05 | 2026 IHK Magazin
KEFF+Check Ressourcen einsparen SEITE 50
Katja Klaiber (links), Fach- kraft für Lager- logistik bei Interroll, und Personallei- terin Sabine Büchner
IHK-Magazin digital lesen: ihk.de/ rhein-neckar/ magazin
NECKAR-ODENWALD-KREIS
Wie Unternehmen Nachwuchs finden und halten SEITE 12
AUS DEN UNTERNEHMEN
KASSENFÜHRUNG Wann Ärger mit dem Finanzamt droht SEITE 52
Filmemacher Max Damm SEITE 48
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STANDPUNKT
Weichen gestellt
S eit dem 1. Juli ist Mathias Grimm neuer IHK-Hauptgeschäftsführer. Eine gute Entscheidung der Vollversammlung: Mathias Grimm hat bereits als kaufmänni- scher Geschäftsführer und stellvertreten- der Hauptgeschäftsführer hervorragende Arbeit geleistet. Die Zusammenarbeit mit ihm ist exzellent. Daher ist er im Ehrenamt und in der Mitgliedschaft hoch angesehen. Das sind ideale Voraussetzung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Mathias Grimm und wünsche ihm gutes Gelingen! Auf „gutes Gelingen“ ihrer Arbeit war- ten wir bei der Bundesregierung schon einige Zeit. Der Koalitionsausschuss An- fang Juli hat nun gezeigt: Anscheinend hat Schwarz-Rot verstanden. Denn die Beschlüsse bringen lange von uns gefor- derte Erleichterungen für die Breite der Unternehmen. Das gilt beispielsweise für die Verbesserungen im Arbeitsrecht, die Abschaffung von Berichts- und Dokumen- tationspflichten sowie von betrieblichen Beauftragten oder das Ende des soge- nannten „Gold Plating“ bei der
tanzsteuern beendet sein sollten. Eine Vermögenssteuer ist ebenso vom Tisch wie Änderungen an der Erbschaftssteuer, die Betriebsübergänge erschwert hätten. Für die Unternehmen wäre es wichtig, dass wir an dieser Stelle langfristig Verlässlichkeit und damit Planbarkeit erzielen. Die Spitzen von Union und SPD haben zudem bekräftigt, dass die Vorschläge der Rentenkommission umgesetzt werden sollen. Das ist grundsätzlich positiv und notwendig zur Stabilisierung des Renten- systems. Das darf aber nicht mit Erhöhun- gen des Rentenbeitrags um zwei Prozent- punkte einhergehen, wie zur Finanzierung der geplanten Kapitaldeckung vorgesehen. Denn das würde unsere Kostenprobleme verschärfen. Kritisch ist auch die geplante Pflicht zur gesetzlichen Rentenversiche- rung für Selbstständige ohne Opt-out- Option. Gerade für Unternehmensgrün- der kann diese Pflicht Flexibilität bei der Altersvorsorge einschränken. Wir werden daher die Umsetzung
Seite 30: Interview mit Mathias Grimm
Die Beschlüsse des Koalitionsausschus- ses bringen lange von uns geforderte Erleichterungen für die Breite der Unter- nehmen.
aller Beschlüsse kritisch ver- folgen und uns dafür einset- zen, dass die Reformen zu wirklichen Verbesserungen führen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.
EU-Lieferkettenrichtlinie. Erfreulich ist zudem, dass nun die Diskussionen um die Einführung oder die Ausweitung von Subs-
Manfred Schnabel Präsident der IHK Rhein-Neckar
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INHALT
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KOMPAKT
6 Wirtschaft und Region im Überblick
TITELTHEMA | NECKAR-ODENWALD-KREIS
12 Interroll Conveyor In Obrigheim steht das Team im Mittelpunkt
14 MPDV Fachkräftegewinnung mit Freiräumen, Freundlichkeit und Fitness-Studio 16 ISO Inklusionsbetrieb für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
18 IHK-Analyse So ist die Fachkräftesituation im NOK
60 Unbeschwert Mit einer bewilligten Förderung können Unternehmen ihr Potenzial voll ausschöpfen.
AUS DER IHK
30 Interview Der neue Hauptgeschäftsführer über Digitalisierung und echte Begegnungen 32 Bilanz 2025 IHK legt strukturell ausgeglichenen Jahresabschluss vor
34 Interessenvertretung Was die IHK-Organisation bewegt
45 Mit Herzblut dabei Agentur-Chef Benjamin Kalberlah ist Organisator der „wutwerkstatt“.
STANDORT
36 Kaufkraftanalyse Umsätze machen Seitwärtsbewegung 38 Innenstadtberatung Schwetzingen setzt auf digitale Sichtbarkeit
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IHK-Magazin digital lesen:
AUS DEN UNTERNEHMEN
41 Up2Boat Software für Yachthafen-Betreiber und Bootsführer
42 TeeInsel Mit IHK-Hilfe in die Selbstständigkeit
43 Hänssler Kunststoff- und Dichtungstechnik Mannheimer machen Formel 1 sicher
47 Prevanti Heidelbergerin will Krebsprävention in Betrieben verbessern
TIPPS
50 Umwelt & Energie 51 Weiterbildung 52 Rech t & Steuern 56 Unternehmensführung 58 International 60 Innovation
57 Belastet
IHK-SERVICE
62 Öffentliche Bekanntmachungen 82 Im p ressum 83 IHK-Börsen 86 Jubiläen
Arbeitgeber müssen Gefährdungsbe - urteilungen durchführen, um ihre Mit - arbeiter zu unterstützen und zu schützen.
NAMEN SIND NACHRICHTEN
88 Meldungen in Kürze
51 Tipp: Weiterbildung
SO LADE ICH MEINEN AKKU AUF
90 Om Dr. Simone Burel kennt viele Wege, um sich zu erden. Auch Yoga zählt dazu.
KI, KI, KI: Die IHK hat hierzu einige Angebote im Angebot – von E wie ethische Aspekte zu R wie Rechnungswesen.
VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNGEN
20 Metropolregion Rhein-Neckar
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KOMPAKT
SCHERER NEW BUSINESS Wir-Gefühl mit Zukunftsperspektive
Rund 650 Unternehmen hat Christian Scherer inzwischen Teambuilding- Angebote vermittelt.
