über 100 Autor:innen und Künstler:innen aus der Metropolregion Rhein-Neckar, aus Deutschland und der ganzen Welt. Weitere Sonderveranstaltungen sind bis Dezember 2026 vorgesehen. Mannheim wiederum ist seit der legendären Urauf- führung von Schillers Drama „Die Räu-

Kunsthalle Mannheim, der Kulturzentren Capitol und Alte Feuerwache wie auch jene des Veranstaltungstourismus un- tersucht. Außerdem wurden Zahlen der Veranstalter verarbeitet und Hotellerie, Restaurants und Einzelhandel befragt. Von der Mannheimer Initiative „Kultur rechnet sich“ wurde die Studie gemein- sam mit der Stadt Mannheim und m:con in Auftrag gegeben und vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwfi) durchgeführt. „Kultur rechnet sich“ ist ein Zusammen- schluss Mannheimer Kultureinrichtungen mit dem Ziel, Kultur als Wirtschaftsfak- tor nach außen hin sichtbar zu machen. Ein breites Kulturangebot zahlt sich für die Region aus mehreren Gründen aus: Es macht Städte attraktiver, hilft dabei, Fachkräfte in die Region zu holen und hier zu halten, und sorgt für Abwechslung,

Über 500 Millionen Euro betrug der Ge- samtumsatz im Veranstaltungstourismus 2024. Kultur trägt als Wirtschaftsfaktor nicht nur wesentlich zum Wohlstand der Region bei, sie hat auch Effekte auf die Le- bensqualität und Standortattraktivität. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Wirt- schaftsfaktor Event & Kultur“. Sie belegt die Wirtschaftskraft von Kulturveranstal- tungen in Mannheim und der Metropol- region Rhein-Neckar. Jeder investierte Euro erzielt ein Vielfaches an kommuna- ler Wertschöpfung. Diese ökonomischen Effekte setzen sich aus den Vorleistun- gen der Veranstalter, die überwiegend Unternehmen aus Mannheim und der Region beauftragen, sowie aus den Aus- gaben der Gäste für Unterkunft, Essen und Dienstleistungen wie öffentlicher Nahverkehr oder Parkgebühren zusam- men. Dazu wurden im vergangenen Jahr die ökonomischen Effekte der m:con, der

REALISATION: Endriß + Prüfer Verlags-GmbH · Tel. 07221 / 21 19 0 · www.endriss-pruefer.com · Die Textbeiträge in diesem Special wurden von den werbenden Firmen verfasst.

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Digitalisierung Eventregion Rhein-Neckar

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Kommende Events

20.09.2026: Deutsche Eishockey Liga – Adler Mannheim vs. Eisbären Berlin in der SAP-Arena

26.–27.09.2026: Heidelberger Herbst in der Altstadt

26.09.–11.10.2026: Oktobermess Mannheim auf dem Neuen Messplatz

12.10.2026 Bryan Adams in der SAP-Arena

Vom 1. bis 18. Oktober gibt es dann Wei- ne von Winzern aus Heidelberg und der Region zusammen mit regionaler Küche im Heidelberger Weindorf auf dem Karls- platz unter dem Schloss. Das Mannheimer Oktoberfest ist das größte Wiesn-Fest der Region mit Live-Bands und bayeri- schem Festzelt-Gefühl. Es lockt seine Fans in diesem Jahr vom 16. Oktober bis zum 7. November. Einige der großen und publikumsträchti- gen Festveranstaltungen organisiert die LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH, eine Toch- tergesellschaft der Stadt Ludwigshafen. Dazu zählen das Pfalzfest im Ebertpark, das größte Volksfest Ludwigshafens, und das Rheinuferfest auf dem Platz der Deut- schen Einheit oder der Weihnachtsmarkt. Die LUKOM betreibt das Veranstaltungs- haus Pfalzbau, die Friedrich-Ebert-Halle und zwei Gemeinschafts- und Bürger- häuser. Der Pfalzbau ist ein modernes, multifunktionales Veranstaltungshaus mit 14 Räumen, 1.357 Sitzplätzen und 5.600 qm Kapazität für Firmenevents. Die Friedrich-Ebert-Halle ist seit 1965 eine der bedeutendsten Sport- und Mehrzweckhallen im südwestdeutschen

im Herzen der Heidelberger Altstadt am letzten September-Wochenende mit einem abwechslungsreichen Veranstal- tungsprogramm für jeden Geschmack: Der Mittelaltermarkt auf dem Universi- tätsplatz, der Kunsthandwerker- und Wa-

ber“ 1782 im Nationaltheater eng mit der deutschen Theatergeschichte verbunden – das Haus nennt sich bis heute selbstbe- wusst „Schillerbühne“. Die nächsten In- ternationalen Schillertage finden im Juni 2027 statt. Und vom 2. Oktober bis zum 7. November 2026 kommen beispielsweise Jazzfans auf dem Internationalen Jazz- Festival Enjoy Jazz an verschiedenen Ver- anstaltungsstätten in Heidelberg, Mann- heim und Ludwigshafen auf ihre Kosten. Das Kulturparkett Rhein-Neckar e.V. setzt sich dafür ein, dass kulturelle Teilhabe nicht vom Geldbeutel abhängt, und öff- net damit Türen, die sonst oft verschlos- sen bleiben. Seit 2013 vermittelt der Ver- ein kostenlose Eintrittskarten für Theater, Konzerte, Museen, Lesungen und andere Veranstaltungen an Menschen mit gerin- gem Einkommen. Dazu arbeitet die Initia- tive mit Kulturpartnern in der Region zu- sammen, die regelmäßig Eintrittskarten zur Verfügung stellen. Stadtfeste, Volksfeste und Festivals Draußen, laut und bunt: In der Event- region Rhein-Neckar lässt sich’s wun- derbar gemeinsam feiern. So begeistert beispielsweise der Heidelberger Herbst

„Kultur- und Veranstal- tungshäuser tragen nicht nur zur Standortqualität bei, sie sind immer auch Wirtschaftsfaktor.“ Thorsten Riehle, Kultur- und Wirtschaftsbürgermeister Mannheim

renmarkt entlang der Hauptstraße, ein Flohmarkt in den kleinen Altstadtgassen und am Neckarufer, ein verkaufsoffener Sonntag und Stände mit regionalen Spe- zialitäten laden jedes Jahr über 200.000 Besucher zum Bummeln und Genießen ein. Spätestens in der Abenddämmerung verwandelt sich die Altstadt an den un- terschiedlichen Bühnen mit Live-Musik in ein einziges, großes Open-Air-Konzert.

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