SCHAFE HÜTEN IM ODENWALD, Schreiner- workshops in Weinheim oder Floß-Bau am Rheinauer See sind nur einige Beispiele aus dem Portfolio von Christian Scherer. Seit 2022 betreibt der Betriebswirt über seine Scherer New Business UG mit teambuildingnow.de ei- nen Online-Marktplatz für Teambuilding- und Firmenevents. „Wenn möglich, nehmen wir die Teams mit raus in die Natur. Dort gelingt vieles einfacher“, sagt er. Teambuilding ist für Christian Scherer kein Selbstzweck, sondern eine Investition in Vertrauen, Kommunika- tion und gute Zusammenarbeit. Sein Ansatz hat biografische Wurzeln: „Aufgewachsen in einem 500-Seelen-Dorf im Odenwald habe ich früh erlebt, wie Gemeinschaft, Vereins- leben und Eigenverantwortung funktionieren“. 2010 führte Scherer sein Duales Studium nach Mannheim, wo er bei der MVV Konzern- strukturen kennenlernte. „Die Gründungsidee
kam sehr früh, da mich beschäftigte, wie sich das, was in kleinen Gemeinschaften selbst- verständlich ist, auf größere Organisationen übertragen lässt“, blickt Scherer zurück. Seiner Meinung nach sind nur Teams, die gut funktionieren, dazu in der Lage etwas zu be- wegen.“ Heute hat „teambuilding:now“ rund 150 Kooperationspartner in ganz Deutsch- land und über die Jahre kam so ein Angebot mit 35 Themen von Inhouse-Veranstaltungen über Outdoor-Events bis hin zu Sommer- oder Weihnachtsfeier zusammen. „Die Heraus- forderungen in den Unternehmen in Bezug auf Transformation und Fachkräftemangel sind groß. Die Veranstaltungen können keine strukturellen Probleme lösen, aber sie schaffen Räume, um in Dialog zu treten“, so Scherer. MB
„Wenn möglich, nehmen wir die Teams mit raus in die Natur. Dort gelingt vieles einfacher.“
Christian Scherer
teambuildingnow.de
? Wo kriegen Sie Tipps zum Energie- und Materialsparen? FRAGE DES MONATS
ZAHL DES MONATS
verbieten den Einsatz von generativer KI in ihrem Betrieb. Tipps für einen sicheren Umgang: ihk.de/rhein-neckar/ ki-weiterbildung
In der KEFF+Beratung. Mehr auf Seite 50 und unter ihk.de/rhein-neckar/ keffplus
8% DER INDUSTRIEUNTERNEHMEN
QUELLE: ZEW
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KOMPAKT
O-TON DES MONATS
Überblick behält und die richtigen Schritte kennt, kann finanzielle Verluste be - grenzen und seine Rechte gezielt durchsetzen. Mehr zum Thema am 6. Oktober:
TIPPS & TERMINE
Mit so viel
Bürokratie hätte ich nicht gerechnet.
Schon gewusst? Klima - schutz, Energieeffizienz und Ressourcenschonung sind zentrale Herausfor - derungen für Unterneh- men. Die IHK hat dafür zahlreiche kostenfreien Angebote:
ihk.de/rhein-neckar/ glaeubigerrecht
Schritt für Schritt zur CO2-Bilanzierung: Transparenz über Treib - hausgasemissionen ist für viele Unternehmen wichtig. Mit dem kosten - freien ecocockpit Tool zur CO₂-Bilanzierung erhalten Betriebe die nötigen Daten, um effek - tiv zu handeln. Mehr am 14. Oktober:
Gründerin Carolin Hambücher
ihk.de/rhein-neckar/ nachhaltigkeit
Mehr auf Seite 40
Geschäftspartner pleite – was nun? Die Insolvenz von Lieferanten und Co. stellt Unternehmer vor große Herausforderungen. Stich- wörter: offene Forderun - gen, unsichere Verträge und akuter Handlungs- bedarf. Wer jetzt den
MEIN TOPSELLER
„Frühstück für Zwei“ MELANIE MICHALSKE: Unser Topseller bei den Getränken ist der Cappuccino, bei den Speisen das Frühstück für Zwei, das wir liebevoll auf einer Etagere anrichten. Es um- fasst verschiedene Käse- und Wurstaufschnitte, Marmela- den, hausgemachte Aufstriche sowie unsere leckere Café Rose Bowl – eine luftige Quarkcreme mit Früchten und knusprigem Topping. Sehr beliebt sind auch unsere belgi- schen Waffeln, die hausgemachten Kuchen und herzhaf- ten Stullen. Aktuell erweitern wir unser Lunch-Angebot um leckere Bowls. Jung und Alt kommen bei uns zusam- men, für die Kleinen gibt es eine Spielecke. Viele kennen die Rose am Neuen Markt in Eberbach noch als alte Brauerei-Gaststätte. Diese wurde bereits 1823 eröffnet, das Gebäude stand jedoch sieben Jahre lang leer, bevor wir es aus dem Dornrös- chenschlaf
ihk.de/rhein-neckar/ ecocockpit-webinar
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geholt haben. Jetzt erblüht die Rose wieder – auch für ge- schlossene Events wie Geburtstage oder Trauer-
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• Beratungsangeboten u. a. zu Ressourceneffizienz, Fördermitteln, Azubi-Suche oder IT-Sicherheit • Informationen wie Änderungen im Steuer- und Gesellschaftsrecht oder zum Auslandsgeschäft
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Cafés bietet sie den perfekten
Wohlfühlort.
Ru
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Madeline Borkowsky (links) und ihre Schwester Melanie Michalske haben im September 2025 das Café Rose in Eberbach eröffnet.
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KOMPAKT
IHK-REGION Glückwunsch für Godzilla
MANNHEIM Preiswert: Über eine neue App sollen Nutzer Sparangebote von Mannheimer Gastronomiebe - trieben kompakt auf einen Blick erfassen. Anbieter ist GoTasty von Murat Süzer und Samuel Sonnenwald.
HEIDELBERG Hingucker: Ein Foto mit Godzilla vor dem Heidelberger Schloss? Das ist im neuen 3D-Trickart-Museum möglich, das Guido Mülter, Geschäfts - führer der Schauan GmbH, eröffnet hat.
HARDHEIM Auf dem Treppchen: Die Maschinen - fabrik Gustav Eirich GmbH & CO. KG hat den German Innovation Award gewonnen – wie auch die Heidelberg Materials AG aus Wiesloch.
Hardheim
Weinheim
Walldürn
Buchen
Hirschberg
Mannheim
Eberbach
Ladenburg
Waldbrunn
Schönbrunn
Heidelberg
Brühl
Schwetzingen
Obrigheim
Leimen Sandhausen
Mosbach
Hockenheim
Walldorf
Wiesloch
EVENTS Ab dem 6. August Walldürn Willkommen zum
Sinsheim
WALLDORF Blick nach innen: Dibjick MediaPuls hat den Neuro Web Award 2026 und zwei - fach den Webstar Award 2026 erhalten. Die Agentur entwickelt und visualisiert Websites auch auf Basis von Hirnforschung und Psycho - logie.
Dürmer Feierabend: Jeden Donnerstag im August findet auf dem Schlossplatz eine After-Work-Veran - staltung mit Musik und Bewirtung statt. www.wallduern.de Ab dem 13. August Wiesloch Eintritt frei: Die Klapp - stuhlkonzerte 2026 finden donnerstags während der Sommer - ferien statt. Beginn ist jeweils um 18:30 Uhr. www.wiesloch.de
MOSBACH Helfende Hand: Mit dem Inklusionsbetrieb „Indus- trie Service Odenwald“ unterstützt die Mosbacher Johannes-Diakonie Men - schen mit Beeinträchti - gungen. Mehr auf Seite 16
EBERBACH Glückwunsch: Die Schüler- firma „Dorfgemeinschafts - laden“ hat im IW Junior Bundeswettbewerb die Bronzemedaille geholt. Das Team der Realschule Eberbach überzeugte mit der Geschäftsidee, in Scholl - brunn einen Dorfgemein - schaftsladen aufzubauen.
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KOMPAKT
DIE ANALYSE
STECKBRIEF
KALENDERBLATT
Katrin Schimscha: „Gemeinsam sind wir stark!“
21. Dezember 799
Im Urkundenbuch des Klosters Lorsch wird Schwetzingen als „Suez - zingen“ erstmals erwähnt. Mehr zur Stadt heute auf Seite 38.
Frau Schimscha, Sie sind Vorstandsmitglied des Vereins JobNOK. Wie können sich Betriebe hier engagieren? Unternehmen können sich bei uns ganz unkompliziert einbringen. Zum Beispiel bei unseren Veranstaltun - gen mit eigenen Aktionen, etwa an unserem Mitmach - stand auf dem Mosbacher Weihnachtsmarkt. Auch eigene Ideen sind jederzeit willkommen. Zudem bieten wir die Möglichkeit, unser Netzwerk für mehr Sicht - barkeit zu nutzen. Was steht 2026, neben dem Weihnachtsmarkt in Mosbach, bei JobNOK noch auf dem Pro- gramm? Wir starten diesen Sommer mit regelmäßigen Stammtischen. Weitere Termine sind ebenfalls in Planung. Für mehr Informationen: Einfach
unseren Newsletter abonnieren, sich inspirieren lassen und sich mit uns vernetzen. Wir freuen uns über jeden Betrieb, der mitmacht. Denn gemeinsam sind wir stark! Ru
Dr. Andreas Hildenbrand , IHK-Geschäftsführer am Standort Mosbach Nachwuchs für den NOK Junge Menschen verbringen viel Zeit in sozialen Medien und dort müssen sie angesprochen werden. Wer Fachkräfte von morgen gewinnen will, spricht Auszubildende digital an. Das ist das eine Standbein in der Nachwuchsgewinnung. Das andere, genauso relevant: Prä- senz in Schulen, Vereinen und auf Messen. Deshalb ist die Fachkräfteinitiative jobNOK so wichtig: Im Neckar-Odenwald- Kreis vernetzen wir Unter - nehmen und Jugendliche – digital und vor Ort. Was uns alle bei jobNOK antreibt: Den ländlichen Raum so attraktiv zu gestalten, dass Unterneh - men auch künftig genügend Fachkräfte ausbilden können. Neben guten Ausbildungsan - geboten ist vor allem die Er - reichbarkeit von Unternehmen und Berufsschulen entschei- dend. Doch oft endet gerade dort die Mobilität. So droht der Neckar-Odenwald-Kreis den Anschluss zu verlieren. Werden Sie mit Ihrem Unternehmen Teil von jobNOK und helfen Sie mit, dass Ausbildung attraktiv bleibt.
Mehr auf Seite 18 und unter www.jobnok.de Katrin Schimscha ist Prokuristin der Schimscha GmbH.
AUS DEN HOCHSCHULEN
Über das Programm „EXIST Forschungstrans- fer“ erhalten bis 2028 LiberaZell und Sapien - tec, beide Start-ups der Technischen Hochschule Mannheim, eine Förde - rung in Höhe von je einer Million Euro. Seit Pro - grammstart wurden bei EXIST rund 320 Millionen Euro an Fördermitteln be - willigt. Mehr auf Seite 89.
www.hs-mannheim.de
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Die Digitalisierung der Wirtschaft beschleunigt sich in rasantem Tem - po. Um Studenten und Partnerfirmen optimal auf diese Dynamik vorzu - bereiten, erweitert die DHBW Mannheim ihr Portfolio: Zum 1. Oktober startet die neue Studien- richtung „Allgemeine Wirtschaftsinformatik“ im Studiengang Wirtschafts- informatik.
FREQUENZUMRICHTER für Schwingförderer
• Schnelle Resonanzsuche • Reduzierte Stromaufnahme • Ruhiges Förderverhalten • Optimaler Teiletransport
www.mannheim.dhbw.de
Mehr im Interview rechts und auf Seite 18
www.mosca-elektronik.de
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TITELTHEMA | NECKAR-ODENWALD-KREIS
Passt! Mitarbeiter im Neckar-Odenwald-Kreis gewinnen und halten: Dieser Aufgabe stellen sich die Unternehmen, die auf der IHK-Pressefahrt besucht wurden, auf jeweils eigene Weise.
Interroll-Mit- arbeiterin Katja Klaiber an ihrem Arbeitsplatz (mehr auf Seite 12)
46.960 MENSCHEN
sind im Neckar-Oden- wald-Kreis sozialver- sicherungspflichtig beschäftigt
QUELLE: STAT. LANDESAMT
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TITELTHEMA | NECKAR-ODENWALD-KREIS
U nterschiedlicher könnten die drei besuchten Betriebe kaum sein. Während es beim Softwareentwickler MPDV (Mosbach) und beim Produktionsbetrieb Interroll Conveyor GmbH) darum geht, die Besten für das jeweilige Unternehmen zu gewinnen, ist es die Aufgabe des Inklusions- betriebs Industrie Service Odenwald (ISO) (Mosbach), seine Beschäftigten in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Bei allen Unterschieden: Die besuchten Betriebe verbindet das erklärte Ziel, für ihre Mitarbeiter das Beste zu tun. Stolz und eine große Leidenschaft für das eigene Unternehmen waren überall zu spüren. Geschäftsführerin Nathalie Kletti stellte den Journalisten zum Auftakt das groß gewordene, aber nach eigenen Angaben immer noch unerschütterlich dem Odenwald verhaftete Software- unternehmen MPDV Mikrolab in Mos- bach-Diedesheim vor (siehe Seite 14). Im gerade bezogenen Neubau bietet der Hidden Champion seinen Beschäf- tigten nicht nur hochmoderne, durch- dachte Arbeitsplätze, sondern auch ein Fitness-Studio. Gleich nebenan: die Kreativabteilung und ein Klassenraum für Jugendliche. Diese erleben dort Robotertechnik und Programmierung zum Anfassen – natürlich mit dem Ge- danken, beim Nachwuchs spielerisch das Interesse für Technik zu wecken. Die Johannes Diakonie mit ihren 30 Standorten in ganz Baden-Württem- berg ist Träger von Angeboten der Be- hindertenhilfe, Alten- und Jugendhilfe, Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Kindergärten und einem Berufsbil- dungswerk. Nicht nur am Hauptstand- ort Mosbach ist die Körperschaft des öffentlichen Rechts ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb für die Region, berichtete Kommu- nikationschef Michael Walter. Dass Inklusion hier selbstverständlich ist, spürten die Journalisten beim Mittag- essen im hauseigenen Begegnungszen- trum fideljo. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung im Team, hier kommen Mitarbeiter, Beschäftigte der Werkstätten, Studenten der nahen Dualen Hochschule und weitere Gäste
zum Essen zusammen. Nicht zuletzt verhilft die Johannes-Diakonie mit ihrer Tochter ISO gGmbH Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zu einem Arbeitsplatz, der Struktur und Sinn verleiht – die zweite Station der IHK-Pressefahrt (siehe Seite 16). Die Vorstellung von Interroll Conveyor im Interkommunalen Gewerbegebiet „Techno“ auf der Asbacher Höhe bei Obrigheim überließen Geschäftsführer Marcel Bierbrauer, Werkleiter Daniel Sassman und Personalleiterin Sabi- ne Büchner nach kurzer Begrüßung gerne zwei Nachwuchskräften. Ganz nach dem Motto: Das Team zählt. Lebendig und zufrieden stellten Katja Klaiber und Rimi Rosemary Nduta den Medienvertretern ihren Job bei dem international tätigen Konzern vor, der Förderbänder zum Laufen bringt – ob an der Supermarktkasse, am Flughafen oder bei der innerbetrieblichen Logistik (siehe Seite 12).
Fachkräfte werden im Neckar-Odenwald-Kreis nach wie vor hände- ringend gesucht.
IHK-Geschäftsführer Dr. Andreas Hildenbrand
Die Journalisten lernten drei Betriebe kennen, die das Wohl ihrer Mitarbeiter ernst nehmen. Immer mit dem Ziel vor Augen, als Unternehmen auch künftig auf eine engagierte Belegschaft setzen zu können – und mit ihr erfolgreich zu sein. Damit der Neckar-Odenwald-Kreis auch zukünftig Fachkräfte findet, gibt es am Standort eine Vielzahl an Akteu- ren, die sich um berufliche Orientie- rung junger Menschen kümmern. Unter dem Dach jobNOK, organisiert von der IHK und unter Schirmherrschaft von Landrat Dr. Achim Brötel, arbeiten Unternehmen, Kommunen und Verbän- de zusammen (siehe Seite 18). Texte im Titel: Sabine Braun
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TI nI ThEaLTltH E M A | NECKAR-ODENWALD-KREIS
INTERROLL CONVEYOR Stolz auf Erfolgsgeschichten Seit wenigen Jahren im Elzmündungsraum beheimatet, will der Konzern Nachwuchs aus der Region für sich begeistern. Der Teamgedanke steht dabei an erster Stelle.
E s ist laut in der Halle im Industriegebiet „Techno“ bei Obrigheim. Blech wird gestanzt, mit Laser- technik geschnitten und in Form gebogen. Rollen und bei Bedarf auch Motoren werden angebracht, dann verlassen individuell konzipierte Förder- systeme das Werk. Beides, Rollen und Motoren, wird in weiteren Interroll-Werken in Wermelskirchen und Baal ge- fertigt. „Die große Fertigungs- tiefe ist unsere Stärke“, erklärte Geschäftsführer Marcel Bierbrauer den Journalisten. Denn sie garantiere Flexibilität und Schnelligkeit.
auf dem 16 Hektar großen Areal zwei Hallen und Büroge- bäude errichtet. Die Interroll-Gruppe ist ein weltweit tätiger Spezialist für Fördertechnik, Sortierung und Kommissionierung. Kunden sind die erwähnten Lebens- mittelhersteller, Versand- dienstleister oder Automobil- zulieferer. Interroll konstruiert die Fördersysteme nach den Vorgaben des Kunden und übergibt diese dann an den Systemintegrator, der sie ein- baut. Im Nachgang steht das Unternehmen für Reparaturen, Nachrüstung und Wartung zur Verfügung. Gegründet wurde das Unter- nehmen 1959 in Wermelskir- chen, 1989 wurde der Haupt- sitz in die Schweiz verlegt. Vier Werke stehen in Deutschland, zwei davon in Sinsheim und Obrigheim. Mit seinen 36 operativen Gesellschaften und 2.400 Mitarbeitern erwirt- schaftet das Unternehmen einen Umsatz von 300 Millio- nen Euro. Jeden einzelnen Arbeitsschritt bei Interroll – von der Akquise über die Konstruktion und die Fertigung bis hin zum Vertrieb der Fertigungslösungen – ler- nen auch bereits die Auszubil- denden kennen. Seit dem Start vor fünf Jahren haben bereits 16 junge Leute ihre Ausbildung am Standort Obrigheim absol- viert, dazu kommen drei duale Studenten. Für den Herbst 2026 sind weitere Ausbildungs- plätze zu besetzen. „Wir wollen Nachwuchs aus der Region für
Rimi Rosemary Nduta aus Kenia wird bei Interroll zur Industriekauffrau ausgebildet.
Wir wollen Nachwuchs aus der Region für das Unternehmen begeis- tern und auch langfris- tig an uns binden.
Sabine Büchner
D as Unternehmen plant und fertigt Transportlö- sungen, die unterschied- lichstes Transportgut, von klei- nen Päckchen bis zu beladenen Paletten zum Rollen bringen. Verbaut sind sie bei Versand- dienstleistern wie Amazon, Zalando oder DHL ebenso wie bei Supermärkten an der Kasse oder am Flughafen. Auf der Su- che nach großen Industrieflä- chen für ein neues Werk kam Interroll 2021 nach Obrigheim. Für 40 Millionen Euro wurden
das Unternehmen begeistern und auch langfristig an uns binden“, betont Personalleite- rin Sabine Büchner. „Unsere Azubis und Mitarbeiter sollen sich mit dem Unternehmen identifizieren, Spaß bei der Arbeit haben und darüber
Blick hinter die Kulissen bei Interroll in Obrig- heim: Hier sind 350 Personen in der Produktion tätig, 70 in der Verwaltung.
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TITELTHEMA | NECKAR-ODENWALD-KREIS
Grüner Landkreis Anteil der einzelnen Flächen im Neckar-Odenwald- Kreis an der Gesamtbodenfläche in Prozent
auch im Bekanntenkreis sprechen.“ Dafür bietet das Unternehmen Benefits wie JobRad, betrieb- liches Gesundheitsmanagement, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Weiterbildungsangebote und vieles mehr. Selbstverständlich wirbt man auf Messen, in Schulen oder bei IHK-Veranstaltun- gen um Nachwuchs. Oft entwickeln sich aus Schülerpraktika Ausbildungsverhältnisse, so Büchner. Für Journalisten der Pressefahrt hatte die Personalleiterin „zwei Erfolgsgeschichten mitgebracht, auf die wir stolz sind“: Lagerlo- gistikfachkraft Katja Klaiber ist gerade fertig mit der Ausbildung und fühlt sich richtig wohl in ihrem Job, der keine Männerdomäne mehr ist, wie sie erklärt. „Denn neben körperlicher Arbeit gehörten auch Bestandsmanagement, Versand und andere Sparten des Unter- nehmens dazu“, erzählt die 23-Jährige. Die 31-jährige Rimi Rosemary Nduta aus Kenia, angehende Industriekauffrau, suchte und fand mit Interroll ein international tätiges Unternehmen. Sie lobt das „tolle Team“ und die gut strukturierte Ausbildung, bei der man im dreimonatigen Wechsel alle Bereiche des Unternehmens kennenlernt. So entwickle man Verständnis für die Abläufe und kenne immer den richtigen Ansprechpartner, auch wenn man später in einem anderen Bereich arbeite. Drei Ausbilder stehen den Azubis zur Seite, ergänzt Sabine Büchner. Fachkräftemangel ist zwar aktuell kein Thema für das Unternehmen. Auf Nachfrage bestätigt Büchner allerdings die „manchmal durchwach- sene“ Quantität und Qualität der Interessen- ten. Dass man von Bewerbungen nicht gerade überrollt wird, hänge auch mit der Lage des interkommunalen Industriegebiets zusammen. Es ist umgeben von blühenden Wiesen; ein Bus hält aber selten. „Eine bessere Erreichbar- keit wäre wünschenswert“, so Werkleiter Daniel Sassman. Denn die meist minderjährigen Azubis sind auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Rosemary freut sich unterdessen, die Ausbil- dung bald abgeschlossen zu haben und „den nächsten Schritt“ machen zu können. Der steht auch für das Werk selbst bevor: Die Auf- tragsbücher sind voll, man arbeitet im Zwei- schichtbetrieb auch samstags, eine Erweite- rung ist bereits in der Planung.
Industrie- und Gewerbefläche 1,27
Sonstige 3,1
Gewässer 0,7
Verkehr 4,7 Wohnbaufläche 3,3
Landwirtschaft 45,3
Wald 41,6
QUELLE: IHK RHEIN-NECKAR
Kennen sich bei Interroll bestens aus: Katja Klaiber (links), Lagerlogistikfachkraft sowie ehemalige Auszu - bildende, und Personalleiterin Sabine Büchner
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TITELTHEMA | NECKAR-ODENWALD-KREIS
MDPV Nachwuchswerbung mit Plan Mit Kreativität und besonderen Benefits will das Mosbacher Softwareunternehmen junge Menschen für Fertigungs-IT begeistern.
I n luftiger Höhe geht der grünen Hängen spannt sich ein tiefblauer Himmel: Das ist die spektakuläre Aussicht von der Dachterrasse des neuen MPDV-Bürogebäudes, die Geschäftsführerin Nathalie Kletti zum Abschluss der IHK- Pressefahrt den Journalisten zeigt. Gerne wird dieses fünfte Stockwerk für Management- besprechungen sowie Strate- Blick weit über das Neckar- tal. Über dem Fluss und gie-Meetings genutzt – gute Bedingungen für gute Arbeit. Fachkräfte zu gewinnen ist für die MPDV Mikrolab GmbH eine Herausforderung, aber kein Problem, so Nathalie Kletti. Aus ihrer Sicht stehen die Zeichen dafür gut, dass das auch so bleibt: „Wir arbei- ten in einer zukunfts- fähigen Branche,
der Schweiz Industrieunter- nehmen in aller Welt. Mit Stolz verweist die Geschäftsführerin auf das bankenunabhängige, kontinuierliche und nachhalti- ge Wachstum des 1977 gegrün- deten Familienunternehmens, das heute mit 530 Mit- arbeitern einen jährlichen Umsatz von 80 Millionen Euro erwirtschaftet. Über 1,5 Mil- lionen Menschen weltweit arbeiten mit den Systemen von MPDV, veranschaulicht Kletti den Erfolg des Mittel- ständlers. Die Kunden kom- men aus den verschiedensten Branchen vom Lebensmittel- hersteller bis zum Autozulie- ferer.
Dass es MPDV an qualifizierten Bewerbern nicht fehlt, ist den- noch kein Selbstläufer, betont die Firmenchefin. „Wir sind authentisch und haben einen persönlichen Bezug zu unseren Mitarbeitern.“ Zudem müsse man kreativ sein, um heraus- zustechen und als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Beim Rund- gang durch die Bürogebäude wird deutlich, was Kletti damit meint: Die Mitarbeiter sitzen an hochmodernen Arbeitsplät- zen. Im Fitnessbereich können sie vor der Arbeit, in den Pausen oder nach Feierabend etwas für ihre Gesundheit tun. Darüber hinaus gibt es Benefits wie kostenlose Getränke und Obst, flexible Arbeitszeiten und Fahrtkostenzuschüsse. „Um die besten Auszubilden- den und Studenten zu bekom- men, braucht es aber mehr als gute Arbeitsbedingungen. Wir sind selbstverständlich auf Karrieremessen präsent, gehen in Schulen und kooperieren mit Hochschulen“, erklärt Kletti. Das Unternehmen geht noch weiter und hat eine Junior-Akademie für alle Schularten der Jahrgangsstu- fen 4 bis 13 ins Leben gerufen. Es bietet regelmäßig Work- shops zur Informationstech- nik und zur „Smart Factory“, also zur intelligenten, digital vernetzten Fabrik an, um Kreativität, Entdeckerfreu-
Das Brettspiel „Smart Factory, mit dem MPDV bereits Kindern die digitale Fertigung erklärt.
Mit Lego wird in der Junior-Akademie getüftelt.
das zieht viele Bewerber an.“ Die Mosbacher haben sich auf die digitale Optimie- rung und Vernet- zung von Fertigungs- prozessen spezialisiert und betreuen
mit Niederlassun- gen unter anderem in China, den USA, Luxemburg und
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TITELTHEMA | NECKAR-ODENWALD-KREIS
Dabei lernen die Spieler die Prin- zipien der digitalen Fertigung ken- nen und bauen eigene Strategien auf, um den Markt zu erobern. Ebenso wichtig für den Erfolg, so Nathalie Kletti, sei die Prä- senz des Unternehmens in der Region. So werden beispielsweise soziale Initiativen und Projekte gefördert. Gerade wurden wieder Preise für die besten Teilnehmer eines MPDV-Malwettbewerbs vergeben: Grundschüler waren aufgefordert, ihre Vorstellung eines Dschungels zu Papier zu bringen. Das fördere Kreativität und passe zur aktuellen MPDV- Kampagne „Wir helfen durch den Dschungel der Digitalisierung“. Sponsoring und Aktionen wie der Malwettbewerb sollen die Verbindung zwischen Wirtschaft, Schulen und der Region stärken. In einer Region, zu der MPDV fest steht: „Der Odenwald ist unsere Heimat. Wegzugehen war für uns nie ein Thema. Welchen Vorteil hätten wir davon?“
de und Lust auf einen Job in der Fertigungs-IT zu wecken. Aktuell durchlaufen vier Jugendliche ihre Ausbildung bei MPDV, 23 Studen- ten entsendet das Unternehmen an die Dualen Hochschulen in Mosbach und Heilbronn.
Um die besten Auszu- bildenden und Studenten zu bekommen, braucht es mehr als gute Arbeits- bedingungen.
Nathalie Kletti
Mit sehenswerten Ergebnissen: Beim Pressebesuch stellt Pascal Göltl, einst selbst DHBW-Student, heute Manager Research und Education bei MPDV, das Brett- spiel „Smart Factory“ vor, das von Studenten mitentwickelt wurde.
MPDV-Geschäftsführerin Nathalie Kletti
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Bis 2030 wollen wir die Fernwärme in Mannheim und der Region komplett aus erneuerbaren Energien ge- winnen. Dafür nutzen wir die Wärme des Rheins. Ab 2028 wird unsere zweite Flusswärmepumpe, die welt- weit größte ihrer Art, Wärme für rund 40.000 Haushalte erzeugen. Mit Erdwärme aus dem Oberheingraben machen wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Ver- grünung der Fernwärme. Im Joint Venture GeoHardt werden wir in den kommenden Jahren drei geothermi- sche Anlagen bauen. Das ist im besten Sinne klima- freundliche Wärme aus der Region. mvv.de Grüne Wärme direkt aus der Region.
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ISO Arbeit gibt Struktur und Sinn Mit dem Inklusionsbetrieb „Industrie Service Odenwald“ unterstützt die Mosbacher Johannes-Diakonie Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.
Z ügig, aber sorgfältig und konzentriert packt Dirk Böhringer den Dichtring auf den Kolben und ver- schraubt ihn. Im nächsten Arbeitsschritt legt er den vormontierten Kolben in ein Gehäuse und befestigt einen Hebel daran. Einige Schrauben, Scheiben, Bolzen und Muttern später ist das Schwimmer- ventil fertig. Die mechani- schen Vorrichtungen, die den Flüssigkeitsstand zum Beispiel in Wassertanks automatisch regulieren, werden bei der ISO gGmbH im Mosbacher Industriepark in großer Stück- zahl im Auftrag des Mosba- cher Haustechnikherstellers Resideo gefertigt. Im Arbeits- prozess ist jedes Detail wichtig. Denn nur mit Zuverlässigkeit kann der zertifizierte Inklusi-
Bei ISO in Mosbach sind rund 50 Personen beschäftigt. Sie leisten die unterschied- lichsten Montagearbeiten für Industrie - betriebe.
onsbetrieb das liefern, was sein Name verspricht: Industrieser- vice für Betriebe im Odenwald. ISO stellt Arbeitsplätze für Menschen mit einem Han- dicap bereit. Dazu zählen schwer vermittelbare Langzeit- arbeitslose sowie Personen mit psychischen Problemen. Sie bekommen beim Inklusionsbe- trieb eine berufliche Perspek- tive. Ihr Alltag erhält dadurch Struktur, Sinn und Bestäti- gung, betonte die Geschäfts- führerin der ISO gGmbH,
Dr. Claudia Zonta, beim Rund- gang durch die Montage Die Arbeit und das Entgelt dafür – die aktuell rund 50 Beschäftig- ten erhalten den Mindestlohn – fördere die Teilhabe der Be- troffenen an der Gesellschaft. Zur ISO gGmbH zählen neben der Montage auch die Sparten Gebäudereinigung und Grün- pflege. Die ISO gGmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Mosbacher Johannes- Diakonie. 2025 wurde ein Jahresumsatz von rund einer Million Euro erwirtschaftet.
Die Arbeit wird so ge- staltet, dass jeder sein Potenzial ausschöpfen kann.
Dr. Claudia Zonta
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Stolz ist man auf die gute Zusam- menarbeit mit rund 20 langjähri- gen Auftraggebern, die fest zur ISO stehen – nicht nur weil das Team gute Arbeit abliefert, sondern auch, um den dahinter stehenden Gedanken zu unterstützen. Darunter sind neben Resideo beispielsweise der Klimaspe- zialist Aurora, der Armaturenherstel- ler Arco sowie der Wohnmobilbauer Goldschmitt. Allerdings ist die Geschichte des 1997 gegründeten Inklusionsbetriebs „äu- ßerst wechselhaft“, weiß Wolf. Denn geht es der Wirtschaft weniger gut, brechen die Aufträge weg, und dann hat auch ISO zu kämpfen. Seit einiger Zeit ist das Unternehmen deshalb in Kurzarbeit. Staatliche Zuschüsse gibt es nicht. Nur zusätzliche Aufträge helfen. Deshalb freut sich Wolf, dass gerade zwei neue Kunden gewonnen wurden und damit die Kurzarbeitspha- se bald hinter dem Betrieb liegt.
in Wort und Bild. Der Umgang ist freundschaftlich, flache Hierarchien prägen den Betrieb, so Wolf. Im Unterschied zu klassischen Unter- nehmen sucht die gemeinnützige Ge- sellschaft keine Arbeitskräfte. Vielmehr werden sie vom Berufsbildungswerk der Johannes-Diakonie an die ISO ver- mittelt, weitere kommen über das Job Center. Ziel der engen Zusammenarbeit ist es, die Menschen zu qualifizieren und wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln. Voller Stolz berichteten Wolf und Zonta von Mitarbeitern, die bei der ISO durch ihre Zuverlässigkeit und Qualifizierung so überzeugten, dass der Auftraggeber sie direkt einstellte. Man freut sich aber auch über die Be- schäftigten, die seit 25 Jahren bei der ISO GmbH sind. Jeder arbeite nach seinen Möglichkeiten, die meisten in Vollzeit. „Die Arbeit wird so gestaltet, dass jeder sein Potenzial ausschöpfen kann“, so Dr. Claudia Zonta.
Vor allem für regionale Auftraggeber übernimmt ISO händische und damit lohnintensive Arbeiten wie Verpacken, Kuvertieren und Etikettieren. In der Arbeitsvorbereitung stehen zum Bei- spiel Sortieren, Wiegen, Zählen und Konfektionieren auf der Liste der Ser- viceleistungen. Im Bereich Fertigung werden Armaturen, Kunststoffgehäuse oder Automobilbauteile montiert, auch Löten und Bohren wird angeboten. Bei all dem sind neben der Qualität auch Liefertreue, Schnelligkeit, Flexi- bilität und Einhaltung von Standards oberstes Gebot, erklärt Maik Wolf, seit zehn Jahren Spartenleiter Montage. „Sonst können wir mit Großbetrieben nicht zusammenarbeiten.“ Damit die Qualität auch wirklich stimmt, sind die Arbeitsplätze jeweils klar vonei- nander getrennt und beschildert. An jeder Station sind genau die Bauteile bereitgestellt, die dort verarbeitet werden. Dazu gibt es Anleitungen
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STANDORT „Tolle Jobs und Ausbildungsplätze warten auf Bewerber“ Ein Gespräch mit Dr. Andreas Hildenbrand, IHK-Geschäftsführer am Standort Mosbach, über Fachkräftesicherung in Krisenzeiten
Arbeitslosenquote nur langsam. Sie liegt derzeit bei vergleichsweise niedrigen 4,2 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 4,1 Prozent. Und es sind längst nicht alle Unternehmen von der Krise betroffen. Die bei der Pressefahrt besuch- ten Betriebe MPDV und Interroll beispielsweise stellen weiterhin ein, so wie viele andere. Auch das Handwerk sucht immer noch händeringend nach Fachkräften und Auszubildenden. Für Jobsuchende wie auch für junge Menschen und deren Eltern gilt: Nicht verzweifeln, sondern direkt nachfragen bei den Betrieben, die einen interessieren. Es gibt weiterhin offene Stellen und Ausbildungsplätze bei tollen Betrieben in unserer Region. Firmen, die Nachwuchs suchen, beklagen oft einen Mangel an Bewerbern. Was können Unternehmen tun, um Azubis zu gewinnen? Hildenbrand: Es ist sehr wichtig, dass man als Ausbildungsbetrieb und guter Arbeitgeber bekannt ist. Warum ist mein Produkt interes- sant? Wird mein Produkt gebraucht? Haben wir moderne Prozesse? Gehen wir – und zwar wirk- lich - kollegial miteinander um, woran zeigt sich das? Wo treffe ich mit meiner Arbeitgebermarke auf Jugendliche? Wenn ich diese Fragen positiv beantworten kann, wird es gelingen. Wie unterstützt die IHK bei der Azubisuche? Hildenbrand: Wir haben bereits 2019 die Ini- tiative jobNOK ins Leben gerufen. Zusammen mit vielen Unternehmensvertretern, darunter den Mitgliedern der IHK-Vollversammlung aus dem Landkreis, organisieren wir zahlreiche Veranstaltungen, beispielsweise Lehrstellen- börsen, und fördern den Austausch untereinan- der.
Herr Dr. Hildenbrand, die Mitarbeitersuche stand im Fokus der diesjährigen IHK-Presse- fahrt in den Neckar-Odenwald-Kreis. Welche Branchen in der Region leiden besonders unter dem Fachkräftemangel? Dr. Andreas Hildenbrand: Fachkräfte werden nach wie vor händeringend gesucht. Dabei sind immer noch alle Branchen betroffen. Langfristi- ger Hintergrund ist der demografische Wandel: Gut Ausgebildete gehen in Scharen in Rente. Etwas Luft herrscht derzeit im Maschinen- und Anlagenbau, da dort, aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage –, teilweise Personal freigesetzt wird. Das ist die Chance für Betriebe derselben Branche, die auf der Suche nach Fachkräften sind. Gleichzeitig sind die Auswirkungen der wirt- schaftlichen Krise spürbar. Wer stellt da noch ein? Registrieren Sie bereits eine Zurückhaltung der Betriebe bei der Suche nach Fachkräften, beziehungsweise nach Auszubildenden? Hildenbrand: Tatsächlich sind im NOK aktuell rund 30 Industriebetriebe in Kurzarbeit. Und für viele Beschäftigte wird aus Kurzarbeit Arbeits- losigkeit. Das muss man allerdings relativieren. Die 1.000 Menschen, die kurz arbeiten, stellen lediglich rund drei Prozent der insgesamt etwa 40.000 sozialversicherungspflichtig Beschäf- tigten im Landkreis dar. Gleichzeitig steigt die
DER NOK IN ZAHLEN
145.263 Bewohner 129 Einwohner pro Quadratkilometer 36.699 Euro BIP pro Kopf 79.585 Euro BIP pro Erwerbs - tätigem QUELLE: STAT. LANDESAMT
Mehr zur jobNOK-Initiative auf Seite 9 und unter www.jobnok.de
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Ideen und Innovationen: Was Rhein-Neckar zur Metropole macht
Wo Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz aufeinandertreffen, arbei- ten fast eine Million Menschen an der Stärke der Region – vor allem in wichtigen wirtschaftsnahen Dienstleistungen. „Mannheim ist eine Stadt der Mobilitätsinnovationen – vom Fahrrad bis zum Automobil. Dass dieser Erfinder- und Unternehmergeist auch heute lebendig ist, zeigt zum Beispiel die Mobilitätsinnovation in der städtischen Kläranlage, wo in einer Pilotanlage aus Abwasser und Ökostrom ein klimafreundlicher Treibstoff für die Schifffahrt gewonnen wird.“
das Automobil oder der Traktor werden welt- weit genutzt. Sie stehen repräsentativ für die Kreativität und Innovationskraft, die sich hier entfaltet. Diese Geschichte führen heutige innovationsstarke Unternehmen und Star- tups fort. Sichtbar wurde dies auch im Juni 2026 mit der Verleihung des New Mobility City 2026-Award des TÜV-Verbands an die Stadt Mannheim in der Kategorie „Metro- polräume“ mit dem Hauptpreis für Regio- pole und Großstädte. „Mannheim verbindet Mobilität, Klima und Stadtraum zu einem überzeugenden Zukunftsbild urbanen Le- bens“, so die Jury. Logistik auf dem Wasser Der Mannheimer Hafen ist einer der bedeu- tendsten Binnenhäfen Europas. Er umfasst 2.679.000 Quadratmeter Wasserfläche sowie 8.635.000 Quadratmeter an Land. Rund 500 Unternehmen mit 20.000 Be- schäftigten sind im Hafengebiet angesiedelt. Er wird von der landeseigenen Staatlichen Rhein-Neckar-Hafengesellschaft Mannheim mbH in Mannheim-Mühlauhafen betrieben. Durch den Transport der Güter per Schiff trägt der Hafen aktiv zur Reduzierung von Lärm und Abgasen bei. Im vergangenen Jahr waren es über 6 Millionen Tonnen, die im Vergleich zum Lkw mit einem Bruchteil an Energie und Schad- stoffen transportiert wurden. „Die Binnen-
Oberbürgermeister Christian Specht.
In der Metropolregion Rhein-Neckar, dem siebtgrößten Ballungsraum Deutschlands, haben rund 160.000 Unternehmen ihren Sitz. Mannheim ist das kulturelle und wirt- schaftliche Zentrum. Rhein-Neckar ist als eine der attraktivsten und wettbewerbs- fähigsten Regionen Europas bekannt und anerkannt. Ideen und Innovationen haben hier Tradition, insbesondere in der Mobilität: Mannheimer Erfindungen wie das Fahrrad,
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häfen stehen aber für mehr als nur für hohe Transportmengen. Die große wirtschaftliche Bedeutung der Häfen liegt in ihrem Anteil an Wertschöpfung und Arbeitsplätzen bei ihren Kunden und der verladenden Wirt- schaft“, erklärt der Direktor des Hafens, Uwe Köhn. Umfassende Investitionsprogramme und eine Reihe innovativer Ideen sorgen
Essen und einem Campus in Mannheim. Ihr Angebot ist speziell für Berufstätige kon- zipiert. Die staatlich und international aner- kannte Hochschule ist eine wirtschaftsnahe, international ausgerichtete Hochschule und arbeitet mit mehr als 10.000 Unternehmen, Verbänden und Kommunen zusammen. 2026 wurde sie mit dem StudyCheck Award als eine der beliebtesten Hochschulen aus- gezeichnet. Wirtschaftsnahe Dienstleistungen Wirtschaftsnahe Dienstleister stärken die Metropolregion Rhein-Neckar ebenso, denn sie sind essenzielle Innovations- und Trans- formationsbeschleuniger. Rund 71 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung ent- stehen laut dem Statistischen Bundesamt mittlerweile im Dienstleistungssektor. Ein wachsender Teil davon sind B2B-Dienstleis- tungen wie Beratung, Arbeitsschutz, Entsor- gung oder Sicherheitstechnik. In der Region ist die Palette an Dienstleistungen groß, die anderen Unternehmen im Hintergrund den Rücken frei halten. Ein Beispiel für Industriedienstleistungen ist die Kölner BUCHEN UmweltService GmbH mit einem Standort in Ludwigshafen. Als Teil der REMONDIS-Gruppe, einem der welt- weit führenden Dienstleister für Recycling, Service und Wasser, bietet BUCHEN spe- zialisierte Leistungen rund um industrielle Reinigung und umweltgerechte Entsorgung. Das Spektrum reicht von Abfall- und Gefahr- gutentsorgung über Schadstoffsanierung, Kanal- und Saugbaggerservice bis zur Tank- logistik. ▶
dafür, dass der Hafen Mannheim seine her- ausragende Rolle als lo- gistischer Knotenpunkt und als einer der Moto- ren der wirtschaftlichen Entwicklung erfüllt – und das nicht nur in der Logistik, sondern auch allgemein für die Wirt- schaft in der Metropol- region Rhein-Neckar.
Schon gewusst? Im Hafen Mannheim werden vor allem Nahrungs- und Futtermittel umgeschlagen, gefolgt von festen minerali- schen Brennstoffen und chemischen Erzeugnissen.
Innovation durch Forschung und Fachkräfte
Im Großraum Mannheim-Heidelberg-Lud- wigshafen sind mehr als doppelt so viele Fachkräfte in der Forschung beschäftigt wie im Bundesdurchschnitt. Mannheim ist Top- Gründungsstadt in Baden-Württemberg. Ein Grund ist die hohe Konzentration an Hochschulen und Forschungseinrichtungen – ein wesentliches Kriterium für den Status als Metropolregion. Für Unternehmen be- deutet das eine besondere Innovationskraft sowie qualifizierte Fachkräfte und Hoch- schulabsolventen, die durch ihr Studium in der Region bereits Fuß gefasst haben. Eine dieser Bildungsmöglichkeiten ist die ge- meinnützige FOM Hochschule mit Sitz in
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Im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen steht beispiel- haft die ML-Sicherheitszentrale GmbH aus Mannheim. Sie betreibt eine Notruf- und Serviceleitstelle, die deutschland- weit rund um die Uhr erreichbar ist. Eingehende Notfälle, Meldungen und Alarme werden umgehend geprüft, Notrufe weitergeleitet und bei Bedarf Sicherheitsinterventionskräfte aktiviert – ob bei technischen Störungen wie Aufzugsausfäl- ▶
len oder bei personenbezogenen Notrufen. Die ABW Dienst- leistungen Volker Müller in Hirschberg betreut, berät und schult Unternehmen in Arbeitssicherheit, Brandschutz und Werkschutz – etwa in der Ausbildung zu Brandschutzhelfern oder Sicherheitsbeauftragten sowie in der Staplerfahreraus- bildung. Daneben vertreibt das Unternehmen zugehörige Produkte wie Feuerlöscher, Rauchwarnmelder, Verbands- kästen, Etiketten oder Schilder. Ein Beispiel für einen integ- rierten Ansatz in der Baubranche sind die r-m-p Architekten, Baudienste und Energieberater mit Sitz in Mannheim und Heidelberg. Sie decken Planung, Umsetzung und energeti- sche Optimierung aus einer Hand ab. Das Unternehmen ist Mitglied der Metropolregion Rhein-Neckar sowie unter an- derem im Bundesverband effiziente nachhaltige Gebäude. Es errichtet Neubauten in Passivhausqualität und optimiert Altbauten mit Passivhauskomponenten. „Gemeinsam sind wir stärker“ Dieses Credo ist das Erfolgsrezept der Zusammenarbeit in der Rhein-Neckar-Region. Der Verband Region Rhein-Neckar, der Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH leben es in ihrer part- nerschaftlichen Allianz vor. Dass einzelne Kräfte gemeinsam mehr erreichen als jede für sich, zeigt sich in der Metropolregi- on Rhein-Neckar auch in einem der ältesten Wirtschaftsprin- zipien Deutschlands: der Genossenschaft. Im Bankwesen hat dieses Prinzip die längste Tradition. Bundesweit zählen die Genossenschaftsbanken laut dem Bundesverband der Deut- schen Volksbanken und Raiffeisenbanken rund 17,5 Millionen Mitglieder in 646 Instituten. Allein in Baden-Württemberg sind es 115 Genossenschaftsbanken. In Mannheim setzt bei- spielsweise die VR Bank Rhein-Neckar eG dieses Modell für die Region um. Die FAZ zeichnete sie wiederholt als einen von Deutschlands besten Finanzdienstleistern aus, in diesem Jahr erneut in fünf Kategorien. VR Bank-Vorstand Michael Düpmann bekräftigt daher den kundennahen Ansatz der Bank: „Man merkt, dass die Kundenbindung immer digitaler wird. Dennoch stehen wir mit der Kundenbetreuung vor Ort auch analog weiterhin für viel Kundennähe.“
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_ Industriereinigung _ Schadstoffsanierung _ Industrielle Abfall-und Gefahrgutentsorgung _ SafetyService _ Gießereiservice _ Plattenwärmetauscherservice _ Saugbaggerservice _ Industrieller Kanalservice
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